Uni Greifswald

Der Vollbart muss ab! Kuriose Corona-Regel sorgt für Verwirrung

Bartträger müssen jetzt stark sein! Die Uni Greifswald legt großen Wert auf den richtigen Sitz von FFP2-Masken - dazu gehört auch das Abrasieren des Vollbartes.

Der Vollbart muss ab! Kuriose Corona-Regel sorgt für Verwirrung
Foto: Getty Images/EMS-FORSTER-PRODUCTIONS/Daniel Day

Unter der Nase, unterm Kinn oder wie ein Entenschnabel: Dass beim Tragen einer FFP2-Maske so einiges falsch gemacht werden kann, zeigt der wöchentliche Gang in den Supermarkt. Die Uni Greifswald weist daher ihre Studierenden ausdrücklichst darauf hin, den Mund-Nasen-Schutz richtig zu tragen und sich gegebenenfalls von unnötiger Gesichtsbehaarung zu verabschieden.

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Dass in den vergangenen zwei Jahren die ein oder andere Corona-Regel für Furore gesorgt hat, ist längst nichts Neues. Die Universitätsmedizin in Greifswald (UMG) setzt dem Ganzen nun allerdings die Krone auf. In einer Rundmail appelliert der Krisenstab der Uni an seine Medizinstudierenden, ihre Rasur umgehend hygienekonform anzupassen, um den richtigen Sitz der FFP2-Masken zu gewährleisten.

Konkret bedeutet das: Der Vollbart muss ab, das Oberlippenbärtchen darf bleiben!

"Im Klinikbereich sind Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte unvermeidbar, wenn es um die Sicherheit von Patientinnen, Patienten und medizinischem Personal geht. Studierende, die keine dicht anliegende Maske tragen, sind durch die verantwortliche Kursleitung vom Unterricht auszuschließen", zitiert die "Ostsee Zeitung" Krisenstabsleiter Klaus Hahnenkampf.

Allerdings handelt es sich bei dem mutmaßlichen Vollbart-Verbot keineswegs um eine Verordnung, der Folge geleistet werden muss, sondern viel mehr um eine Erinnerung daran, eine dicht anliegende FFP2-Maske zu tragen, um sich und seine Liebsten zu schützen.

"Unverhältnismäßig": Corona-Regel sorgt für Ärger unter den Studierenden

Ob Erinnerung oder Verordnung, der Rasur-Hinweis der Uni Greifswald sorgt bei den Studierenden für lange Gesichter. "Ich finde es einfach unverhältnismäßig. Die Medizinstudierenden lassen sich vor jedem praktischen Einsatz testen. Also einmal am Tag. Wenn sie infiziert sein sollten, haben sie an diesem Tag so eine geringe Viruslast, dass sie nicht infektiös sind. Außerdem seien die meisten von ihnen vollständig geimpft oder geboostert", kritisiert eine Studierende laut "Ostsee Zeitung" das mutmaßliche Vollbart-Verbot.

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