DRUM REVOLUTION nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus Schlagzeug-Spiel
Schlagzeug lernen ist kinderleicht – und funktioniert mit DRUM REVOLUTION ganz spielerisch. Ralf Dümmel erfüllt sich einen Kindheitstraum, während Janna Ensthaler laut schimpft.
Für einen kurzen Moment wird die „Höhle der Löwen“ zur Musikbühne – und für Ralf Dümmel geht dabei sogar ein Kindheitstraum in Erfüllung. Als Gründer Andreas Schneid (44) sein Start-up DRUM REVOLUTION vorstellt, darf der Investor selbst zu den Drumsticks greifen. Doch hinter dem kleinen Showmoment steckt mehr als nur Nostalgie: Das Spiel verbindet Musiklernen und Gaming auf ungewöhnliche Weise.
Schlagzeug lernen durch Spielen
DRUM REVOLUTION ist kein klassisches Musiklernprogramm, sondern ein Computerspiel mit echtem Schlagzeuggefühl. Gespielt wird nicht mit Controller oder Tastatur, sondern mit Drumsticks an einem elektronischen Schlagzeug. Nur wer die richtigen Trommeln und Becken trifft, bewegt die Spielfigur durch die Level – und lernt dabei ganz nebenbei, wie Schlagzeugspielen funktioniert.
Andreas Schneid bringt dafür die passende Erfahrung mit: Er arbeitete über 20 Jahre als professioneller Musiker und Schlagzeuglehrer. Mit seinem Projekt will er Menschen den Zugang zur Musik erleichtern, vor allem Kindern und Einsteiger:innen, denen klassischer Unterricht oft zu trocken oder zu kompliziert erscheint. Neben Rhythmusgefühl trainiert das Spiel auch Koordination, Motorik und Konzentration. „Mit Drum Revolution möchte ich möglichst vielen Menschen den Zugang zum Schlagzeug ermöglichen. Man konzentriert sich auf das Spiel – und merkt dabei gar nicht, dass man ganz nebenbei ein Instrument lernt.“
Für die Weiterentwicklung der Lernsoftware sucht Schneid 150.000 Euro für acht Prozent der Firmenanteile.
Harte Zahlen, harte Kritik
Die Begeisterung für die Idee kann aber nicht über die nüchternen Zahlen hinwegtäuschen. 29 Euro kostet Drum Revolution, die errechnete Unternehmensbewertung von 1,875 Millionen Euro wirkt den Löwen zu hoch – vor allem, weil bislang erst 1.100 Euro umgesetzt wurden.
Janna Ensthaler reagiert besonders scharf. Sie kritisiert, dass sogar Fördergelder in das Projekt geflossen seien, und zweifelt offen daran, dass das Start-up eine echte Chance hat. Ihrer Meinung nach sollte der Traum von Andreas schnell zerplatzen, denn mit dieser Bewertung sei in der „Höhle der Löwen“ ohnehin kaum etwas zu holen.
Auch Frank Thelen ist wenig überzeugt. Für ihn hätte ein solches Spiel sogar problemlos mit KI entstehen können. Die bereits investierten 400.000 Euro nennt er „bescheuert“ und steigt aus. Judith Williams findet die Idee zwar grundsätzlich sympathisch, sieht aber keinen Deal, der sich aus Investorensicht rechnen würde. Auch Carsten Maschmeyer muss nicht lange überlegen und lehnt ab.
Selbst Ralf Dümmel, der eigentlich am meisten Gefallen an dem Konzept hat und als Schlagzeug-Fan besonders offen wirkt, kann sich am Ende nicht zu einem Investment durchringen. Er findet Andreas und sein Spiel zwar cool, entscheidet sich aber ebenfalls gegen einen Deal. Damit verlässt der Gründer die Höhle ohne Investment.
Wo gibt es DRUM REVOLUTION heute?
Auch wenn DRUM REVOLUTION inzwischen nicht mehr bei Instagram oder Facebook beworben wird, ist das Spiel weiterhin erhältlich. Interessierte können es direkt über Steam oder über die Website kaufen. Dort gibt es auch ein Starter Kit für 59 Euro sowie ein Complete Kit für 89 Euro.










