Fahri Yardim wendet sich an Collien Fernandes: „Tut mir leid“
Nach schweren Vorwürfen von Collien Fernandes hat sich jetzt auch Kollege Fahri Yardim zu Wort gemeldet.
Collien Fernandes (44) sorgt derzeit für Schlagzeilen: Die Schauspielerin wurde zum Opfer von Deepfakes und gefälschten intimen Aufnahmen, die über das Internet verbreitet wurden. Bereits vor Jahren machte sie den Vorfall öffentlich, erstattete Anzeige und kämpft seither für Aufklärung und gegen digitale Gewalt. Nun erhebt sie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50), mit dem sie auch bei der Kultserie „jerks.“ zusammen vor der Kamera stand.
Die Reaktionen auf Fernandes' Anschuldigungen ließen nicht lange auf sich warten. Prominente Stimmen aus Politik und Gesellschaft sowie zahlreiche Kollegen solidarisierten sich mit der Schauspielerin – unter anderem Pheline Roggan (44) aus dem „jerks.“-Ensemble. Aber von einem engsten Kollegen blieb es tagelang still: Fahri Yardim (45), der auch als enger Freund von Ulmen gilt.
Fahri Yardim bricht das Schweigen: Sein Statement polarisiert
Nach einigem Zögern meldete sich Fahri Yardim nun endlich zu Wort – mit einem langen und nachdenklichen Statement auf Instagram. Die Erwartungen waren hoch, schließlich ist Yardim nicht nur ein geschätzter Kollege, sondern hatte privat eine enge Bindung zu Christian Ulmen.
Er beginnt seinen Post mit den Worten: „so. verspätet. unvollständig“. Fahri Yardim macht deutlich, dass auch er tief erschüttert ist: „ich bin genauso geschockt wie viele andere. ich bewundere colliens mut. ich bin dankbar für den zuspruch, den sie erhält. ich fühle mit ihr. und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche geschichte in eine kraft übersetzt, die echte strukturelle veränderung möglich macht. dafür hat sie meine volle solidarität [sic!].“
Opfern zu glauben, sei für ihn eine „grundlegende normative Haltung“, da die Vorwürfe „Schutz, ernsthafte Aufmerksamkeit und die klare Priorisierung der Perspektive der Betroffenen“ verdienten.
Kritik am späten Statement: Yardims Selbstreflexion
Doch warum hat Fahri Yardim so lange geschwiegen? Das erklärt der „Tatort“-Star offen: „mir ist bewusst, dass mein zögern nicht neutral ist. es hat wirkung. es beeinflusst, welche deutungen gewicht bekommen, welche perspektiven sich verfestigen und welche schutzräume gestärkt oder geschwächt werden. auch wenn ich das nicht beabsichtige, bin ich teil dieser wirkung [sic!].“
Yardim gesteht, dass sein Zögern realen Einfluss habe und dass ausgerechnet dieses Schweigen in vergleichbaren Situationen Betroffenen nicht selten zusätzlichen Schaden zufügen kann. Dennoch betont er: „ich brauchte zeit. aus der besonderen situation heraus, auf zwei ebenen berührt zu sein [sic!].“
Die gleichzeitige Betroffenheit auf öffentlicher und persönlicher Ebene habe es ihm besonders schwer gemacht, schnell und eindeutig Stellung zu beziehen: „sie existieren gleichzeitig“, so Yardim. Die Vielschichtigkeit der Situation habe ihn gelähmt.
Ambiguität, Verantwortung und der Umgang mit Kritik
Fahri Yardim spricht im Statement offen über die Herausforderungen, mit solchen „Abgründen im engen Freundeskreis“ umzugehen: „vielleicht gibt es eine ahnung davon, was es bedeutet, wenn sich solche abgründe im engen freundeskreis auftun. wie besonders der schock gerade dort ist [sic!]“, so der Schauspieler.
Dabei will er die Unentschlossenheit nicht als Ausrede gelten lassen: „ihre stärke liegt nicht im ausweichen vor entscheidungen, sondern in der fähigkeit, komplexität auszuhalten, ohne daraus unverbindlichkeit zu machen“ [sic!].
Er betont die Notwendigkeit von Selbstkritik und die eigene Bereitschaft, auch „blinde Flecken“ der eigenen Sichtweise zu reflektieren.
„Es tut mir leid“ – Yardim ändert Text nach Kritik
Nicht wenige Follower kritisierten Fahri Yardims Statement: Das Posting wirke verkopft, ausweichend und wenig greifbar. Einige unterstellten ihm gar, den Text mithilfe von KI-Tools wie ChatGPT verfasst zu haben. Besonders der späte Zeitpunkt und die ausbleibende klare Positionierung sorgten für Unmut: „Puh, dieser geschwollene Text beinhaltet jetzt die klarsten Worte, die dir innerhalb von drei Tagen eingefallen sind?!“, so ein Kommentar.
Der Schauspieler selbst sieht die Kritik und reagiert erneut: Aus dem ursprünglichen Titel „es tut mir leid“ wurde ein längerer Erklärungsversuch, in dem er einräumt: „es stimmt, der text ist verkopft. auch ausdruck meiner überforderung. und eines anteils von mir, der gerade verzweifelt den krisenmodus übernimmt. eine erste annäherung an die berechtigte erwartung, sich zu bekennen. ich meld mich wieder, wenn ich mein herz wiedergefunden hab [sic!]“.
Wann ein weiteres Statement folgt und ob Fahri Yardim damit die Erwartungen seiner Community erfüllen kann, bleibt vorerst offen.
Quellen
Instagram/fahri_yardim







