Gefährlicher TikTok-Trend: Ärztin warnt vor neuem Trick zum Schule Schwänzen
Ein viraler TikTok-Trick macht zurzeit die Runde. Jugendliche, die die Schule schwänzen wollen, täuschen Hautausschläge vor. Jetzt warnt eine Dermatologin
Blaumachen, um nicht in die Schule zu müssen ist wohl so alt, wie das Bildungssystem selbst. Und jede Generation hat da wohl so ihre Tricks. Doch der neue Social Media Trend, den Jugendliche nutzen, um die Schule zu schwänzen findet eine Dermatologin fragwürdig - und warnt vor möglichen gesundheitlichen Gefahren. Was Eltern jetzt wissen sollten, erfährst du bei uns.
TikTok-Trend: Mit Lip Plumper Hautausschlag vortäuschen
Wie der TikTok-Trend funktioniert ist einfach erklärt. Die bevorzugte Methode, die von Teenagern verwendet wird ist ein Lip Plumper. Dabei handelt es sich um einen Lippenstift, der Capsaicin und Menthol enthält.
Die Inhaltsstoffe sollen eigentlich dafür sorgen, dass die Lippen anschwellen, roter und voller wirken. Dieselbe Wirkung haben Lip Plumper auch auf andere Bereiche der Haut.
Statt auf den Mund, wird das Kosmetikprodukt also auf Dekolleté und Hals getupft. So soll ein Hautausschlag, die Windpocken oder eben eine andere Hautkrankheit vorgetäuscht werden.
Anschließend melden sich die Schüler*innen beim Lehrpersonal und werden nach Hause entlassen.
TikTok-Trick zum Schule Schwänzen: Dermatologin warnt
In dem Magazin 20 Minuten erklärt Hautärztin Dr. Sabine Kurzidem von Skinmed Zürich: „Aus dermatologischer Sicht kann man Lip Plumper bei problemloser Haut schon das ein oder andere Mal anwenden.” Dabei warnt sie jedoch ausdrücklich vor einem „deutlich länger anhaltenden Effekt“ bei trockener oder empfindlicher Haut.
„Die Hautbarriere kann so gestört werden, dass es zu einer Verschlechterung des Hautzustandes mit zunehmendem Brennen, einer Rötung, Trockenheit und Reizungen kommen kann“, so die Ärztin.
Auch wer für Hautallergien anfällig ist, sollte besonders vor dem TikTok-Trend gewarnt sein. So kommentiert eine Userin unter dem Video: „Ich habe das einmal ausprobiert und war tatsächlich allergisch gegen den Lip Plumper und hatte eine echte Reaktion.”
Unterm Strich sind die Kommentare der Jugendlichen aber durchwachsen. So bezweifeln einige, dass sie „nur“ wegen eines Ausschlags vom Unterricht befreit werden würden. Andere wiederum geben zu bedenken, dass sie einmal Zuhause angekommen direkt von ihren Eltern zur*m Ärzt*in geschickt werden würden.








