MückenschutzGin Tonic beugt Mückenstichen vor

Schon ein Glas Gin Tonic kann quälende Mückenstichen vorbeugen. Dank des im Gin enthaltenen Wacholders bleiben Moskitos fern - sie meiden die Bitterstoffe.

Es war einmal ein Brite in Indien, der sich vor Malaria schützen wollte. Also musste er Mücken von sich fernhalten und ja nicht gestochen werden. Doch wie sollte er das anstellen? Zum Glück wusste er, dass das bittere Tonic Water, das er immer zur Erfrischung trank, Chinin enthält.

Chinin ist ein Bitterstoff, der aus dem Chinarindenbaum gewonnen und von Ärzten zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird. Es wirkt schmerzstillend, lokal betäubend und fiebersenkend. In Deutschland wird Chinin sogar heute noch zur Behandlung von Muskelkrämpfen eingesetzt.

Der Brite war sich sicher: Wenn er das chininhaltige Tonic Water trinkt (heute enthält 1 Liter Tonic Water rund 70 mg Chinin), können ihn so viele Mücken stechen, wie sie wollen - er ist vor Malaria gefeit! Doch dann kam dem Briten ein anderer Gedanke: Was tun, um gar nicht erst gestochen zu werden?

Er erkundigte sich hier und da und fand schlussendlich heraus, dass Mücken die ätherischen Öle des Wacholders verabscheuen. Dem Briten war der Wacholder-Tee bekannt, der die Verdauung fördern und gegen Sodbrennen helfen sollte. Aber Tonic Water mit Tee mischen? Das kam für ihn nicht in Frage!

 

Mücken vergraulen mit Gin aus Wacholder

Also dachte der Brite weiter nach: Worin ist noch Wacholder enthalten? Da fiel sein Blick auf die Flasche Gin, zu der er gelegentlich griff. Und da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Wacholderbeeren (vor allem des Gemeinen Wacholders oder des Zedern-Wacholders) dienen als Rohstoff zur Gin-Herstellung!

So mischte sich der Brite den ersten Longdrink aus Gin und Tonic Water. Gegen die Hitze Indiens kämpfte er mit gefrorenen Wasserklumpen an, die er sich in seinen Gin Tonic mischte. Um den Geschmack zu verfeinern, garnierte der Brite seinen Longdrink mal mit einer Limette, mal mit einer Zitrone - und gelegentlich sogar mit einer Gurkenscheibe.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts avancierte Gin Tonic zum Trendgetränk schlechthin. Das Mischverhältnis reicht von 1:3 bis hin zu 1:1 - je nach Geschmack, Lust und Laune des Konsumenten (oder Barkeepers). Bei einer guten Mischung bleiben schon nach einem Glas Gin Tonic die Moskitos, Kriebelmücken und andere stechfreudige Insekten vom Konsumenten fern. Zu bitter schmeckt ihnen das Blut, welches nun mit den Ölen des Wacholders und Chinin versetzt ist.

Doch Vorsicht: Weder der alkoholhaltige Gin noch das bittere Tonic Water sollten von Schwangeren und Kindern konsumiert werden. Chinin kann Kinder süchtig machen und bei Schwangeren frühzeitige Wehen hervorrufen. Empfindliche Personen können auf Chinin allergisch reagieren, Herz- und Leberkranke sollten auf den Giftstoff ebenso verzichten. Dass Alkohol nur in Maßen konsumiert werden sollte, ist schon reichlich bekannt.

Für alle anderen gilt: Schmeißt das Mückenspray weg und gönnt euch ein Gläschen Gin! Da sieht die Welt auch gleich wieder entspannter aus...

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(ww7)

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