Nach Doppelmord

"Ich denke jeden Tag an Max und Saga"

Emma Jangestigs Kinder wurden mit einem Hammer erschlagen. So geht es der Mutter zehn Jahre nach der Tat.

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Die Schwedin Emma Jangestigs hat unvorstellbares erlebt. Ihre beiden Kinder Max (†3) und Saga (†1) wurden von Christine S., der Exfreundin ihres Lebensgefährten, mit einem spitzen Hammer ermordet. Ihr Motiv: Eifersucht. Denn Emma war mit dem Mann glücklich, den Christine unbedingt wollte.

Heute, zehn Jahre nach der Tat, ist Emma wieder Mutter von zwei Kindern. Sie hat das Geschehene verarbeitet. Die Beziehung zwischen ihr und ihrem Lebensgefährten Torgny H. ist durch den Schicksalsschlag sogar noch stärker geworden. An Max und Saga denkt die Schwedin dennoch jeden Tag und sie vermisst sie natürlich auch weiterhin. Dennoch: „Mein Lebensgefährte liebt mich, meine Kinder lieben mich. Dunkle Gedanken tauchen immer nur kurz auf. Ich empfange viel zu viel Liebe, als dass diese dunklen Gedanken eine Chance hätten“, erklärte Emma gegenüber Bild.de.

Was war damals passiert?

Rückblick: Alles fing im August 2006 an, als Christine S., damalige Geschichtsstudentin aus Hannover, während ihres Kreta-Urlaubs den Schweden Torgny H. kennenlernte. Sie begannen eine Beziehung, die allerdings nur kurze Zeit hielt. Im Dezember besuchte Christine Torgny noch einmal in Arboga (150 km von Stockholm entfernt). Dort trennte sich Torgny von ihr, doch Christine akzeptierte das Beziehungs-Aus nicht. Sie belästigte ihren Exfreund permanent mit Telefonanrufen und E-Mails. Die Hannoveranerin zog sogar vorübergehend nach Schweden.

Torgny H. hingegen hatte bereits eine neue Liebe gefunden und lebte mit Emma Jangestig sowie deren beiden Kindern zusammen. Im März 2008 kam es zur Tat. Christine S. erschlug Max und Saga mit einem spitzen Hammer und etlichen Schlägen, auch ihre Mutter wurde attackiert und lag zwei Wochen im Koma.

Alte Wunden reißen auf

Der Mord von damals drängt sich aktuell wieder noch stärker in das Bewusstsein von Emma und Torgny. Christine S. und ihr Anwalt versuchen, den Prozess neu aufzurollen. Damals wurde sie aufgrund einer Reihe von Indizienbeweisen und ihrer Verstrickungen in ein Lügennetz verurteilt. Doch bis heute behauptet sie, unschuldig zu sein.

Ob Christine S. eine Chance hat, ist fraglich. Schon 2012, als die Deutsche ins Frauengefängnis Vechta verlegt wurde, strebte sie ein Wiederaufnahmeverfahren an. Erfolglos.

Von Lisa Philomena Strietzel

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