LiebeHeimlich verliebt: Die Anzeichen bei einem Mann

Ist er heimlich verliebt in mich? An welchen Anzeichen du bei einem Mann erkennen kannst, ob er heimlich verliebt ist, verrät dir hier Eric Hegmann, Paarberater und Parship-Coach!

Inhalt
  1. Ist er heimlich verliebt? Diese Anzeichen verraten es
  2. Woran du heimlich verliebte Männer erkennen kannst
  3. Warum schüchterne Männer großartige Partner sein können

 

Ist er heimlich verliebt? Diese Anzeichen verraten es

Für mich interessiert sich niemand“, klagen häufig Frauen in der Beratung. „Wo sind denn all die Männer, die mich kennenlernen möchten? Oder sind die unsichtbar?“ Nun, unsichtbar im wörtlichen Sinne vielleicht nicht, aber gut möglich, dass sie schüchtern sind und deshalb gar nicht wahrgenommen wurden.

Natürlich ist es eine Frage des Beuteschemas. Manche Frauen wünschen sich einen dominanten, draufgängerischen Typ, der Mut hat, den ersten Schritt zu wagen, der auch mal durch eine forsche Art zeigt, was er möchte. Für viele ist das schlicht sexy und anziehend und außerdem auch ein Zeichen von Verbindlichkeit, denn wer sich Mühe gibt und Initiative zeigt, der hat auch wirklich Interesse.

Es sind jedoch auch genau diese Frauen, die oft beklagen: „Ich gerate immer an die Falschen!Damit meinen sie Männer, die eigentlich vergeben waren, noch nicht von der Ex getrennt oder noch unentschlossen, ob sie tatsächlich eine Beziehung suchen. Denn das geht leider zusammen: Wer derart mit anderen agiert, also stark extravertiert ist, der sonnt sich gerne in Anerkennung, der genießt den Flirt vor allem der Selbstbestätigung wegen – und der legt sich nicht so schnell fest, wenn die Auswahl doch vermeintlich so groß ist.

 

Woran du heimlich verliebte Männer erkennen kannst

Dagegen steht der Schüchterne, auch Introvertierte genannt. Ein eher schüchterner Mann bekommt bei starker Ausprägung eher Angstschweiß auf der Stirn, wenn er eine Frau – vor allem eine, die ihn wirklich interessiert – ansprechen soll.

  • Je verliebter er ist, umso mehr muss er sich überwinden für den ersten Schritt. Das kann mit einem Mangel an Mut zu tun haben, vielleicht hat er aber auch eine schmerzhafte Trennung hinter sich und möchte nicht wieder verletzt werden. Seine Schüchternheit ist dann eine Art Schutzreaktion.
     
  • Für diese Männer ist besonders schwer, ihre Verliebtheit offen zu zeigen; sie machen sich dadurch angreifbar. Nicht selten geben sie sich dann aufgesetzt cool. Du merkst: irgendwas stimmt da nicht, aber weil er die Schüchternheit überspielt, kommst du nicht sofort darauf.

Denn Schüchternheit erkennen, das benötigt manchmal detektivische Fähigkeiten.

  • Da sind zum einen die Männer, die so tun als wären sie die größten Aufreißer, in Wirklichkeit aber beim kleinsten Anlass aus der Rolle fallen. Die erzählen viel, aber letztlich ist alles nur Show und übertrieben. Im Gegensatz zu den echten Extravertierten, die „Bad Boys“, sind sie wirklich interessiert, aber sie können es nicht zeigen. Die erzählen auf der Party erfundene Beziehungsgeschichten – und verzweifeln dann darüber, dass sie alleine nach Hause gehen mussten. Diese Typen erkennst du, wenn du auf ihre Show einsteigst und den Flirt mitmachst. Flüchten sie dann in Panik, dann sind sie in Wahrheit schüchtern.
     
  • Die andere Gruppe schüchterner Männer verhält sich tatsächlich so, wie man sich das vorstellt. Sie bleiben eher im Hintergrund, sie bewundern und schwärmen aus der Ferne und wirken im Gespräch oft nach innen gekehrt und vielleicht sogar abwesend. Dabei kannst du, wenn du genau hinsiehst, erkennen, wie es in ihnen arbeitet und wie sie im Geiste minutenlang abwägen, welchen Satz sie nun wie und wann sagen könnten, um dir zu zeigen, wie sehr sie sich für dich und dein Leben interessieren. Aber natürlich immer so, dass es – in ihrer Wahrnehmung – nicht zu auffällig ist. Hier kannst du viel zwischen den Zeilen lesen.

    Dieser Typ schüchterner Mann zeigt sich häufig in der Liebe am Arbeitsplatz. Er geht langsam voran, er beobachtet viel, lässt die forschen Typen es zuerst versuchen, setzt auf wiederholten Kontakt und eine freundschaftliche Basis, denn er hofft, dass mit der Zeit aus anfänglicher Sympathie und Zuneigung Verliebtheit wird. Das sind so genannte wachstumsorientierte Beziehungstypen, sie hoffen nicht wie die schicksalsorientierten Typen auf die Liebe auf den ersten Blick. Die ist ihnen unheimlich und nicht verbindlich genug. Sie suchen eine langsame, aber stetig stärker werdende Annäherung. Aus Verliebtheit wird Liebe, sind sie überzeugt.

Warum sind diese Männer so leicht zu übersehen, wo ihre Bemühungen doch eigentlich gar nicht wirklich unauffällig sind?

Das liegt an mehreren Gründen. Weil sich introvertierte Menschen eher für extravertierte interessieren, um etwas von deren Freude am Kontakt zu anderen miterleben zu dürfen, so schwärmen schüchterne Männer eben auch häufig von selbstbewussten Frauen. Die aber – zumindest nehmen die schüchternen das so wahr – fühlen sich vor allem von den „lauten Bad Boys“ angezogen, deren (vermeintliches) Selbstbewusstsein so stark wie das ihre ist. Diese Frauen nehmen schüchterne Männer tatsächlich häufig gar nicht erst wahr. Ihr Blick ist so fixiert auf die Männer, um die sie sich bemühen müssen, dass sie die übersehen, die sich um sie bemühen. Wer immer nur in die Ferne schaut, der sieht nicht, was direkt vor einem (oder womöglich neben oder hinter einem) steht.

  • Dass Schüchterne nicht auffallen, ist aber natürlich auch von ihnen gewünscht. Sie stehen nun einmal nicht gerne im Mittelpunkt, da fühlen sie sich beobachtet und unwohl. Das wohl eindeutigste Zeichen ihres Interesses ist ihre Beharrlichkeit. Sie haben Geduld. Sie fragen nicht einmal nach einem Kaffee in der Pause im Straßencafé, sondern immer wieder. Allerdings ist der Zeitraum zwischen ihren Versuchen oft sehr lang, so dass sich das anfühlt, als wäre das alles reiner Zufall. Und genau das wollen sie ja auch bezwecken.
     
  • Schüchterne Männer sind deshalb häufig genau an einer vermeintlichen Unverbindlichkeit zu erkennen. Sie lächeln eine Absage weg, um ja nicht zu zeigen, dass ihnen gerade das Herz gebrochen wurde. Aber sie sind dennoch aufmerksam.
     
  • Sie sind diejenigen, die bemerken, wenn du ein neues Styling hast. Aber ihr Kompliment ist ziemlich sicher so vorsichtig verpackt, dass es gar nicht als solches ankommt.
 

Warum schüchterne Männer großartige Partner sein können

Wenn schüchterne Männer so schwer zu entdecken sind: Lohnt denn der Aufwand überhaupt? Höchstwahrscheinlich ja. Natürlich ist das immer vom Einzelfall abhängig. Aber gerade für jene Frauen, die „immer an die Falschen“ geraten, ist es vielleicht gerade eine richtige, neue Strategie, sich auf Männer zu konzentrieren, die nicht von ihnen weggehen, sondern die auf sie zugehen möchten.

Allerdings muss sich dazu nicht nur der Schüchterne überwinden, auch du musst möglicherweise über deinen Schatten springen und zulassen, dass ein Mann, der zuhört, eigentlich der bessere Partner ist als der, der nur von sich redet. Dass er liebevoller und fürsorglicher ist als der, der sich um andere nie wirklich bemühen musste. Das gilt nicht nur, aber auch für Sex. Und wenn er sich einmal entscheiden hat, dann bleibt er auch dabei und wendet sich beim ersten Konflikt nicht gleich der nächsten Frau zu. Denn Mut ist kein Zeichen von Verbindlichkeit. Beharrlichkeit, Geduld und Ausdauer sind es dagegen.

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