KrankheitenHundegrippe: Können Hunde tödliche Grippeviren auf Menschen übertragen?

Die Hundegrippe ist auf dem Vormarsch. Nach Vogel- und Schweinegrippe kann nun auch der beste Freund des Menschen tödliche Grippeviren übertragen. Droht uns jetzt eine Pandemie?

Inhalt
  1. Lösen mutierte Viren eine Hundegrippe aus?
  2. Können sich Menschen mit Hundegrippe anstecken?
  3. Werden Hunde bald massenhaft ermordet?
  4. Hundegrippe-Symptome: Atemprobleme

Die Viren der Schweinegrippe (H1N1 und H3N1), Pferdegrippe (H3N8) und Vogelgrippe (H5N1, H5N8 und H7N9) sind erneut mutiert. Diesmal greifen sie auch Hunde an. Schon im Jahr 2013 gab es erste Fälle von infizierten Hunden. Infizierte Hunde könnten Experten zufolge die tödlichen Viren womöglich auch auf Menschen übertragen.

 

Lösen mutierte Viren eine Hundegrippe aus?

Die größte Gefahr der Hundegrippe: Durch die Vielzahl der Hunderassen auf der Welt, fürchten Experten viele Mutationen der Viren - bis sie schließlich auch für Menschen gefährlich werden.

Wissenschaftler der Icahn School of Medicine (New York, USA) haben in einer neuen Studie eine Virusart identifiziert, welche von Hunden auf Menschen übertragen werden kann. So sei es fähig, eine weltweite Pandemie auszulösen. Einmal auf Hund und Mensch übertragen, könne sich die Hundegrippe wie ein Lauffeuer auf der Welt ausbreiten (vor allem in dicht besiedelten Gegenden).

 

Können sich Menschen mit Hundegrippe anstecken?

Die untersuchten Haushunde stammten aus dem Süden Chinas. Sie wurden wegen Atemproblemen von ihren Besitzern zu Tierärzten gebracht. Forscher haben die Genome von 16 Influenzaviren, die diese Hunde beherbergten, untersucht und festgestellt, dass sie dem H1N1-Stamm der Schweinegrippe ähnelten.

Die Viren der Schweinegrippe mutierten vor neun Jahren und begannen, auch Menschen zu befallen. An der Schweinegrippe-Pandemie im Jahr 2009 starben anschließend rund 245.000 Menschen weltweit. Inzwischen wurde ein Impfstoff gegen die Schweinegrippe entwickelt.

 

Werden Hunde bald massenhaft ermordet?

Ob Menschen gegen die neu entdeckten Viren der Hundegrippe immun sind oder sich anstecken können, wollen die Wisenschaftler als nächstes feststellen. Ist dem der Fall, kann der Hund als Wirt eine hohe Gefahrenquelle für den Menschen darstellen - schließlich leben Hunde und Menschen rund um den Globus sehr nah beieinander, teilen sich oft sogar das Bett.

Um die Ausbreitung der Vogelgrippe (zuletzt 2013) zu vermeiden, wurden zehntausende Hühner ermordet. Um solch einen Massenmord an Hunden zu vermeiden, soll in Zukunft auch eine geeignete Impfung für Hunde und Menschen gegen die Hundegrippe entwickelt werden.

 

Hundegrippe-Symptome: Atemprobleme

Bis dahin heißt es: Nicht in Panik verfallen und auf die Gesundheit des Vierbeiners achten. Stellt man Atemprobleme beim Hund fest, sollte man unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Das letzte Mal, in denen ein Grippevirus zur Seuche wurde und Millionen Menschen weltweit tötete, schrieben wir das Jahr 1918. Damals fielen innerhalb von zwei Jahren knapp 50 Millionen der sogenannten Spanischen Grippe zum Opfer. Auch dieses Influenzavirus war ein Subtyp von H1N1.

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