Besser Atmen

Hyperventilation richtig stoppen: Symptome, Ursachen und erste Hilfe!

Wenn wir aufgeregt oder wütend sind, beschleunigt sich unsere Atmung. Was dann rasch helfen kann

Frau, die hyperventiliert und in eine Papiertüte atmet.
Foto: PeopleImages / iStock
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Vielleicht hast du es im Fernsehen schon einmal „miterlebt“: Eine Person fängt plötzlich an, hektisch zu schnaufen. Sofort eilt jemand mit einer Tüte herbei, in die der Betroffene aus- und einatmen soll.

Im Film ist die sogenannte Hyperventilation eine beliebte Methode, Menschen unter starkem psychischen Stress zu zeigen. Denn bei großer Angst oder Nervosität etwa kann es zu beschleunigter Atmung oder Hecheln kommen.

Erfahre bei uns, wie du Hyperventilation erkennst und sie sicher stoppen kannst.

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Hyperventilation: "Pfötchenstellung" & "Karpfenmaul"

Manche Betroffene haben auch mit Muskelkrämpfen zu tun. Diese zeigen sich oft zuerst am Mund („Karpfenmaul“) oder an der Hand („Pfötchenstellung“). Hinter diesen Symptomen steckt folgender Zusammenhang: Wenn wir hyperventilieren, wird die Luft nicht tief genug in unsere Lungen gesogen.

Betroffene haben dann verstärkt das Gefühl, zu wenig Sauerstoff zu bekommen. Dabei steht in Wahrheit mehr Sauerstoff zur Verfügung, als wir eigentlich benötigen.

Der Auslöser beim Hyperventilieren ist meistens zu viel Sauerstoff im Körper

Genauer gesagt: Durch das Hecheln wird zu viel Sauerstoff eingeatmet und zu viel Kohlendioxid wieder ausgeatmet. Der Überschuss an Sauerstoff im Körper löst schließlich eine Übererregung der Nerven im Atemzentrum aus. Das führt in diesem Fall zu weiterem Hecheln. Löst sich die Angst bei der betroffenen Person dann wieder, verschwinden nach kurzer Zeit auch die körperlichen Symptome.

Innere Anspannung gezielt wegatmen

Wer hyperventiliert, dem hilft tatsächlich die Methode aus dem Film: Eine Papiertüte komplett über Mund und Nase halten. Dann zehnmal in die Tüte ein- und ausatmen. Anschließend 15 Sekunden ohne Tüte atmen.

Diese Prozedur so lange wiederholen, bis sich die Atmung normalisiert. Generell wichtig: Außenstehende, die bei einer anderen Person eine Hyperventilation beobachten, sollten beruhigend auf diese einreden.

Meistens ist es hilfreich zu betonen, dass das beklemmende Gefühl schon bald wieder vorbei ist. Klappt das nicht, solltest du schnell den Notarzt (112) rufen.

Wer immer mal wieder unter Hyperventilation leidet, sollte ebenfalls einen Arzt zurate ziehen, um beispielsweise mit psychotherapeutischer Unterstützung den Ursachen der Beschwerden rasch entgegenzuwirken.

Im Video: 5 Anzeichen dafür, dass es deiner Psyche nicht gut geht

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Video: Glutamat

Artikelbild und Social Media: PeopleImages / iStock

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