SchicksalsschlagJörg Pilawa: Der Krebs raubte ihm das Wichtigste

TV-Moderator Jörg Pilawa berichtet über den schwersten Schicksalsschlag, der sein ganzes Leben zutiefst prägt.

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Inhalt
  1. Jörg Pilawa: Er war gerade einmal 16 Jahre alt
  2. Seine ganze Familie kämpfte mit seinem Vater
  3. Jörg Pilawa: „Ich erlebte ihn bis zum letzten Atemzug“
  4. „Er ist noch immer präsent“: Der Verlust prägte den Moderator tief

Es fällt ihm schwer, die richtigen Worte zu finden. Immer wieder muss er kleine Pausen machen, sich sammeln, durchatmen. Und trotzdem will Jörg Pilawa (55) offen über den schweren Schicksalsschlag reden, der seine Familie heimgesucht hat. „Man muss darüber sprechen, es betrifft ja fast jeden“, erzählt er. Es geht um den verdammten Krebs, der dem Moderator das Liebste genommen hat. Die Tragödie lässt ihn bis heute nicht los ...

 

Jörg Pilawa: Er war gerade einmal 16 Jahre alt

Gerade einmal 16 Jahre war Pilawa alt, als sein Vater Joachim († 52) die schreckliche Diagnose erhielt: Gehirntumor. „Das war eine ganz schwere Zeit und ein Schlüsselerlebnis für mich“, berichtet der Fernsehliebling. Plötzlich wurde sein bisher so heiles Familienleben auf den Kopf gestellt. „Mein Vater war sicher auch die wichtigste Person für mich.“ Ihn so krank zu sehen, sich gar ein Leben ohne ihn vorzustellen, es brach dem Teenager Jörg das Herz.

 

Seine ganze Familie kämpfte mit seinem Vater

Lange Zeit verbrachte Vater Joachim in der Klinik. Man versuchte, den Krebs zu besiegen. Doch es half alles nichts. Und so entschloss sich Jörg Pilawa mit seiner Mutter Ingrid (heute 81) und seiner Schwester Annette (heute 56), den schwer kranken Vater zu Hause zu pflegen. Mit Liebe und Stärke versuchte man, ihm die letzten Jahre lebenswert zu gestalten. „Es war damals ein Herzenswunsch der Familie, meinen Vater zu pflegen und bis zum Ende für ihn da zu sein. Das ist eine Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte“, erzählte der TV-Star einmal. „Ich erlebte ihn bis zum letzten Atemzug.“

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Jörg Pilawa: „Ich erlebte ihn bis zum letzten Atemzug“

Nach dem Tod des Vaters 1986 rückte die Familie Pilawa noch enger zusammen. „Es kam nicht infrage, meine Mutter allein zu lassen. Meine Schwester und ich, wir mussten dann von heute auf morgen selbstständig sein“, erinnert er sich. Während andere in seinem Alter von einer Party zur nächsten gingen, half Jörg, damals Medizinstudent, Mama Ingrid durch die Trauer. „Jörg steht mir bei, in guten wie in schlechten Zeiten“, ist Ingrid Pilawa noch heute dankbar.

 

„Er ist noch immer präsent“: Der Verlust prägte den Moderator tief

Der traurige Verlust, er prägte den TV-Moderator tief. Auch wenn sein Vater nicht mehr bei ihm ist, fühlt Jörg Pilawa noch immer seine Anwesenheit. „Ich führe den Dialog mit ihm, wenn eine Entscheidung ansteht. Sein Urteil ist mir schon sehr wichtig. Er ist noch immer präsent“, verrät er.

Außerdem hat der frühe Tod seines Vaters auch seine Sicht auf das Leben verändert. „Wenn man erlebt, wie schnell ein geliebter Mensch aus dem Leben gerissen werden kann, geht man schon etwas bewusster mit dem Leben um“, erklärt er. Die Zeit mit seiner Familie, Mama Ingrid, Ehefrau Irina (49) und den vier Kindern ist ihm deshalb das Kostbarste.

 

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