250 Mitarbeiter bangen

Pleite! Deutsche Traditionsmarke Kahla Porzellan ist insolvent

Die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH hat Insolvenz angemeldet – zum zweiten Mal nach 1994. Wie geht es für die deutsche Traditionsmarke nun weiter? Die Geschäftsführer blicken der Zukunft positiv entgegen. Warum?

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Die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH hat nach technischen Problemen mit neu gekauften Fertigungsmaschinen einen Großauftrag verloren und ist deswegen in eine finanzielle Schieflage geraten. 
Kann ein Insolvenzverfahren das Traditionsunternehmen retten? 

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Insolvenzantrag in Gera gestellt

Foto: imago images / Hoffmann

Der finanzielle Engpass, dem die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH momentan entgegensieht, ist laut Informationen des MDR und der "Osthüringer Zeitung" aus einer Doppelbelastung entstanden. 
So habe das Unternehmen 2017 und 2018 einen Millionenbetrag in neue Maschinen investiert, um einen Großauftrag bedienen zu können. Als es dann zu technischen Problemen mit diesen Maschinen kam, habe der Kunde das Großprojekt gekündigt. So musste Kahla Thüringen Porzellan auf Einnahmen verzichten und gleichzeitig die neuen Geräten bezahlen. 

Die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH stellte nun einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Gera.  

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Kahla Porzellan blickt positiv in die Zukunft

Dass eine Insolvenz nicht zwangsläufig eine Schließung des Unternehmens bedeutet, weiß man auch bei Kahla Porzellan. Ganz im Gegenteil geht man die Zukunft positiv an in dem Traditionshaus. 
Der geschäftsführende Gesellschafter Holger Raithel sprach von "gut gefüllten Auftragsbüchern" und davon, keinen der 250 Mitarbeiter zu entlassen. 
Auf Basis der vorhandenen Aufträge solle das Unternehmen in Eigenverwaltung saniert werden. 

Die Firma kennt stürmische Zeiten: 1994 war Kahla Porzellan schon einmal insolvent. Damals konnte der Geschäftsmann Günther Raithel mit der Neugründung von Kahla/Thüringen Porzellan GmbH die Weichen für die Zukunft stellen. Vor wenigen Wochen wurde der 79-Jährige mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet: 

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