Kanaren im Ausnahmezustand: Regenmassen bis 300 Liter pro Quadratmeter
Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr auf den Kanaren. Am Wochenende droht Extremwetter!
Auf den Kanarischen Inseln steht eine ungewöhnlich nasse Wetterphase an. Bis Mitte der kommenden Woche soll es regional extrem stark regnen – teils mehr als 300 Liter pro Quadratmeter. Da das für die Region außergewöhnlich hohe Werte sind, hat die spanische Wetterbehörde Aemet bereits entsprechende Wetterwarnungen herausgegeben. Besonders betroffen sind La Palma und La Gomera, hier drohen extreme Regenmengen mit lokaler Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr. Auch etwas weiter nördlich auf Madeira kann es sehr nass werden.
Schon seit Monaten: Ungewöhnlich nass auf den Kanaren
Seit Monaten ist das Wetter auf den Kanaren ungewöhnlich wechselhaft und nass. Sogar auf der normalerweise sehr trockenen Insel Fuerteventura ist die Landschaft ungewöhnlich grün, ein klares Anzeichen dafür, dass in den vergangenen Wochen deutlich mehr Regen gefallen ist.
Und es kommt noch mehr Niederschlag: „Die aktuellen Modellrechnungen zeigen zwei klare Schwerpunkte für die kommenden Tage“, erklärt Meteorologe Gernot Schütz von wetter.com. „Besonders betroffen sind La Palma auf den westlichen Kanaren und die zu Portugal gehörende Insel Madeira, etwas weiter nördlich im Atlantik. Bis zum Mittwochabend, 25. März 2026, können dort in der Summe über 250 bis teilweise mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.“ Auch La Gomera und Gran Canaria sind von den kräftigen Regenfällen betroffen.
Zwar verteilen sich die hohen Niederschlagsmengen über mehrere Tage, trotzdem gibt es einzelne Zeiträume, in denen es zu sehr intensiven Regenfällen kommt. Zwischen Freitag- und Samstagabend konzentriert sich der Starkregen auf Madeira, La Palma und Gran Canaria. Sonntag spitzt sich die Wetterlage zu. Auf La Palma können dann über 150 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden fallen. Auf La Gomera können es über 80 Liter pro Quadratmeter werden. Zwischen Sonntag- und Montagabend entspannt sich die Wetterlage auf den Kanaren langsam. Madeira bleibt jedoch im Fokus starker Niederschläge.
Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen droht
Aufgrund der teils extremen Regenmassen können auf einigen Inseln lokale Unwetterfolgen auftreten, wie zum Beispiel:
Überschwemmungen
stark anschwellende Flüsse
Erdrutsche
In steilen Regionen kann es zu Geröll- und Schlammabgängen kommen.
Besonders in den Bergregionen der Inseln kann das schnell gefährlich werden.
Trotz der möglichen Unwetterfolgen bringt die heftige Regenperiode auch wichtige Vorteile für die Inseln: „Wasser ist auf den Kanaren ein wertvolles Gut, und kräftige Niederschläge tragen erheblich zur Grundwasserneubildung bei“, betont Wetterexperte Gernot Schütz. „Die aktuellen Regenfälle helfen dabei, Wasserspeicher zu füllen, Böden zu regenerieren und die Vegetation zu stärken.“







