Künstliches FleischLaborfleisch - von wegen Fleisch ohne tierische Zusatzstoffe!

Laborfleisch wird als die tolle Alternative zu herkömmlichen Fleisch dargestellt, aber so sauber wie die Forschung behauptet, ist es gar nicht. Auch für das In-vitro-Fleisch müssen Tiere auf grausame Weise sterben.

Inhalt
  1. Wie funktioniert die Fleischzucht im Labor?
  2. Wie bekommt das Laborfleisch Geschmack?
  3. Was ist der Haken am In-vitro-Fleisch?
  4. Welche Alternativen gibt es zum herkömmlichen Laborfleisch?

 

Wie funktioniert die Fleischzucht im Labor?

Das Herstellen von Laborfleisch hört sich eigentlich so gut an: Mit einem kleinen Pieks in das Muskelgewebe einer Kuh können angeblich 20.000 Tonnen Laborfleisch hergestellt werden, wie der WDR berichtet.

Mit der Spritze, die dem Tier nur einen kleinen Stich versetzt, werden Stammzellen aus dem Gewebe entnommen. Anschließend werden die Zellen auf einen Nährboden gegeben, wo sie zu Muskelfasern heranwachsen. Das Ergebnis soll einem richtigen Stück Fleisch gleichen.

 

Wie bekommt das Laborfleisch Geschmack?

Damit das künstliche Fleisch auch schmeckt, haben die Forscher auch Fettzellen gezüchtet, denn Fett ist ein Geschmacksträger, der den Geschmack von Speisen intensiviert. Die Fleischforscher geben dann noch Salz, Semmelbrösel und Bindemittel hinzu - und fertig ist das In-vitro-Steak. Klingt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch eigentlich okay, wenn die Vorteile überwiegen.

 

Was ist der Haken am In-vitro-Fleisch?

Leider gibt es einen Punkt, der aus ethischen Gründen absolut gegen das Heranzüchten von Laborfleisch spricht: Der Nährboden, auf dem die Stammzellen heranwachsen, enthält als eine der Hauptzutaten höchst umstrittenes Kälberserum. Das Serum wird aus dem Blut von Kälberföten gewonnen und enthält eine Vielzahl an Proteinen, die das Wachstum fördern. Das Grausame ist, dass für die Herstellung des Serums der Kälberfötus aus der Gebärmutter der Kuh entfernt wird und ihm bei vollen Bewusstsein Blut aus dem Herzen entnommen wird - dabei stirbt das noch nicht einmal geborene Kalb.

Das Laborfleisch ist also definitiv nicht ethisch vertretbarer in der Herstellung als das Schlachten von Tieren, sondern auf gewisse Weise sogar noch bestialischer.

 

Welche Alternativen gibt es zum herkömmlichen Laborfleisch?

Zum Glück gibt es aber schon Firmen, die sich der Herstellung von künstlichem Fleisch ohne tierische Zusatzstoffe  widmen, beispielsweise die US-amerikanische Firma Impossible Foods. Gründer und Biochemiker Patrick O.Brown hat mit seinem Team einen künstlichen Burger kreiert, der den Geschmack von Fleisch imitieren soll. Dafür muss der vegane Burger nach Blut schmecken, was Brown mit dem Gewinnen von Hämoglobin aus Sojapflanzen gelingt. Das Gen der Sojapflanze pflanzt der Wissenschaftler in Hefezellen ein, denn das ist profitabler, als etliche Sojafelder anzubauen. Kartoffeln und Weizen sind weitere Zutaten. Kokosöl und Sojabohnen dienen als Geschmacksträger. Zudem wird der Burger auch mit Gewürzen abgeschmeckt - genau wie ein Burger mit richtigem Fleisch.

Natürlich ist es generell gewöhnungsbedürftig, künstlich hergestelltes Fleisch zu essen. Der vegane Labor-Burger klingt jedoch wie eine wirkliche Alternative zu herkömmlichem Fleisch und könnte eine Möglichkeit sein, Umweltverschmutzung und Tierquälerei entgegen zu wirken.

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