Romantik vs WissenschaftLiebe auf den ersten Blick: Gibt es sie wirklich?

Manche träumen von ihr, andere meinen sie erlebt zu haben: Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich? Das sagt die Wissenschaft zu dem Phänomen…

Ein Blick reicht und das Herz fängt wie verrückt an zu klopfen. Huch, was ist denn das? Manchmal scheint der Körper vor einem selbst zu wissen, dass uns ein Mensch gefällt. Erst mit dem Pochen und Kribbeln wird einem bewusst, dass da gerade etwas passiert ist. Ob dieses etwas Liebe ist – da scheiden sich die Geister. Fest steht: Fast jeder hat sie schon einmal erlebt, die Spannung zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich gar nicht kennen.

Woher kommen diese Gefühle? Mit der vermeintlichen Liebe auf den ersten Blick beschäftigen sich nicht nur unzählige Liebesgeschichten, sondern auch Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Sie haben untersucht, was passiert, wenn zwei Menschen das erste Mal aufeinandertreffen – und ob dabei tatsächlich bereits Liebe entstehen kann.

 

Das sagt die Wissenschaft zur Liebe auf den ersten Blick

Forscher aus Groningen haben sich dem Phänomen unter anderem über Speed-Dating angenähert. Dabei wurden die Gefühle der Personen analysiert, die das erste Mal aufeinandertrafen. Das Ergebnis ist unromantisch: Liebe auf den ersten Blick gäbe es nach dieser Untersuchung nicht, wohl aber eine physische, sexuelle Anziehung. Diese sei allerdings keinesfalls immer beidseitig.

Auch in Pennsylvania versuchte man mithilfe von Speed-Dating die Liebe auf den ersten Blick zu entschlüsseln. Über 10.000 Menschen nahmen an der Studie teil. Untersucht wurde dabei vor allem, wann und wie wir beginnen, uns für eine Person zu interessieren. Heraus kam, dass tatsächlich der erste Moment bedeutsam ist: Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheiden wir uns für oder gegen jemanden. In dieser Zeit kann man gar nicht rational handeln – was wiederum für die Liebe auf den ersten Blick sprechen würde.

So richtig einig wird sich die Wissenschaft also auch nicht, immer wieder tauchen Studien auf, die für oder gegen die plötzlichen Gefühle sprechen. Manche Forscher sind übrigens auch der Meinung, dass auch die Liebe selbst nichts als ein Mix aus Hormonen und Duftstoffen sei, die eben bei manchen Menschen gut zusammenpassen.

 

Der Glaube an die Liebe auf den ersten Blick besteht

Übrigens glauben Statistiken zufolge 76 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen an die erste Liebe auf den ersten Blick. Und das ist doch das, was eigentlich zählt: Gegen oder für jede Studie stehen unzählige, nicht wissenschaftliche Erfahrungen von Menschen, die meinen sie erlebt zu haben: Die Liebe auf den ersten Blick. Ob diese nun reine sexuelle Anziehungskraft oder wahre Gefühle sind, ist eins der Rätsel, das doch eigentlich lieber ungelöst bleiben sollte. Es ist wie mit gutem Fast Food: Will man wirklich wissen, was drin steckt, wenn man gerade genüsslich in einen Burger beißt? Nein. So sollte man das Kribbeln auf den ersten Blick auch einfach genießen, statt zu hinterfragen.

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(ww4)

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