Schauspielerin und Ärztin

Marianne Koch: Das Drama ihrer Kindheit

Als Kind ahnte Marianne Koch, dass ihrer Mutter ein Geheimnis zu schaffen machte - was sie mit 11 Jahren erfuhr, änderte alles...

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Marianne Koch: "Meine Mutter war eine sehr mutige Frau!"

Als Kind ahnte Marianne Koch, dass ihrer Mutter ein Geheimnis zu schaffen machte - was sie mit 11 Jahren erfuhr, änderte alles...
Foto: IMAGO / teutopress

Meine Mutter war eine sehr mutige Frau!“ Wenn Dr. Marianne Koch von ihr spricht, strahlt sie. Doch bereits als Kind ahnte sie, dass Mathilde ein Geheimnis zu schaffen machte. „Als ich so ungefähr elf war, hat sie es mir erzählt.“ Bis dahin dachte die Schauspielerin und Ärztin, dass Kaufmann Rudolf Koch ihr Vater sei – schließlich trug sie ja seinen Namen. Nun erfuhr sie die tragische Liebesgeschichte der Mama: 1930 hatten sie und der Arzt Prof. Rudolf Schindler sich ineinander verliebt. Doch hielten sie das geheim, sogar als Mathilde zwei Kinder, Marianne und Rudolf, von ihm bekam. Denn Schindler war verheiratet. Das Schicksal machte es den Liebenden noch schwerer: Der Mediziner war Jude. „Er wurde denunziert, kam 1934 ins KZ Dachau.“ Nur dank der Hilfe einflussreicher Freunde kam er frei und floh mit seiner Frau in die USA. Mathilde blieb mit den unehelichen Kindern zurück. „Mutter war glücklich, dass er unverletzt entkommen konnte. Sie hatte aber auch Angst, dass man sie denunzieren könne, weil sie ja pro jüdisch war. Uns Kinder warnte sie: Ihr dürft in der Öffentlichkeit nicht reden!“

Marianne Koch: "Mutter und er hatten noch drei schöne Jahre miteinander."

1956 drehte Marianne in Hollywood – und nutzte die Gelegenheit für einen Besuch: „Zum ersten Mal stand ich meinem Vater gegenüber.“ Besser lernte sie ihn aber erst 1965 kennen. Schindlers Frau war verstorben, er telegrafierte sofort an die ehemalige Geliebte, die er nie vergessen hatte: „Mathilde, komm!“ Sie heirateten noch 1965. „Es hat sich am Ende alles gefügt. Mutter und er hatten noch drei schöne Jahre miteinander.“

Autor: Redaktion Retro

Artikelbild & Social Media: IMAGO / teutopress