Warum klumpt Gelatine?

Gelatine auflösen: Nie mehr Klümpchen!

Die Gelatine für das Dessert ist klumpig und löst sich nicht auf? Damit dein Nachtisch doch noch gelingt, erklären wir dir, wie du Gelatine richtig verarbeitest.

Gelatine auflösen: Nie mehr Klümpchen!
Gelatine richtig verarbeiten: So entstehen nie wieder Klümpchen! Foto: instamatics/iStock

Cremige Kuchen oder feine Desserts: Gelatine ist fester Bestandteil vieler Zutatenlisten. Du liebst Panna Cotta, Bayrisch Creme und Creme-Desserts jeglicher Art? Gelatine zu verarbeiten ist gar nicht so schwer! Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Gelatine richtig benutzt.

Gelatine klumpt: Das solltest du beachten

  • Auf einen halben Liter Flüssigkeit kommt ein Päckchen Blatt Gelatine (sechs Blätter), wahlweise ein Päckchen gemahlene Gelatine.

  • Wird Gelatine mit frischen Ananas, Kiwis, Feigen oder Papayas verwendet, verliert sie an Gelierkraft. Werden die Früchte zuvor erhitzt, können sie problemlos bearbeitet werden.

  • Die Gelatine muss nach dem Einweichen zügig weiter verarbeitet werden. Wartet man zu lange, gehen ihre gelierenden Eigenschaften verloren.

  • Gelatine darf niemals gekocht werden! Sie verträgt ausschließlich kalte und lauwarme Temperaturen.

  • Wird die lauwarme und flüssige Gelatine sofort zu der kalten Creme gegeben, riskiert man Klümpchen. Immer zuerst die Temperaturen angleichen.

Du ernährst dich vegetarisch oder vegan? Kein Problem! Es gibt diese pflanzlichen Alternativen zur Gelatine:

Gelatine auflösen ohne Klümpchen: So geht's

  1. Die Blatt-Gelatine in kaltes Wasser legen und für fünf bis 10 Minuten einweichen lassen. Wichtig: Die Blätter immer einzeln quellen lassen. Andernfalls passiert es schnell, dass die Blätter zusammenkleben oder nicht richtig aufgequollen sind.

  2. Die gequollenen Blätter mit den Händen leicht ausdrücken.

  3. Bereitest du eine kalte Creme zu, müssen die eingeweichten und ausgedrückten Gelatineblätter unter Rühren und bei schwacher Hitze aufgelöst werden. Vorsicht! Ist die Temperatur zu hoch, verliert die Blattgelatine an Gelierkraft. Brauchst du die Gelatine für eine heiße Flüssigkeit, kann die eingeweichte und ausgedrückte Creme direkt unter die Flüssigkeit gerührt werden.

  4. So vermeidest du Klümpchen in der Gelatine: Gib 1-2 EL der kalten Creme in die lauwarme und flüssige Gelatine und verrühre beides miteinander.

  5. Wenn du die Temperatur der beiden Flüssigkeiten angeglichen hast, kannst du die Gelatine-Masse unter Rühren zur restlichen Creme geben.

  6. Stelle die Creme so lange kalt, bis die Masse mit dem Gelieren beginnt. Jetzt kannst du laut Rezept fortfahren. Bis die Gelatine vollständig ausgehärtet ist, kann es vier bis sechs Stunden, manchmal auch länger dauern. Den Kuchen oder das Dessert vorsichtshalber immer über Nacht kühl stellen.

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Artikelbild und Social Media: instamatics/iStock