Schlimme PrognoseNoch schlimmer als El Niño? Die nächste Naturkatastrophe wartet schon auf uns

Schlägt "El Niño" in diesem Jahr zu? Experten zufolge könnte das Phänomen nach 2015 jetzt erneut auftreten.

Inhalt
  1. "El Niño": Wetterphänomen könnte 2020 zurückkehren
  2. So entsteht ein "El Niño"
  3. Diese Auswirkungen hat das Phänomen auf das Klima

Zum Jahreswechsel 2015/2016 sagte ein deutsch-israelisches Forscherteam das Klimaphänomen "El Niño" voraus und tatsächlich wurde 2016 eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In diesem Jahr könnte "El Niño" wieder zurückkehren – mit extremen Auswirkungen.

 

"El Niño": Wetterphänomen könnte 2020 zurückkehren

Hinter "El Niño" verbirgt sich ein Klimaphänomen, welches für extreme Wetterereignisse sorgt, die mit Dürre, Unwetter und Überflutungen einhergehen. Alle zwei bis sieben Jahre taucht dieses Klimaphänomen zum Jahreswechsel auf und sorgt überall auf der Welt für außergewöhnliche Wetterverhältnisse.

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Nach fünf Jahren könnte "El Niño" nun erneut auftauchen, glauben internationale Forscher. "Die Wahrscheinlichkeit, dass El Niño 2020 kommt, liegt bei etwa 80 Prozent. Aber das ist ziemlich signifikant", verrät Hans Joachim Schellnhuber von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

 

So entsteht ein "El Niño"

Der Wissenschaftler entwickelte zusammen mit Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Bar-Ilan Universität im israelischen Ramat Gan bei Tel Aviv einen Algorithmus, der ziemlich genau voraussagen kann, mit welcher Wahrscheinlichkeit zum Jahreswechsel erneut ein "El Niño" auftritt oder nicht.

Andere Modelle sehen bisher allerdings noch keine Rückkehr des Klimaphänomens für 2020, die Forscher sind sich allerdings sicher, dass es in diesem Jahr soweit sein wird. Doch wie kommt es zu einem "El Niño"? Grund dafür ist ein Temperaturanstieg im Wasser, der die normalen Wind- und Wasserströmungen durcheinanderbringt.

 

Diese Auswirkungen hat das Phänomen auf das Klima

Dadurch kommt es in Südamerika zu sintflutartigem Regen und Gebiete westlich des äquatorialen Pazifiks, die sonst sehr niederschlagsreich sind, haben deutlich weniger Regen und deshalb mit extremer Dürre zu kämpfen. Auch in Südostasien und Australien ist das der Fall.

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Meistens passiert dies zur Weihnachtszeit, wenn in Südamerika die Sommerzeit beginnt. Deshalb wird das Wetterphänomen als "El Niño", also das Kind bzw. Christkind, bezeichnet. Auch in Deutschland hat es Auswirkungen auf das Klima, wenn auch deutlich weniger extrem als in anderen Teilen der Welt. Hierzulande sorgt "El Niño" für einen sehr warmen Winter. Zu einem richtigen Temperatursturz kommt es dann frühestens im Januar.

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