Knochenschwund

Osteoporose: So kann die Homöopathie helfen

Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse ab. Doch bei Osteoporose schwinden Knochen schneller als normal. Sie werden porös; es kommt vermehrt zu Knochenbrüchen und Verwachsungen. So kann die Homöopathie dagegen helfen. 

Osteoporose: So kann die Homöopathie helfen
Knochenschwund wird meist erst viel zu spät erkannt. Foto: Moyo Studio/iStock

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, die vor allem Frauen betrifft. Von den sieben Millionen Betroffenen in Deutschland sind 80 Prozent Frauen. Denn das weibliche Geschlechtshormon Östrogen spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt des Skeletts. Wenn mit den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt, nimmt die Knochenmasse rapide ab. Weitere Risikofaktoren für Osteoporose sind unter anderem Bewegungsmangel, Alkohol, Rauchen, Kalzium- und Vitamin-D-Mangel sowie ein niedriges Körpergewicht. 

Osteoporose: Den Knochenschwund verlangsamen

Rückgängig machen lässt sich Osteoporose bislang nicht. Neben dem Einsatz von Medikamenten wie Bisphosphonaten sind eine kalziumreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung das A und O, um den Knochenabbau zu verlangsamen und den Knochenstoffwechsel anzuregen. Besonders wirkungsvoll sind ein dosiertes und gezieltes Krafttraining und kraftbetonte Gymnastik – am besten in einer speziellen Osteoporose-Sportgruppe unter Aufsicht eines Sporttherapeuten oder Physiotherapeuten.

Homöopathie: So hilft sie bei Osteoporose

Auch homöopathische Präparate können bei einer Osteoporose helfen. Sie unterstützen die Regulation des Kalziumstoffwechsels und sorgen so für festere Knochen. Nach einer Bandscheiben- oder Knochenoperation eignen sie sich sehr gut zur Nachsorge. Folgende homöopathische Mittel haben sich in der Praxis bewährt, um einen Knochenschwund unterstützend zu behandeln:

Calcium fluoratum D12: Das Präparat wird eingesetzt bei Bindegewebsschwäche und Schmerzen im Rücken, die ein längeres Stehen verhindern. Weitere Anzeichen sind eine Neigung zu Krampfadern, dünnes Haar und brüchige Nägel. Bei Kälte werden die Beschwerden schlimmer, bei Wärme besser.

Calcium phosphoricum D12: Homöopath:innen empfehlen dieses Mittel, wenn durch die Osteoporose schon Knochenbrüche aufgetreten sind. Knochen und Gelenken schmerzen stark. Auch hier bessern sich die Beschwerden bei Wärme und verschlimmern sich bei Kälte. Das Präparat ist auch zur Vorbeugung geeignet, da es den Kalziumstoffwechsel anregt.   

Hekla lava D12: Das Präparat wird bei Schmerzen in der Wirbelsäule, besonders im Steißbein empfohlen. In Armen und Beinen treten vor allem unter körperlicher Belastung Knochenschmerzen auf. Schlimmer wird es daher beim Heben und Tragen, besser im Liegen.

Silicea D12: Häufige Rückenschmerzen, vor allem im Hals- und Lendenwirbelbereich. Weitere Hinweise sind eine Neigung zu Erkältungen, brüchige Nägel, beginnende Cellulite und alte Narben, die bei Wetterwechsel schmerzen. Schlimmer wird es bei Kälte und nasskaltem Wetter, besser bei Wärme.

Strontium carbonicum D12: Wenn schon längere Zeit zeihende Schmerzen in Knochen und Gelenken bestehen, raten Heilpraktiker:innen zu diesem Mittel. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Anstrengung und verbessern sich bei Wärme.

Homöopathische Präparate richtig dosieren

Bei chronischen Erkrankungen wie der Osteoporose nimmst du zweimal täglich je fünf Globuli beziehungsweise eine Tablette. Alle drei Wochen machst du eine Therapiepause. Das Ganze wiederholst du dreimal nacheinander. Wenn die Beschwerden sich gebessert haben, kannst du mit der Behandlung erst einmal aussetzen. Wenn keine Besserung eintritt, wiederhole nochmals den gleichen Zyklus.

Gut wissen

Die Homöopathie kann die schulmedizinische Osteoporose-Behandlung mit Medikamenten sinnvoll unterstützen, aber nicht ersetzen. Lass deine Knochendichte regelmäßig von deinem Arzt/deiner Ärztin kontrollieren und nimm ärztlich verordnete Präparate weiterhin ein.

Redaktion: Medical Health

Quellen:

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.: www.osteoporose-deutschland.de

Apotheken.de: https://www.apotheken.de/krankheiten/4552-osteoporose

Patientenorganisation „Natur und Medizin e.V.“, der Fördergemeinschaft der Karl und Veronica Carstens-Stiftung: Text: Naturheilkunde bei Osteoporose: https://www.netzwerk-osteoporose.de/wp-content/uploads/2007/01/Aktuelles_2012_April_Naturheilkunde_bei_Osteoporose.pdf  

Dr. Med. Markus Wiesenhauer, Dr. med. Suzann Kirschner-Brons: Das große Homöopathie-Handbuch, GU, 2007

Sven Sommer, Der große GU-Kompass: Homöopathie, 2010