Ostsee-Warnung: Gefährliche Bakterien können zur Todesfalle werden - hier bitte aufpassen!
Bei steigenden Temperaturen werden in der Ostsee wieder die Vibrionen aktiv. Was das für Badegäste bedeutet.
Nach den Badesee-Würmern kommen jetzt Vibrionen, denn mit steigenden Temperaturen in der Ostsee steigt auch die Aktivität der Bakterien. Die Stadt Kiel schlägt Alarm und warnt Badegäste vor den natürlich vorkommenden Bakterien, die bei warmem Wasser vermehrt auftreten. Worauf Badegäste jetzt unbedingt achten sollten.
Wie gefährlich sind die Vibrionen in der Ostsee?
Für gesunde Menschen sind Vibrionen meist harmlos. Wer allerdings eine offene, frische oder größere Wunde hat, sollte besser vorsichtig sein. Denn so können die Bakterien leichter in den Körper gelangen und zu einer schweren Infektion führen. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Todesfälle im Zusammenhang mit Vibrionen-Infektionen gegeben.
Mit dem Beginn der Schulferien meldet sich deshalb die Landeshauptstadt Kiel mit einem dringenden Appell an alle Badegäste:
Wer offene Wunden hat, sollte aktuell lieber auf das Baden oder Waten in der Ostsee verzichten.
Kleinere Verletzungen unbedingt wasserdicht abkleben, bevor es ins Wasser geht.
Also: Sommer, Sonne, Strand genießen - aber bitte mit Vorsicht!
Was sind Vibrionen?
Vibrionen sind kommaförmige, bewegliche Bakterien, die vor allem in Salz- und Brackwasser leben – und sich bei Temperaturen über 20 Grad rasant vermehren. Besonders im Sommer, wenn sich Küstengewässer wie die Ostsee aufheizen, steigt ihre Zahl deutlich an.
Einige Arten sind harmlos, andere können krankmachen:
Vibrio cholerae verursacht Cholera mit starkem Durchfall – meist durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel.
Vibrio vulnificus kann gefährliche Wundinfektionen und sogar Blutvergiftungen auslösen.
Vibrio parahaemolyticus steckt häufig in rohen Meeresfrüchten wie Austern und führt zu Magen-Darm-Beschwerden.
Die gute Nachricht: Für gesunde Menschen ist das Risiko meist gering. Wer jedoch offene Wunden, eine Lebererkrankung oder ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte warmes Ostseewasser lieber meiden.
Was tun, wenn doch Ostseewasser in eine Wunde kommt?
Ruhe bewahren, aber schnell handeln: Kommt eine Verletzung doch mit warmem Ostseewasser in Kontakt, sollte sie sofort mit sauberem Leitungswasser ausgespült werden. Die Wunde sollte dann im Auge behalten werden. Schwillt sie schnell an, wird rot oder fängt an zu pochen, ist Vorsicht geboten. Kommen Fieber und Schüttelfrost hinzu, solltet ihr sofort einen Arzt aufsuchen. Wichtig: Unbedingt erwähnen, dass die Wunde mit Ostseewasser in Berührung gekommen ist. Diese Information kann für die richtige Behandlung entscheidend sein.







