Perseiden 2026: HIER kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen
In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Hier kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen.
Die Perseiden, auch Laurentiustränen genannt, gehören zu den wohl bekanntesten Sternschnuppenschauern. Jahr für Jahr verzaubern sie uns mit ihren leuchtenden Sternschnuppen und sorgen für echte Gänsehautmomente in lauen Sommernächten. Dieses Jahr sind nahezu perfekte Bedingungen, denn am 12. August ist Neumond.
Einmal die Milchstraße mit bloßem Auge bestaunen, Sternbilder entdecken oder sich einfach eine ganze Nacht lang vom Funkeln des Himmels verzaubern lassen – davon träumen viele. Kein Wunder also, dass sogenannter Astro-Tourismus immer beliebter wird! Doch wer in Deutschland einen wirklich klaren Sternenhimmel erleben möchte, sollte den hell erleuchteten Städten den Rücken kehren. Straßenlaternen, angestrahlte Fassaden und grelle Leuchtreklamen überstrahlen in urbanen Regionen nämlich unzählige Sterne – und rauben uns damit ein echtes Naturwunder. Hier herrschen ideale Bedingungen zum Sternschnuppengucken.
HIER kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen
Zum optimalen Sternegucken braucht es keine lange Reise, viele der dunkelsten Regionen Deutschlands sind in wenigen Stunden mit dem Auto zu erreichen.
Das sind die bekanntesten Sternenregionen Deutschlands
Westhavelland in Brandenburg
Nur knapp 70 Kilometer westlich von Berlin wartet ein echtes Sternenparadies: der Sternenpark Westhavelland. Seit 2014 offiziell anerkannt, begeistert vor allem die Umgebung der kleinen Gemeinde Gülpe mit extrem geringer Lichtverschmutzung. Das Besondere? Das Westhavelland war das erste von Dark Sky International ausgezeichnete Lichtschutzgebiet Deutschlands – und ist bis heute ein absoluter Geheimtipp für alle, die die Milchstraße in ihrer vollen Pracht sehen möchten.
Biosphärenreservat Rhön
Natur pur trifft auf funkelnden Sternenhimmel: Das Biosphärenreservat Rhön erstreckt sich über Bayern, Hessen und Thüringen und trägt ebenfalls seit 2014 den Titel „International Dark Sky Reserve“. In klaren, mondlosen Nächten eröffnet sich hier ein atemberaubender Blick auf mehrere tausend Sterne – inklusive Milchstraße.
Winklmoos-Alm in Bayern
Auf rund 1.200 Metern Höhe in den Chiemgauer Alpen liegt die Winklmoos-Alm – ein zertifizierter International Dark Sky Park. Dank der erhöhten Lage und dem freien Horizont sind die Bedingungen für Himmelsbeobachtungen hier einfach ideal. Ein Spot, der Naturerlebnis und Sternenzauber perfekt verbindet.
Bayrischer Wald
Ein echtes Highlight unter den jüngeren Sternenregionen: 2025 wurden Naturpark und Nationalpark Bayerischer Wald gemeinsam als International Dark Sky Reserve anerkannt. Das rund 940 Quadratkilometer große Lichtschutzgebiet zählt damit zu den größten seiner Art in Deutschland – und verspricht besonders intensive Sternstunden fernab von Großstadtlichtern.
Weitere Sternenregionen sind die Insel Pellworm, die die Kyritz-Ruppiner Heide oder der Natur- und Sternenpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Perfekt für alle, die sich vom Sternschnuppenschauer verzaubern lassen wollen.
Perseiden 2026: Mit diesen 5 Tipps siehst du besonders viele Sternschnuppen
Wer es nicht zu einem der Sternguckerspots schafft, der sollte einfach diese 5 Tipps beachten:
Wetterbericht checken: Nicht nur Bewölkung beeinträchtigt die Sicht, auch Schleierwolken, Nebel oder hohe Luftfeuchtigkeit. Perfekte Sicht bietet ein klarer, trockener Himmel.
Raus aus der Stadt: Je mehr Licht, desto schlechter der Blick auf Sternschnuppen. Also, raus aufs Land in möglichst dünn besiedelte Regionen.
Freier Blick: Bäume, Gebäude und Berge schränken die Sicht ein. Offene Wiesen, Anhöhen oder besondere Sternbeobachtungsplätze sind besonders gut geeignet.
Den Augen Zeit geben: Das menschliche Auge braucht in der Regel 20 bis 30 Minuten, um sich vollständig an die Dunkelheit zu gewöhnen. In dieser Zeit sollten helle Lichtquellen vermieden werden. Weißes Licht, zum Beispiel vom Smartphone, stört die Dunkeladaption der Augen extrem. Für die Orientierung eignen sich Taschenlampen mit Rotlichtfunktion.
Fernglas statt Teleskop: Ein teures Teleskop ist zum Sternschnuppengucken nicht nötig. Die Perseiden lassen sich mit dem bloßen Auge oder einfachen Fernglas erkennen.
Achtung: In Sternenregionen und Lichtschutzgebieten gelten besondere Regeln. Sternengucker sollten ausgewiesene Wege und Beobachtungsposten nutzen, Lärm vermeiden und keine weiteren Lichtquellen aufstellen.







