BetrugPolizei warnt vor falschen Handwerkern: Wie du dich und deine Familie schützt

Immer wieder geben sich Betrüger als Handwerker aus, um sich Zutritt zu einer Wohnung zu verschaffen und Wertsachen zu klauen. Wir sagen dir, wie du dich vor den schwarzen Schafen schützen kannst. 

Sie haben es vor allem auf ältere Leute abgesehen: Angebliche Handwerker, die an der Haustür klingeln und vorgeben, Rohrleitungen oder ähnliches überprüfen zu müssen. Sobald sie in der Wohnung und alleine sind, stehlen sie Wertsachen - und verschwinden wieder. 

 

Zwei Betrugsfälle in Augsburg

Die Polizei gab laut der Augsburger Allgemeinen am Mittwoch bekannt, dass Trickbetrüger genau diese Masche bei einer Seniorin angewendet haben. Die 85-Jährige hatte einen 45-jährigen Mann in das Mehrfamilienhaus in Augsburg gelassen. Als er wieder ging, stellte die Frau fest, dass ihr Bargeld im vierstelligen Bereich sowie Schmuck gestohlen worden waren.

Vier Tage später berichten die Beamten aus Bayern von einem 19-Jährigen, der beim Verlassen seines Hauses von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Dieser gab an, das Wasser im Haus sei schlecht, er müsse es überprüfen. Der junge Mann gab an, keine Zeit zu haben - und informierte die Polizei. Der falsche Handwerker soll 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß sein. Er trug einen Werkzeugkoffer bei sich.

 

Falsche Handwerker & Co.: So kannst du dich schützen

Die Polizei warnt jetzt erneut vor Trickbetrügern, die sich als Handwerker tarnen. Damit du dich und deine Familie schützt, solltest du folgendes tun:

  • Lasse niemals fremde Personen ins Haus oder in die Wohnung
  • Lasse dir immer einen Ausweis zeigen und rufe ggf. bei der angegebenen Firma an.
  • Wenn du keinen Termin vereinbart hast und den "Handwerker" nicht kennst, solltest du ihn nicht reinlassen!
  • Niemals Details zum Vermögen angeben 
  • Nicht unter Druck setzen lassen
  • Im Zweifel immer die Polizei rufen
  • Öffne die Tür nur mit einer Türkette, wenn du unsicher bist (z.B., weil du das Anliegen durch die Sprechanlage schon als merkwürdig empfindest).

Viele Trickbetrüger geben sich auch als Polizisten, Telekom-Mitarbeiter, Wasserwerk-Arbeiter oder - wie jetzt erst geschehen - als Architekt aus. Bei letzterem hatte sich ein Mann während einer Zugfahrt nach Sylt als arm bei alten Leuten ausgegeben, um so Geld zu erschleichen.

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