Erbstreit

Roy Black: Sein Sohn erhebt schreckliche Vorwürfe

Als Roy Black starb war er ein reicher Mann. Eigentlich müssten seine Erben unbeschwert leben können.

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Roy Black: Es geht um Geld, Lügen und ein angeblich verschwundenes Testament

Als Roy Black starb war er ein reicher Mann. Eigentlich müssten seine Erben unbeschwert leben können.
Foto: IMAGO / Rolf Hayo

Als er einsam in seiner Fischerhütte in Bayern starb, war Roy Black († 48) ein wohlhabender Mann. Der Schlagerstar mit der samtweichen Stimme („Ganz in Weiß“, „Schön ist es, auf der Welt zu sein“) war stets fleißig gewesen, seine Auftritte umjubelt, die Gagen hoch. Auf drei bis zehn Millionen Mark wurde sein Vermögen geschätzt. Geld, mit dem seine Erben recht unbeschwert leben könnten.

Doch so ist es nicht. Nach Roy Blacks viel zu frühem Tod am 9. Oktober 1991 geschah, was so oft geschieht: Seine Erben stritten sich um den Nachlass. Und heute, 30 Jahre später, erhebt sein Sohn Torsten Höllerich (45) schreckliche Vorwürfe. Es geht um Geld, Lügen und ein angeblich verschwundenes Testament.

Niemals hätte Roy Black gewollt, dass seine Liebsten zerstritten sind

Ein Blick zurück: Im Jahr 1996, nach fünf langen Jahren Streit, hatten sich seine Erben endlich geeinigt, wie der Millionennachlass verteilt werden soll. Sohn Torsten bekam seinen Anteil, Tochter Nathalie (30), bei Roys Tod noch ein Baby, ebenso – und Roys Bruder Walter Höllerich (72). Letzterer war zufrieden, dass endlich eine Einigung gefunden wurde, die alle Seiten zufriedenstellte. „Die Versöhnung war sicher in Roys Sinne“, sagte er. „Denn er liebte seine Familie und hat Streit nie gemocht.“

Nein, niemals hätte Gerhard Höllerich, so Roy Blacks bürgerlicher Name, gewollt, dass seine Liebsten zerstritten sind, kein Wort mehr miteinander sprechen. Aber nun passiert genau das. Und wieder geht es nur ums Geld.

Torsten Höllerich: "Ich bin davon überzeugt, dass mein Vater ein anderes, neueres Testament hinterlassen hat"

Sohn Torsten behauptet: „Ich bin davon überzeugt, dass mein Vater ein anderes, neueres Testament hinterlassen hat. In dem Testament, das dann rechtskräftig wurde, war Nathalie noch nicht einmal erwähnt und es waren Vermögenswerte angegeben, die es so gar nicht mehr gab“, behauptet er. Torstens Halbschwester Nathalie, die Roy Black mit Carmen Böhning (55) bekam, war gerade einmal drei Wochen alt, als der Sänger starb.

Torsten argumentiert: „Ich bin überzeugt, dass mein Vater seine neugeborene Tochter geliebt hat und sie auch finanziell bedacht hat.“ Deswegen zog Torstens Mutter Silke Höllerich († 56) schon damals vor Gericht. „In meinem Namen. Und auch für Nathalie. Haupterben sind dann aber nicht seine Kinder geworden, sondern sein Bruder Walter“, behauptet er weiter.

Torsten, der in Kolumbien lebt und eine Frau und einen kleinen Sohn hat, ist felsenfest überzeugt: Sein Vater habe vor dem Tod noch einen anderen letzten Willen, ein geändertes Testament, hinterlassen. Doch ein solches Dokument ist niemals aufgetaucht. Wo soll es abgeblieben sein? „Nun ja, wenn man meine Aussagen logisch betrachtet, ist das schon klar“, setzt Torsten an. „Sein Bruder Walter hat ihn damals gefunden in der Fischerhütte. Wenn man nur eins und eins zusammenzählt, ist es klar.“

Dann erzählt er eine Geschichte von ebenfalls verschwundenen Tagebüchern. „Jahrelang waren diese Tagebücher nicht mehr aufgetaucht, bis mein Onkel Walter zugab, dass er sie hat. Ich habe ihn gebeten, sie mir zu überlassen. Aber das hat er abgelehnt.“ Und weiter: „Warum sollte dies nicht auch mit einem Testament passieren?“

NEUE POST hat Walter Höllerich kontaktiert, wollte ihm die Möglichkeit geben, sich zu äußern. Doch er will nicht reden, nichts sagen zu Familienangelegenheiten. Sicher ist nur: Eine glückliche Familie, so wie der Sänger es sich immer gewünscht hatte, sind die Höllerichs schon lange nicht mehr.

Artikelbild & Social Media: IMAGO / Rolf Hayo