Der Arme!

Roy Black (†): Sein Sohn lebt in bitterer Armut

Wie schrecklich! Der Sohn von Roy Black lebt heute mit Frau und Sohn in bitterer Armut.

Roy Black (†): Sein Sohn lebt in bitterer Armut
Foto: IMAGO / teutopress

Gut, dass er das nicht mehr miterleben muss: Roy Black († 48) wollte doch immer nur das Beste für seinen Sohn. Seinen geliebten kleinen Jungen Torsten. Heute ist aus dem kleinen Torsten ein erwachsener Mann geworden, der jeden Monat aufs Neue ums Überleben kämpfen muss. Denn Roy Blacks Sohn lebt in bitterer Armut.

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Nach Tod von Roy Black: Sohn Torsten lebt in bitterer Armut

Vor 16 Jahren hatte Torsten Höllerich nur einen Wunsch: Er wollte weg. Weit weg von all den Erinnerungen, all dem Schmerz. Im Oktober 1991 starb Roy Black, der mit bürgerlichem Namen Gerhard Höllerich hieß. Elf Jahre später brachte sich dann Torstens Mutter Silke selbst um. Irgendwann wurde alles zu viel für den jungen Mann – und er ging nach Kolumbien. Dort lebt er bis heute. In Armenia, einer ländlichen Kleinstadt im sogenannten "Eje cafetera", dem "Kaffee Dreieck". Viele Menschen hier verdienen Geld mit dem Pflücken von Kaffeebohnen.

Das Erbe, das sein Vater ihm hinterlassen hatte, ist lange weg. Roy Blacks Sohn schlägt sich als Sprachlehrer durch, in einem Land, das so ganz anders ist als seine Heimat. "Kolumbien macht bescheiden. Als ich hier vor 16 Jahren ankam, war ich der typische Mitteleuropäer aus einem sicheren Sozialsystem mit der Überzeugung, der Staat hat die Bürger zu versorgen und zu unterstützen und dass dies ganz selbstverständlich sei", erzählt er im Gespräch mit NEUE POST.

"Und dann trifft einen die Realität hier. Kinder, die an den Ampeln mit kleinen Balltricks um ein paar Münzen bitten, fehlende Sozialleistungen und eine vollkommen unzureichende öffentliche Krankenversicherung."

Geld reicht gerade so für die Miete: Roy Blacks Sohn lebt am Existenzminimum

Torsten lebt mit seiner Frau Maria Fernanda und dem gemeinsamen Sohn Dominique (2) in einer winzig kleinen Wohnung. Im vierten Stock eines großen Hauses, auf gerade einmal 49 Quadratmetern. "Zwei Zimmer, ein Bad, Wohnzimmer mit Einbauküche und ein Balkon." Das war’s. Manchmal reicht das Geld gerade so für die Miete.

"Man arbeitet eigentlich nur, um die Rechnungen und Lebensmittel bezahlen zu können. Und am Monatsanfang geht es wieder von vorne los. Mit Sparen ist nicht viel, dafür sind die Löhne einfach zu niedrig. Wir leben hier von der Hand in den Mund", berichtet er.

In manchen Monaten war es schon so eng, dass Torsten sich verzweifelt an Verwandte wenden musste, verrät er: "Ja, wir mussten uns zu einigen Anlässen Geld leihen, um über die Runden zu kommen." Zurzeit arbeitet Torstens Frau nicht, weil sie sich um den kleinen Sohn kümmert: "Bezahlten Babyurlaub oder sonst etwas in der Art gibt es hier nicht. Da muss einem die eigene Familie helfen, sprich Großeltern, Tanten, Cousins, Brüder. Und da können wir Gott sei Dank immer mit der Familie meiner Frau rechnen. Sonst würde es finanziell überhaupt nicht gehen."

Trotz Armut: Sohn von Roy Black ist dankbar für seine Familie

Doch obwohl die Umstände so hoffnungslos sind, verzweifelt Torsten nicht an seiner schlimmen Lage. Für ihn zählt nur eins: Er hat eine Familie, die er über alles liebt. "Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, ist für mich der wahre Luxus. Das ist das Wesentliche." Wenn Torsten den kleinen Dominique in seinen Armen hält, ist alles andere egal. Dann ist der Sohn von Roy Black einfach nur glücklich. Und auch der Sänger hätte sich so sehr über einen kleinen Enkel gefreut. Schade, dass er das nicht mehr miterleben durfte.

Was geschah wirklich in der Todesnacht von Roy Black? Mehr dazu erfahrt ihr im Video:

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