Rückruf bei Magic X: Gesundheitsrisiko durch Weichmacher in Sextoys
Rückruf: Achtung, diese Sextoys von Magic X auf gar keinen Fall mehr verwenden!
In Deutschland nutzen schätzungsweise 40 bis 50 Prozent aller Paare Sextoys im Schlafzimmer, wobei Frauen tendenziell Sexspielzeuge mehr benutzen als Männer. Und benutzt wird natürlich, was gefällt und das gewünschte Ergebnis liefert. Die Spielzeuge sollen Spaß machen und das Liebesleben bereichern. Doch wie sicher sind Sextoys? Der Hersteller Magic X hat nun zwei seiner Toys zurückgerufen, weil sie eine negative Auswirkung auf die Fortpflanzung haben können.
Rückruf: Diese Sextoys sind betroffen
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) ruft in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Labor Zürich folgende Produkte der Magic X Retail AG zurück:
Gerte mit Handlauf 68 cm, PVC Artikelnummer: Magic X 100006582
Latext inflatable Latex-Dildo Artikelnummer: Magic X 500011749

Grund für den Rückruf: Beide Artikel weisen einen zu hohen Phthalatgehalt (Weichmacher) auf. Laut produktwarnung.eu können die in den Produkten enthaltenen Weichmacher eine negative Auswirkung auf die Fortpflanzung haben.
Alle Kunden werden gebeten, die Produkte ab sofort nicht mehr zu verwenden und sie an ihre Verkaufsstelle zurückzubringen oder zu entsorgen. Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet.
Bei weiteren Fragen können sich Konsument*innen an die Magic X Retail AG wenden:
Telefon: 052 234 06 66
E-Mail: info@magic-x.com
Webseite: https://www.magic-x.ch
Warum beeinflussen Weichmacher die Fortpflanzung?
Weichmacher, besonders Phthalate, können die menschliche Fortpflanzung beeinflussen, weil sie als endokrine Disruptoren (hormonell wirksame Chemikalien) wirken. Sie können die Wirkung der natürlichen Geschlechtshormone imitieren, greifen so in das sensible Hormonsystem ein und stören oder blocken damit die Produktion.
Das sind die Hauptgründe warum Weichmacher die Fortpflanzung stören können:
Hormonelle Störungen: Phthalate wirken wie Östrogen und können so das Gleichgewicht zwischen Östrogenen und Testosteron stören. Dadurch kann die Entwicklung der Geschlechtsorgane und die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst werden.
Männliche Fruchtbarkeit: Bestimmte Weichmacher können die Testosteronproduktion verringern, was wiederum zu einer geringeren und schlechteren Spermienqualität führen kann. Außerdem kann die Reifung der Spermien verhindert werden. Weichmacher können auch die Spermien verlangsamen und die Frequenz der Spermienschwanzschläge verringern.
Entwicklungsstörung beim Fötus: Bei einer hohen Belastung während der Schwangerschaft können Phthalate zu Fehlbildungen der männlichen Geschlechtsorgane führen und die Entwicklung des fötalen Hormonsystems stören. Zudem erhöhen Weichmacher das Risiko von Frühgeburten.
Weibliche Fruchtbarkeit: Phthalate können bei Frauen zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen, welche die Eizellenqualität verringern, den Eisprung stören und zu Frühgeburten führen können.








