Ostsee-Drama

Streit im Rettungsteam eskaliert – muss Wal Timmy jetzt sterben?

Eigentlich war die große Rettung für Wal Timmy geplant, doch jetzt sorgt heftiger Streit im Rettungsteam für Verzögerung.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timmy ragt aus dem Wasser heraus. Über ihm fliegt eine Möwe.
Das Rettungsteam rund um Wal Timmy hat sich völlig zerstritten. Foto: IMAGO / Susanne Hübner
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Die Lage rund um den gestrandeten Buckelwal Timmy spitzt sich weiter zu. Während zuletzt noch Hoffnung auf eine Rettung bestand, sorgt nun ein heftiger Zoff für Aufsehen. Eine wichtige Expertin hat das Team verlassen – und erhebt schwere Vorwürfe. Gleichzeitig verschlechtert sich offenbar der Zustand des Tieres. Die entscheidende Frage: Kann Timmy überhaupt noch gerettet werden – oder kommt jede Hilfe zu spät?

Eklat im Team: Expertin aus Hawaii reist wütend ab

Mitten in der ohnehin komplizierten Rettungsaktion an der Ostsee ist es zum Streit im Rettungsteam gekommen. Die extra aus Hawaii angereiste Tierärztin und Wal-Expertin Jenna Wallace hat die Initiative abrupt verlassen – und das offenbar ziemlich wütend. Sie wirft einzelnen Beteiligten vor, sich über medizinische Anweisungen hinweggesetzt zu haben und nicht ausreichend qualifiziert zu sein.

In drastischen Worten sprach sie von „selbst ernannten Walflüsterern“. Welche konkreten Fehler gemacht wurden, bleibt bislang unklar – doch der Schaden für die Rettungsaktion scheint enorm. Besonders brisant: Wallace war erst wenige Tage zuvor extra eingeflogen worden, um die Rettung fachlich zu unterstützen. Ihr Abgang trifft das Team daher besonders hart.

Nur noch eine Tierärztin für Wal Timmy

Die personelle Situation hat sich durch den Streit dramatisch verschärft. Zeitgleich fällt nämlich auch eine deutsche Veterinärin aus, die nach einem medizinischen Notfall ins Krankenhaus gebracht werden musste. Damit steht dem Team aktuell nur noch eine Tierärztin zur Verfügung.

Für eine so komplexe Bergung eines mehrere Tonnen schweren Meeressäugers könnte das zum Risiko werden. Zusätzlich gibt es offenbar Spannungen mit Behörden. Hawaiianerin Wallace kritisierte, dass wichtige Maßnahmen – etwa bestimmte Transportmethoden oder medizinische Eingriffe – vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns nicht genehmigt worden seien. Auch das könnte die Erfolgschancen für Timmy weiter mindern.

Zustand von Timmy verschlechtert sich – wird der Wal sterben?

Parallel zu den internen Problemen im Rettungsteam bereitet auch der Gesundheitszustand des Wals zunehmend Sorgen. Expert:innen berichten, dass Timmy mittlerweile deutlich weiter aus dem Wasser ragt. Das Problem: Je weniger Wasser den Körper trägt, desto größer wird die Belastung durch das eigene Gewicht. Für Wale kann das lebensbedrohlich sein.

Noch vor kurzem hatten Bewegungen des Tieres Hoffnung gemacht. Doch die aktuellen Entwicklungen lassen viele Fachleute wieder skeptischer werden. Die Rettungsaktion ist technisch aufwendig und ohnehin riskant – doch der Streit im Team und die angespannte Lage vor Ort machen sie zusätzlich kompliziert. Ob Timmy tatsächlich geborgen und zurück ins offene Meer gebracht werden kann, ist derzeit ungewiss. Klar ist nur: Die Zeit läuft – und jeder weitere Rückschlag könnte das Schicksal des Wals besiegeln.

Quellen