EnglandStreptokokken-Infektion: Kind stirbt - weil es sich eine Windpocke aufkratzte

Weil sich der dreijährige Bryan-Andrew aus Großbritannien seine Windpocken aufkratzte, infizierte er sich mit Streptokokken, erlitt eine Blutvergiftung und starb.

Inhalt
  1. "Nichts hätte ihm geholfen"
  2. So gefährlich können Windpocken sein
  3. Wie kann ich mein Kind vor Windpocken schützen? 

Windpocken sind eine der häufigsten Kinderkrankheiten; allein in Deutschland wurden letztes Jahr über 25.000 Fälle registriert. Wie gefährlich die Krankheit sein kann, zeigt jetzt ein Fall aus England: Der kleine Bryan-Andrew aus dem englischen Yeovil war zu Besuch bei seiner Großmutter, als sein Nacken und Hals anschwollen. Seine Mutter Jasmine Shortland beunruhigte das nicht, sie sagte dem Mirror: "Er tobte noch herum, machte Witze, schien glücklich."

Streptokokken-Infektion: Kind stirbt - weil es sich die Windpocken aufkratzte
Der kleine Bryan-Andrew kratzt sich eine Windpocke auf - und starb an einer Blutvergiftung. 
Foto: iStock

Doch als die Oma ihren Enkel am nächsten Morgen wecken wollte, war der Junge tot. Die Notärzte versuchten noch, das Kind wiederzubeleben - vergeblich. Die Ärzte diagnostizierten einen "plötzlichen Kindstod" im Schlaf. Doch wenige Tage später kam heraus, dass Bryan-Andrew an einer Blutvergiftung infolge einer Streptokokken-Infektion gestorben ist. Der Dreijährige hatte sich eine Windpocke aufgekratzt, weshalb er sich die lebensgefährlichen Bakterien einfing. 

 

"Nichts hätte ihm geholfen"

"Der Doktor meinte, auch, wenn wir ihn in ein Krankenhaus gebracht und mit Antibiotika versorgt hätten, es hätte ihm nicht geholfen”, so Shortland. "Es kommt so selten vor. Ich versuche, mehr Bewusstsein für andere Mütter zu wecken“, sagte die 23-Jährige. „Ich denke, es ist wichtig zu wissen, was passieren kann, auch was man am wenigsten erwartet. Ich dachte, Windpocken sind normal. Jedes Kind bekommt sie.“

 

So gefährlich können Windpocken sein

Die sogenannten Varicella-Zoster-Viren lösen Windpocken aus. Häufig sind zwei- bis dreijährige Kinder betroffen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sind neben den kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, weitere Symptome. Im späteren Alter können Windpocken eine Gürtelrose verursachen.

Die Windpocken können bei Berührungen aufplatzen - trotzdem ist eine Infektion mit Streptokokken selten. Symptome können sein: Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs, der Mandeln, der Hirnhaut, der Herzinnehaut, der Harnwege, des Kehlkopfes, der Lunge sowie des Bindegewebes. 

 

Wie kann ich mein Kind vor Windpocken schützen? 

In der Regel verläuft die Krankheit gutartig und ist nach 1 bis 2 Wochen überstanden. Präventiv empfiehlt das Robert Koch Institut (RKI) eine Impfung, da sie die „beste Vorbeugung einer Varizellen-Infektion“ darstelle.

Die Mutter des Jungen hat nun ein rührendes Gedicht auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, in dem sie schreibt, wie sehr sie ihren Bryan-Andrew vermisst:

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