Unwetterwarnung!

Sturmtief „Joshua“ wütet über Deutschland: Experten warnen vor Orkanböen und Unwettern

Sturmtief „Joshua“ fegt über Deutschland: Orkanböen, Gewitter und Starkregen sorgen für Chaos. Expert*innen warnen – und verraten, wie du dich jetzt schützen kannst.

Unwetter mit Gewitter und Starkregen: Passantin versucht, sich mit ihrem Regenschirm vor den Regenmassen zu schützen
Die Woche endet ungemütlich: Mit Sturmtief „Joshua“ ist nicht zu spaßen. (Symbolbild) Foto: IMAGO / Ralph Peters
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Der Herbst meint es in diesem Jahr ernst: Nachdem wir es hierzulande kürzlich mit einem Hurrikan zu tun bekommen hatten, zieht ab Donnerstagabend (23. Oktober 2025) Sturmtief „Joshua“ über Deutschland und bringt heftige Orkanböen, Gewitter und Starkregen mit sich. Meteorolog*innen warnen vor einer gefährlichen Wetterlage, die uns mindestens bis Sonntag begleiten dürfte.

Orkanböen und Starkregen: Sturm „Joshua“ sorgt für Horror-Wetter

Nach Angaben der Wetter-Expert*innen des DWD („Deutscher Wetterdienst) treten ab Donnerstagabend zunächst im Westen, später im gesamten Norden Deutschlands Sturm- und Windböen auf. Besonders betroffen sind die Nordseeküste, die Mittelgebirge und die Alpenregionen. Auf dem Brocken und im Schwarzwald werden Orkanböen mit über 120 km/h erwartet.

Auch im Binnenland kann es ungemütlich werden: Laut Meteorologe Karsten Kürbis zieht das Sturmtief von Belgien in Richtung Deutsche Bucht und gewinnt dabei weiter an Kraft. Am Freitagvormittag erreichen die stärksten Böen dann Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Dort drohen Sturmfluten und Verkehrsbehinderungen.

„Bombogenese“: Das Wetterphänomen hinter dem Sturm

Besonders brisant: Einige Modelle deuten darauf hin, dass sich „Joshua“ zu einer sogenannten Bombogenese entwickeln könnte. Dabei fällt der Luftdruck in einem Tiefdruckgebiet innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal – ein Zeichen für eine explosionsartige Verstärkung.

Die „Bild“ zitiert Wetterexperte Dr. Karsten Brandt von donnerwetter.de dazu wie folgt: „Das ist meteorologisch eine sehr dynamische Lage, in der kleine Bewegungen des Tiefdruckwirbels extrem viel ausmachen können.“ Ob der Schwerpunkt über der Nordsee oder weiter im Landesinneren liegt, ist noch unklar – sicher ist jedoch: Der Sturm wird heftig.

So schützt du dich und dein Zuhause bei Sturm

Damit du gut durch das Wochenende kommst, haben Expert*innen einige Tipps:

  • Lose Gegenstände sichern: Gartenmöbel, Blumentöpfe oder Mülltonnen rechtzeitig ins Haus holen.

  • Fenster und Türen schließen – und Rollläden besser oben lassen, um Schäden zu vermeiden.

  • Autos nicht unter Bäumen parken, da Äste abbrechen können.

  • Wälder und Parks meiden, bis die Sturmwarnung aufgehoben ist.

  • Aktuelle Wetterwarnungen im Blick behalten – zum Beispiel über Warn-Apps oder die Websites der Wetterdienste.

Herbst mit Power: So geht es weiter

Nach dem Sturm bleibt es laut Expert*innen windig und wechselhaft. Das Tief zieht weiter Richtung Skandinavien und bringt kältere Luft mit: Die Temperaturen fallen auf 9 bis 14 Grad, in den Alpen kann es oberhalb von 1.200 Metern leichten Schneefall geben.

Doch Entwarnung gibt es vorerst nicht: Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) bleibt das Wetter auch in den kommenden Tagen unbeständig und zeitweise stürmisch. Am Freitag (24. Oktober) sind vor allem über der Nordhälfte Deutschlands Sturmböen der Stärke 8 bis 9 Beaufort zu erwarten. An der Nordsee können die Böen sogar orkanartig ausfallen – mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h. Im Bergland und an der Ostsee drohen ebenfalls schwere Stürme, begleitet von kräftigen Schauern und vereinzelten Gewittern.

Wochenend-Wetter wird ungemütlich

Auch am Samstag (25. Oktober) bleibt es vielerorts windig. Der DWD rechnet erneut mit starken bis stürmischen Böen, besonders an den Küsten und in höheren Lagen. An der Nordsee und auf exponierten Berggipfeln sind weiterhin schwere Stürme möglich.

Und selbst danach beruhigt sich die Wetterlage nur langsam: Bis Montag (27. Oktober) bleibt es windig bis stürmisch, vor allem im Bergland und entlang der Küsten. Von Dienstag bis Mittwoch (28. und 29. Oktober) erwarten Meteorolog*innen im Norden und Osten weiterhin stürmische Böen, insbesondere an der See und in höheren Lagen.

Der Oktober verabschiedet sich also mit ordentlich Power – und zeigt, dass der Herbst nicht nur golden, sondern auch stürmisch (un)schön sein kann.