"Vaginales Stricken": Künstlerin Casey Jenkins setzt ein Zeichen

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Video: ShowHeroes

Künstlerin strickt mit Wolle aus ihrer Vagina

28 Tage lang strickt die Künstlerin Casey Jenkins mit Wolle, die sie in ihre Vagina einführt. Das ungewöhnliche Projekt hat tatsächlich einen trifftigen Grund.

'Casting of my Womb' (auf Deutsch etwa: 'Ableger meiner Gebärmutter') nennt die australische Künstlerin Casey Jenkins ihre Performance, die ursprünglich aus dem Jahr 2012 stammt. Der australische Fernsehsender SBS2Australia gab dem Projekt allerdings den Namen 'Vaginal Knitting' also 'Vaginals Stricken'. Unter letzterem Begriff wurden Performance wie auch Künstlerin letztendlich auf der ganzen Welt bekannt.

Caseys Projekt ruft die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Während einige es mutig finden, auf welche selbstbewusste Art und Weise die Künstlerin sich und die intimsten Teile ihres Körpers präsentiert, sind die meisten Personen wohl eher vor den Kopf gestoßen. Wann erleben wir schon einmal, dass eine Frau einen Schal aus Wolle strickt, die sie in ihrer Vagina aufbewahrt? Das ist doch kaum zu glauben und vielleicht auch ein bisschen eklig?

Doch es ist genau das, was Casey Jenkins tut. 28 Tage lange strickt die Performance-Künstlerin einen Schal aus weißer Wolle. Jeden Tag führt sie sich dazu ein neues Wollknäuel in ihre Vagina ein. Sie unterbricht ihre Arbeit, die sie, wie sie im Video unten anmerkt sogar teilweise "erregend" findet, nicht - unter keinen Umständen. Auch an den Tagen, an denen Casey ihre Periode hat, setzt sie nicht aus.

Sie selbst sagt dazu: "Die Performance wäre nicht die Performance, wenn ich meinen Menstruationszyklus ausklammern würde."

Auch wenn viele es vermuten, Casey Jenkins verfolgt mit ihrem Projekt nicht etwa einfach bloß die Absicht, auf unkonventionelle und auch verstörende Art und Weise für Aufsehen zu sorgen. Sie möchte ein Zeichen setzen.

Nach der Aussage der Künstlerin wird die Vagina nach wie vor wie ein Teil des Körpers behandelt, vor dem man Angst haben müsste. Die Vulva zu zeigen ist anstößig. Über diesen Umstand möchte sich Jenkins mit ihrem Projekt hinwegsetzen. Dazu verbindet sie Vagina - das Objekt des Anstoßes - mit einer so alltäglichen Tätigkeit wie dem Stricken. "Ich hoffe, dass die Menschen die Angst und die negativen Assoziationen hinterfragen, die mit der Vagina in Verbindung gebracht werden."

Die Aussage der Künstlerin überzeugt. Das Projekt selbst sorgt bei uns dennoch für Verwunderung.

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