Erotische Liebesgeschichte

Verloren im Schneesturm – Geborgen in deinen Armen

Richard und Ella sind in den verschneiten Bergen wandern, als sie ein Sturm überrascht, müssen sie Zuflucht suchen...

Ein Mann und eine Frau küssen und umarmen sich. Schnee fällt im Hintergrund ist verschwommen eine Hütte zu sehen.
Foto: AleksandarNakic/iStock
Auf Pinterest merken

Richard spürte Ellas kalte Finger in seiner Handschuhhand, als sie den gewundenen Bergpfad weiter hinaufliefen. Immer wieder blieb sie stehen, um den dichten Rauhreif auf den Ästen zu betrachten, die wie handgeschnitzte Skulpturen in den Himmel ragten. „Schau mal, wie das Licht durch die Bäume bricht“, rief sie begeistert und zog ihn an der Jacke.

Es war still. Der Atem der beiden stieg sichtbar in weißen Wölkchen in die Luft. Selbst die Vögel schienen verstummt. Richard schmunzelte, als Ella eine besonders große Schneeflocke auffing und sie sich auf ihrer Nasenspitze auflöste. „Sag mal“, flüsterte er, „hast du eigentlich schon genug Fotos gemacht? Oder willst du den ganzen Speicher voll haben?“ Ella lachte. „Ein paar Erinnerungen mehr schaden nie. Wer weiß, wann wir wieder so einen Tag erleben.“

Der Himmel wirkte wie aus Porzellan, doch am Horizont zogen schon dunkle Wolkenbänder auf. Sie ignorierten die ersten Anzeichen des heraufziehenden Unwetters – zu sehr waren sie vertieft in die Schönheit des Moments.

Plötzlich wechselte der Wind, eisiges Schneetreiben überraschte sie

Plötzlich wechselte der Wind. Innerhalb von Minuten wurde er stärker, Flocken tanzten hartnäckig um ihre Gesichter. „Wird wohl Zeit, umzudrehen“, sagte Ella besorgt, und gemeinsam schulterten sie die Rucksäcke fester. Doch der Rückweg war schnell nicht mehr wiederzuerkennen: Alle Spuren verschwanden im weiß aufgewühlten Nichts, die Konturen verschwammen.

Ella blieb unschlüssig stehen, blickte über die verschneite Weite. „Richard… ich weiß nicht mehr, ob wir auf dem richtigen Weg sind.“ Ihre Stimme war zittrig und deutlich leiser als sonst.

Richard trat zu ihr und legte eine Hand auf ihre Schulter. „Es wird schon gehen. Wir waren doch noch vor einer halben Stunde hier, oder?“ Er versuchte, Zuversicht zu zeigen, aber auch sein Blick suchte nervös Orientierungspunkte.

Ella schaute sich um, schnappte nach Luft. „Aber der Wind… vorhin konnte man wenigstens noch etwas erkennen. Jetzt sieht alles gleich aus. Was machen wir, wenn wir vom Weg abkommen?“

Richard musterte Ellas angespanntes Gesicht. Da war Sorge, ja fast Angst in ihren Augen, wie sie sie selten zeigte. Er zog sie ein wenig näher an sich, damit sie die Wärme spüren konnte.

„Wir bleiben ruhig“, sagte er sanft, „und bleiben zusammen. Notfalls bleiben wir stehen und warten, bis es nachlässt. Ich habe Proviant und Taschenlampe im Rucksack, und das Handy ist aufgeladen.“

Doch Ella schüttelte unruhig den Kopf. „Das Handy funktioniert hier oft gar nicht. Ich mag gar nicht daran denken, hier draußen festzustecken. Was ist, wenn der Sturm noch schlimmer wird?“

Richard hob vorsichtig ihr Kinn, damit sie ihn ansehen musste. „Hey“, sagte er leise, „Du bist nicht allein. Ich pass auf dich auf. Und außerdem bist du die mutigste Person, die ich kenne.“

Ellas Mundwinkel zuckten leicht in einem schwachen Lächeln. „Ich fühl mich gerade gar nicht so mutig, ehrlich gesagt.“

„Das ist okay“, erwiderte Richard. „Manchmal muss man nicht mutig sein – nur zusammenhalten. Komm, wir gehen langsam weiter. Ich bleibe dicht bei dir. Wenn es zu schlimm wird, suchen wir Schutz – irgendwo muss doch eine Hütte oder eine Schutzhütte kommen.“

Ella nickte, zog ihre Handschuhe fester und atmete tief durch.

Das Schneetreiben wurde dichter, jede Minute nahm die Sicht weiter ab. Richard spürte, wie sein Herz schneller pochte. Kälte kroch unter die Kleidung, ließ die Beine schwer werden. „Hier entlang, ich glaube, ich sehe was!“, rief sie, als sie in einiger Entfernung einen schwachen Lichtschein erkannte.

Ein goldenes Licht fiel auf den Schnee

Gemeinsam stapften sie kämpfend voran, durch Schneewehen, die ihnen jetzt fast bis zu den Knien reichten. Nach einigen endlosen Minuten – ihre Wangen waren taub, das Atmen schmerzte – traten sie endlich auf eine kleine Lichtung. Dort, vor ihnen, stand ein Berghüttenhotel mit geschwungenem Fachwerk und einladend warmen Fenstern, aus denen goldenes Licht auf den Schnee fiel.

Das Schild „Bergidyll“ schimmerte, der Eingangsbereich war mit eisigen Zapfen dekoriert. Richard öffnete die schwere Holztür, und sofort schlug ihnen Wärme entgegen. Im Foyer duftete es nach Holz, Zimt und frischem Brot.

Eine ältere Dame mit silbergrauen Haaren und lachenden Augen begrüßte sie herzlich. „Kommt schnell rein, ihr zwei seid sicher durchgefroren! Solch einen Schneesturm gab es seit Jahren nicht mehr.“ Sie führte sie gleich zum Kamin, wo die beiden ihre klammen Hände ausstreckten.

Jedes Detail wirkte so einladend – die karierten Kissen auf den Bänken, die alten Schneeschuhe an der Wand, der bunte Teppich vor dem Kamin. Ella sah Richard an, ihre Wangen noch rosig von der Kälte, und lächelte erleichtert.

„Für euch habe ich das schönste Zimmer – die Edelweißstube, direkt mit Blick auf das Tal, sobald der Sturm vorbei ist“, sagte die Dame.

Im Zimmer angekommen — ein behaglicher Raum mit holzverkleideten Wänden, urigem Bett und einer Fensterbank voller Lammfelle — stellte Richard die Rucksäcke ab und sah sich suchend um. In der Ecke entdeckte er einen kleinen, offenen Kamin. „Das wird hier gleich noch viel gemütlicher“, sagte er und begann, mit geübten Handgriffen Holzscheite aufzuschichten und ein Feuer zu entfachen. Kurze Zeit später knackten die ersten Flammen und begannen, den Raum in warmes Licht zu tauchen.

Richard rieb sich zufrieden die Hände und blickte sich um. Da bemerkte er, dass Ella fröstelnd die Arme um sich geschlungen hatte.

„Ella? Komm her. Du zitterst ja richtig“, sagte Richard besorgt, während er zu ihr eilte.

„Mir ist irgendwie eiskalt bis auf die Knochen“, gestand Ella. „Ich glaub, der Wind hat mich mehr durchgefroren, als ich dachte.“

Sie schlang die Arme um sich, warf dann einen vielsagenden Blick zur Badezimmertür und lächelte kokett.

„Weißt du“, begann sie und beugte sich leicht zu ihm, „die Dusche sieht ziemlich einladend aus. Vielleicht… wärmt’s uns sogar schneller, wenn wir einfach zusammen drunter springen?“ Ihre Augen funkelten herausfordernd.

Richard musste grinsen und tat, als würde er überlegen. „Hm, das klingt gar nicht so schlecht. Spart Wasser, und wir frieren beide nicht so schnell.“

Ella zog ihn an der Hand Richtung Bad und lachte: „Na los, bevor ich hier erfriere!“

Heiße Küsse in der Dusche

Sie duschten gemeinsam. Das heiße Wasser gepaart mit dem betörenden Duft der Seife und Richards Küssen, die ihren Körper bedeckten, ließ Ella wohlig aufstöhnen. Seine Küsse wanderten langsam und verspielt an ihrer Halslinie entlang, mal federleicht, dann wieder fordernder. Das spielerische, gegenseitige Einseifen war ebenso ausgelassen wie sinnlich. Sie rutschte tiefer, fuhr erst mit den Händen über seine Schenkel. Bis er sich schließlich an die Rückwand der Dusche lehnte und mit einer Hand an den kühlen Fliesen Halt suchte. Während er sich mit der anderen Hand verzweifelt an die Glastür klammerte und inständig hoffte, den hingebungsvollen und fordernden Künsten ihres Mundes standhalten zu können. Er wollte diese Frau. Er wollte sie für sich haben. Kurz bevor er kam, nahm er sie bei den Unterarmen und zog sie nach oben, bis sich ihre Lippen in einem langen, sehnsüchtigen Kuss wiederfanden.

Küssend fuhr er die Innenseiten ihrer Arme hinab

Das Feuer knisterte noch, als sie aufgepeitscht vor Lust aus der Dusche ins Zimmer stolperten. In Sekundenschnelle fanden sie gemeinsam den Weg auf die Laken des großen Betts. Ganz langsam, und ohne dass sich ihre Lippen voneinander lösten, drehte er sie auf den Rücken und führte ihre Arme sanft über ihren Kopf. Küssend fuhr er die Innenseiten ihrer Arme hinab, während seine andere Hand sanft ihre Brüste nachformte und dann langsam ihren Rippenbogen entlang über ihren Bauch nach unten glitt.

Ihr Atem stockte unter seinem Mund, als er zwei Finger in ihre Hitze senkte. Danach widmeten sich seine Lippen ihrer Brust, während seine Finger sie bald dazu gebracht hatten sich vor Verlangen zu winden. Er fand die Stelle, die ihr am meisten Lust bereitete. Spannte sie auf die Folter, erst dann bewegte er seine Finger wieder in ihr. Ihr Rücken wölbte sich, sie hob die Hüften an und drückte sich lustvoll gegen ihn. Er stütze sich über ihr auf und beobachtete erst ihr belegtes Gesicht, bevor er sich zwischen ihre Schenkel schob und langsam und intensiv eindrang, Zentimeter für Zentimeter aber so weit, dass er leise stöhnte. Dann zog er er sich fast ganz aus ihr zurück, bevor er sich ein bisschen tiefer in ihr versenkte. Und wieder.

Am nächsten Morgen als Richard erwachte, lag Ella dicht an ihn geschmiegt, mit ihrem Oberschenkel zwischen seinen Beinen. Die aufgehende Sonne weckte beide. Der Sturm hatte nachgelassen, und die Berge waren tief verschneit. Tief zufrieden lächelten sie sich an – im Herzen ein warmes Feuer, das kein Schneesturm je löschen konnte.