Tipps für mehr Sicherheit

Wenn Fremde Kinder ansprechen: Das rät die Polizei Eltern

Ein Fremder spricht ein Kind an, für viele Eltern ein echter Schreckmoment. Was in Schacht-Audorf passiert ist und welche wichtigen Tipps die Polizei jetzt gibt, erfährst du hier.

Deutscher Polizist von hinten in gelber Weste mit Polizei-Schriftzug, der am Streifenwagen steht.
Symbolbild: Die Polizei gibt Tipps, wie Eltern ihren Kindern helfen können, sich vor Fremden zu schützen. Foto: iStock/Leesle
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Es ist ein Gedanke, der vielen Eltern Sorgen macht: Ein Fremder spricht das eigene Kind auf dem Schulweg oder auf dem Spielplatz an. Genau so ein Fall ereignete sich am Montag (9. März) in Schacht-Audorf in Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der Polizei sprach ein unbekannter Mann gegen 14.30 Uhr aus einem weißen Transporter heraus ein sechsjähriges Mädchen an. Das Kind ging jedoch nicht auf das Gespräch ein, daraufhin fuhr der Mann weiter. Das bestätigte die Polizeidirektion Neumünster gegenüber dem NDR.

Der Vorfall wurde anschließend in sozialen Netzwerken geteilt. Daraufhin gingen bei der Polizei weitere Hinweise zu ähnlichen Situationen ein. Diese werden derzeit geprüft. Nach aktuellem Stand sind bislang jedoch keine strafrechtlich relevanten Vorfälle bekannt.

Die Polizei bittet dennoch darum, solche Ereignisse nicht ungeprüft in sozialen Medien zu verbreiten, sondern direkt der Polizei zu melden. Das Teilen könne laut Landespolizei Schleswig-Holstein „unbegründet Sorgen und Hysterie verbreiten“. Ziel sei es, Hinweise sachlich zu prüfen und die Öffentlichkeit nicht unnötig zu verunsichern.

Tipps für Eltern: So schützt du dein Kind laut Polizei

Nach einem Vorfall wie in Schacht-Audorf sind viele Eltern verunsichert. Wichtig ist: Dein Kind braucht jetzt vor allem Sicherheit, klare Regeln und offene Gespräche – keine Angst. Die Polizei empfiehlt folgende Maßnahmen:

Sprich ruhig und altersgerecht mit deinem Kind

Erkläre deinem Kind in einfachen Worten, dass es nicht mit fremden Personen mitgehen oder in ein Auto steigen darf, auch nicht bei Versprechen wie Süßigkeiten oder Tieren.

Übe klare Grenzen

Der Satz „Nein, das will ich nicht!“ sollte gemeinsam trainiert werden. Dein Kind darf Grenzen setzen und sollte wissen, dass sein Nein respektiert wird. Wichtig ist auch, dass Kinder auf ihr Bauchgefühl hören und im Zweifel weglaufen.

Abstandhalten zu Fahrzeugen

Dein Kind sollte lernen, nie zu nah an ein fremdes Auto heranzutreten, selbst wenn jemand nur etwas fragen möchte, egal ob Mann oder Frau.

Möglichst nicht allein unterwegs sein

Wenn es möglich ist, sollte dein Kind nicht allein unterwegs sein. Wenn Kinder gemeinsam zur Schule gehen oder zusammen spielen, erhöht das die Sicherheit. Die Gruppe sollte jedoch nicht zu groß sein.

Hilfe holen üben

Dein Kind sollte wissen: Wenn ihm etwas unangenehm ist, darf es laut um Hilfe rufen und sich an vertrauenswürdige Erwachsene wenden, zum Beispiel in Geschäften oder bei Familien mit Kindern.

Persönliche Daten schützen

Achte darauf, dass auf Schulranzen oder Rucksäcken weder Name noch Adresse sichtbar sind. Solche Informationen können missbraucht werden, um sich das Vertrauen deines Kindes zu erschleichen.

Offen miteinander sprechen

Ermutige dein Kind, dir alles zu erzählen. Wichtig ist: Es darf jederzeit offen über Situationen sprechen, ohne Angst vor Ärger.

Hinweise richtig weitergeben

Unbestätigte Beobachtungen oder Fotos von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen solltest du nicht in sozialen Medien teilen, sondern direkt der Polizei melden. So verhinderst du unnötige Gerüchte. Eventuell könntest du dich durch das Teilen sogar strafbar machen.

Im Ernstfall: 110 wählen

Wenn eine konkrete Gefahr besteht, informiere sofort die Polizei über die Notrufnummer 110.

Mit einfachen Regeln, ehrlichen Gesprächen und etwas Übung stärkst du dein Kind im Alltag, damit es sich sicher fühlt und im Ernstfall richtig reagieren kann.