Wie stehen die Chancen?

Wetter-Umschwung: Erster Schnee im Anmarsch! Gibt’s 2025 endlich weiße Weihnachten?

Der Winter ist da! Aber wo in Deutschland gibt es realistische Chancen auf weiße Weihnachten – und wo ist Schnee zum Fest eher ausgeschlossen?

Am Nachmittag ist am Großen Feldberg im Taunus der erste Schnee des Winters gefallen
Am 17. November ist am Großen Feldberg im Taunus der erste Schnee des Winters gefallen. Foto: IMAGO / Jan Eifert
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Kalter Winter ja, weiße Weihnachten, nein? Die Chancen auf einen frostigen Winter stehen in diesem Jahr eigentlich gut – doch ausgerechnet an Weihnachten scheint sich das Wetter querzustellen!

Aktuelle Einschätzungen der Meteorologen deuten darauf hin, dass es einen schwachen Polarwirbel geben wird, der dafür sorgt, dass kalte, arktische Luftmassen nach Mitteleuropa strömt und den Winter früh und deutlich spürbar macht – Schnee wäre also durchaus in Sicht.

Allerdings gibt es einen Haken: Die erwartete Kälteperiode soll erst später einsetzen und damit die Weihnachtstage höchstwahrscheinlich verpassen. Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der dem Wintermärchen regelmäßig einen Strich durch die Rechnung macht – das sogenannte Weihnachtstauwetter. Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent sorgt es pünktlich zu den Feiertagen für milde Temperaturen und lässt mögliche Schneefälle wieder dahinschmelzen ...

Schnee an Weihnachten? Immer seltener!

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zeigt in seinen Auswertungen, wie stark sich die Chancen auf weiße Weihnachten verändert haben. Verglichen mit der Klimaperiode von 1961 bis 1990 ist die Wahrscheinlichkeit für Schnee zu den Feiertagen heute um ganze 52 Prozent geringer – also etwa jede zweite Möglichkeit einfach verschwunden.

Ein Grund dafür ist die Erwärmung in Deutschland. Seit dem Jahr 1881 ist die Durchschnittstemperatur hierzulande um 1,7 Grad Celsius gestiegen und liegt damit 0,6 Grad über dem globalen Mittel. Das hat messbare Konsequenzen: Pro Jahrzehnt kommen inzwischen rund 18 frostfreie Wintertage hinzu – fast drei Wochen mehr, an denen Schnee kaum eine Chance hat.

Und um überhaupt von „weißen Weihnachten“ sprechen zu können, gilt eine strikte Definition: An allen drei Feiertagen muss morgens um 7 Uhr mindestens ein Zentimeter Schnee auf dem Boden liegen. Ein Szenario, das aufgrund der veränderten Bedingungen immer seltener erfüllt wird.

Für diese Regionen stehen die Chancen gut

Die aktuellen Schneeaussichten zeigen große regionale Unterschiede: Während sich die Alpen weiterhin als verlässliche Winterzone präsentieren, sieht es für viele andere Gebiete düster aus. Besonders bitter trifft es jene Städte, die früher fast als schneesicher galten – doch genau dort sind die Chancen inzwischen massiv eingebrochen.

So ist Münchens Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten von etwa 33 Prozent auf nur noch 13,5 Prozent abgesackt – ein Verlust von 19,5 Prozentpunkten. Auch Freiburg verzeichnet einen deutlichen Einbruch: Statt früher rund 17 Prozent liegt die Chance nun bei unter 5 Prozent, was einem Minus von mehr als 12 Prozentpunkten entspricht.

Wo stehen die Chancen für eine weiße Weihnacht also gut? In den höheren Lagen Deutschlands stehen die Chancen auf Schnee deutlich besser als im Flachland. Sehr verlässlich präsentiert sich die Zugspitze (2.962 m): Dort liegt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten bei über 95 Prozent. Auch Garmisch-Partenkirchen (708 m) hat mit 40 bis 50 Prozent immerhin solide Aussichten auf verschneite Feiertage. In Oberstdorf (813 m) sieht es ähnlich aus – hier schwankt die Wahrscheinlichkeit zwischen 45 und 55 Prozent. Etwas unsicherer bleibt die Lage auf dem Fichtelberg im Erzgebirge (1.215 m), wo meteorologische Faktoren stärker reinspielen: Dort liegen die Chancen aktuell bei 35 bis 45 Prozent.

Quellen

  • Frankfurter Rundschau