Es wird ungemütlich

Wetter-Warnung! „Bleiben Sie zu Hause“ – Hier droht Lebensgefahr!

Eine drastische Warnung sorgt für Alarmstimmung: Wetterexperte Dr. Karsten Brandt rät eindringlich, ab Donnerstagabend möglichst zu Hause zu bleiben – denn auf den Straßen drohe „Lebensgefahr“.

IMAGO / Bernd März
Ein seltenes Wetterphänomen trifft Deutschland. Foto: Autos im Schneesturm
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Deutschland steht vor einer Wetterlage, die selbst erfahrene Meteorolog:innen selten so deutlich kommentieren. Schon am Dienstag sprach Wetterexperte Dr. Karsten Brandt gegenüber BILD eine Warnung aus, die viele aufhorchen lässt: „Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause! Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr.

Jetzt steht für ihn fest: Ab dem späten Donnerstagabend wird es besonders kritisch – mit einer gefährlichen Mischung aus Eisregen, Glatteis, Sturm und Schneefall. Und im schlimmsten Fall könnte sogar ein Wetterphänomen auftreten, das hierzulande eher die Ausnahme ist: ein Blizzard.

Seltenes Wetterphänomen trifft Deutschland: Warmfront prallt auf Tiefkälte

Was genau passiert da eigentlich? Dr. Brandt erklärt, dass ein milder Atlantik-Sturm auf eine tiefgefrorene Luftmasse über Europa trifft – und genau diese Konstellation macht die Lage so gefährlich: „Das milde Atlantik-Sturmtief knallt auf die kalte Luftmasse über Europa, wo alles tiefgefroren ist. Und genau dort wird es gefährlich!“

Besonders heikel wird es laut Brandt in der Nacht zu Freitag gegen 0 Uhr. Dann liege die sogenannte Kontaktlinie zwischen warmer und kalter Luft in einem breiten Streifen quer durch Deutschland: „In der Nacht zu Freitag gegen 0 Uhr befindet sich diese Kontaktlinie zwischen kalt und warm zwischen dem östlichen Niedersachsen, dem östlichen NRW, verläuft quer durch Hessen, Thüringen und Franken. In dieser Zone kann es Glatteis und Eisregen geben.“

Das bedeutet: Eisregen kann Straßen innerhalb von Minuten in spiegelglatte Flächen verwandeln.

Freitagmorgen wird’s noch schlimmer: Blizzard-Gefahr durch Schneesturm

Brandt zufolge wandert diese Zone am Freitagmorgen zwischen 6 und 9 Uhr weiter nach Norden und Osten. Die Warmluft bleibe zwar im Westen und Süden hängen – doch dafür ziehe ein Schneesturm durch. Genau dadurch kann laut dem Experten ein seltenes Szenario entstehen: Blizzard-Gefahr.

Norden, Osten & Mittelgebirge besonders betroffen: „Man sieht kaum noch etwas“

Während im Westen und Süden die milde Luft kaum vorankommt, drohen laut Brandt im Norden und Osten Deutschlands extreme Schneefälle – kombiniert mit kräftigem Wind: „Es gibt massiven Schneefall im Norden und Osten Deutschlands mit mehreren Zentimetern Neuschnee. Dazu einen saustarken Wind. Der Schnee verweht, wird immer wieder aufgewirbelt. Man sieht kaum noch etwas, nur noch Weiß!“

Auch in den Mittelgebirgen wird es kritisch: Dort sinkt die Schneefallgrenze am Freitagnachmittag auf 300 bis 400 Meter, später sogar noch weiter.

Orkanartige Böen + bis zu 40 cm Neuschnee: „Explizit Lebensgefahr“

In einigen Regionen droht eine besonders heftige Kombination: In NRW, Hessen und dem Saarland rechnet Brandt mit orkanartigen Böen – und massiven Schneemengen: „Dort warne ich explizit vor Lebensgefahr durch massiven Neuschnee von bis zu 40 Zentimetern, den die Modelle von Freitag bis Samstagmorgen zeigen. Es kann extreme Verwehungen geben. Das sind Bedingungen, die haben wir in Deutschland sonst eigentlich nie.“

Das ist der Punkt, an dem die Lage von „unangenehm“ zu „gefährlich“ kippt – weil Verwehungen Straßen zusetzen, Rettungskräfte ausbremsen und Orientierung im Freien fast unmöglich machen können.

Warum es lebensgefährlich werden kann: Feststecken, Auskühlen, Stromausfälle

Brandt warnt: Besonders in Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern könnte man mit dem Auto in Schneewehen steckenbleiben. Und nicht nur Autofahrten seien riskant – auch zu Fuß kann es gefährlich werden: „Zu Fuß kann man die Orientierung verlieren und einschneien. Man kühlt sofort aus, verliert die Kraft und erfriert.“

Zusätzlich drohen weitere Gefahren durch Sturm und Schneelast:

  • In Mittelgebirgen kann es in Wäldern durch Schneelast und Sturm zu Windbruch kommen

  • Stromausfälle seien möglich

  • Verwehungen können Straßen und Wege unpassierbar machen

Und weil sich die Luftmassen so komplex verhalten, ist laut Brandt noch nicht bis ins Detail vorhersehbar, wo genau es wie stark trifft: „Die Warmluft bleibt im Südwesten stecken. Am Ende setzt sich die Kaltluft wieder durch. Es ist eine ganz komplexe Wetterlage. Ich würde empfehlen, nicht die Autobahn zu benutzen.“

Fazit: Ab Donnerstagabend wird’s kritisch – Freitag kann zum Chaos-Tag werden

Die Wetterlage in Deutschland spitzt sich dramatisch zu. Dr. Karsten Brandt warnt ungewöhnlich deutlich vor Lebensgefahr – vor allem zwischen Donnerstagabend und Freitag. Das gefährliche Zusammenspiel aus Glatteis, Eisregen, Sturm und Schneemassen könnte vielerorts für massive Probleme sorgen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Blizzard, also Schneesturm mit extrem schlechter Sicht.

Wer kann, sollte jetzt vorsorgen – und Brandts Rat ernst nehmen: umplanen, zu Hause bleiben, Risiken vermeiden.

Quellen