An diesen 6 Sätzen erkennst du, dass dein Kind Stress in der Schule hat
Nicht nur Erwachsene haben Stress, sondern auch Kinder und der hängt oft mit der Schule zusammen. An diesen 6 Sätzen erkennst du, dass dein Kind Stress in der Schule hat.
Die Zahlen sind alarmierend! Laut dem Präventionsradar 2025 der Krankenkasse DAK Gesundheit hat im Schuljahr 2024/ 2025 jeder sechste Schüler angegeben, depressive Symptome zu erleben. Laut Professor Rainer Hanewinkel, Studienleiter beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, IFT-Nord, können die Belastung von Kindern und Jugendlichen „frühe Warnsignale für Überforderung, Stress oder unbekannte psychische Erkrankungen sein.“
Diese Warnsignale gilt es für uns Eltern frühzeitig zu erkennen, damit wir unser Kind optimal unterstützen können. Oft ist so ein Hilferuf verschlüsselt und wir erkennen nicht sofort, was dahinter steckt. Doch an diesen 6 Sätzen erkennst du, dass dein Kind in der Schule überfordert ist und deine Hilfe braucht.
5 Sätze, an denen du erkennst, dass es deinem Kind nicht gut geht
1. "Ich kann das nicht!"
Ein Satz, den wir Eltern häufiger hören und damit oft verbinden, dass sich unser Kind nicht genug anstrengt und zu schnell aufgibt. Statt mit einem: „Stell dich nicht so an“, zu reagieren, ist es wichtig, der Ursache für die Verunsicherung auf den Grund zu gehen und seinem Kind klarzumachen, dass es alles lernen kann, dass es dafür nur ein bisschen üben muss. Einfache Beispiele aus dem Alltag helfen oder Dinge, die das Kind besonders gut kann. „Radfahren konntest du am Anfang auch nicht und sieh an, wie gut du jetzt fährst.“
Zuhause zum Beispiel Lesen zu üben, nimmt deinem Kind den Druck es alleine in der Schule lernen zu müssen. Lest gemeinsam und ganz wichtig, motiviere dein Kind, in dem du die Fortschritte lobst.
2. "Ich verstehe das nicht!"
„Ich kann das nicht!“ und „Ich verstehe das nicht!“ sind zwei Paar Schuhe. Statt mit einem Vorwurf zu reagieren wie „Das hattet ihr doch alles schon in der Schule“, gilt auch hier die Ursache zu finden. Im Schulalltag können Nachfragen von einzelnen Kindern schnell untergehen. Setz dich in Ruhe mit deinem Kind hin, versucht gemeinsam die Aufgabenstellung durchzugehen, Vorsicht: nicht alles vorkauen! Lass dein Kind selbst auf die Lösung kommen. Denn durch das Erfolgserlebnis lernt es, nachfragen und noch mal in Ruhe nachlesen lohnt sich!
3. "Ich bin dumm!"
Kinder wissen, dass wir Eltern darauf gepolt sind, auf diese Aussage sofort mit einem „Nein, bist du nicht!“ zu reagieren. Doch hinter dieser Aussage steckt ein Gefühl der Verunsicherung und indem wir auf dieses Gefühl nicht richtig eingehen, bagatellisieren wir es. Wichtig ist also genau nachzufragen: „Warum glaubst du dumm zu sein? Hat das jemand zu dir gesagt?“ Oft steckt hinter so einer Aussage mehr und es ist wichtig, dass unsere Kinder wissen, dass sie jederzeit mit uns über ihre Probleme und Gefühle sprechen können. Negative Gefühle sollen sich nicht in ihren Köpfen manifestieren.
4. "Die anderen sind viel besser/ schneller/ klüger/ hübscher als ich!"
Vergleiche mit anderen und das Wissen, dass es immer jemanden geben wird, der besser, schneller, klüger oder hübscher ist als man selbst, gehört leider zum Leben dazu, das müssen auch unsere Kinder lernen. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, unsere Kinder resilient für dieses Leben zu machen. Ihnen ihre eigenen Stärken vor Augen zu führen, aber auch die von anderen anzuerkennen. „Es ist doch super, dass Levi so gut rechnen kann, vielleicht kannst du etwas von ihm lernen.“ Kinder brauchen einen gesunden Ehrgeiz, müssen aber auch lernen, dass sie nicht mit jedem mithalten können und müssen.
5. "Ich will heute nicht in die Schule."
Wenn dieser Satz kommt, sollten wir Eltern auf keinen Fall mit dem Argument „In Deutschland herrscht aber Schulpflicht“ kommen, denn hinter diesem Gefühl steckt garantiert mehr. Vielleicht ist es nicht der Druck in der Schule allein, vielleicht hat dein Kind gerade Ärger mit anderen Kindern, wird sogar gemobbt. Diese 7 Anzeichen können dafür sprechen, dass dein Kind gemobbt wird. Wenn Kinder nicht zur Schule gehen möchten und sogar Angst davor haben, sollte dieses Gefühl auf jeden Fall ernst genommen werden. Ein Gespräch mit Freunden (oder deren Eltern) oder der Klassenlehrer*in kann Aufschluss geben.
6. "Ich will keine Hausaufgaben machen!"
„Du musst aber“, ist nicht die richtige Antwort. Mach deinem Kind stattdessen klar, dass Schule seine Verantwortung ist. „Du gehst zur Schule, lernst fleißig, machst Hausaufgaben, schreibst gute Noten und ich gehe zur Arbeit und verdiene Geld, damit wir ein Dach über dem Kopf haben.“ Schule und lernen ist wichtig, das müssen Kinder wissen. Aber während der Schulzeit wird die Motivation immer mal wieder abflachen. Eben haben sie ein Fach noch geliebt, gute Noten geschrieben und kurz darauf flacht das Interesse komplett ab. Oft ist das nur eine Phase.
So können Eltern bei Schulstress richtig unterstützen
Ängste, Sorgen, Verunsicherungen sollten immer ernst genommen werden. Aber auch eine richtige Fehlerkultur und der Umgang mit Schwächen, ist etwas, was unsere Kinder lernen müssen. Und am besten lernen unsere Kinder von uns, also sollten wir mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn wir unseren Kindern Verlässlichkeit vermitteln, ihnen das Gefühl geben, sie können mit allen Problemen zu uns kommen, dann haben wir schon viel geschafft.








