Verbale Gewalt und ihre Auswirkungen 5 Sätze, die Kinder ihren Eltern niemals verzeihen werden

Immer mehr Studien beweisen, verbale Gewalt gegen Kinder ist genauso schlimm wie körperliche Gewalt und hat verheerende Folgen für die Entwicklung. Diese 5 Sätze sollten Eltern niemals zu ihren Kindern sagen! 

Inhalt
  1. "Ich bin enttäuscht von dir!" 
  2. "Hör auf zu Heulen/Weinen!" 
  3. "Das kannst du noch nicht, lass mich das lieber machen!" 
  4. "Iss nicht so viel Süßes, sonst wirst du zu dick!" 
  5. "Das interessiert mich nicht!" 

 

"Ich bin enttäuscht von dir!" 

Ein Satz, der einem schon mal über die Lippen kommen kann, wenn das eigene Kind etwas ausgefressen hat. Doch für das Kind kann bei diesem Satz eine Welt zusammenbrechen. Gerade kleine Kinder verstehen noch nicht, warum die eigenen Eltern jetzt enttäuscht sind. Sie fürchten sofort: "Mama und Papa haben mich nicht mehr lieb!" Für eine kleine Kinderseele ist das nur schwer zu verkraften. Das Kind fühlt sich verlassen und einsam. Fällt der Satz öfter, kann das Selbstbewusstsein des Kindes irreparable Schäden nehmen. Es glaubt: "Ich bin eine Enttäuschung. Ich kann nichts. Ich bin nichts wert!" 

 

"Hör auf zu Heulen/Weinen!" 

Frei nach dem Motto: "Ein Indianerherz kennt kein Schmerz!" Aber wenn ein Kind weint, hat es immer einen Grund. Tränen fließen nicht, weil das Kind uns ärgern möchte, sondern weil es diesen Moment seine Gefühle nicht anders ausdrücken kann. Und wenn man als Eltern nicht versucht, diesen Gefühlen auf den Grund zu gehen und sie zu verstehen, wird sich das Kind im schlimmsten Fall zurückziehen, seine Gefühle herunterschlucken oder noch schlimmer, sich ein Ventil suchen und es an anderen auslassen! 

 

"Das kannst du noch nicht, lass mich das lieber machen!" 

Kinder eifern ihren Eltern nach, denn wir sind ihre natürlichen Vorbilder. Was wir machen, das wollen unsere Kinder also auch tun und wenn wir es ihnen verbieten und sie es nicht ausprobieren lassen, hemmen wir sie in ihrer Entwicklung. Wie kann ein Kind Selbstvertrauen entwickeln, wenn es Dinge nicht ausprobieren darf? Kinder wachsen an ihren Aufgaben und mit jedem Erfolgserlebnis wächst auch das Selbstbewusstsein. Kann es etwas noch nicht, können wir unserem Kind damit Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen beibringen - das laut Erziehungsexperten sogar noch wichtiger ist als Intelligenz. Geduld zahlt sich also für beide Seiten aus.

Auch sollten Eltern Jungs und Mädchen nicht in eine Schublade stecken, nach dem Motto: "Nur Jungs spielen Fußball und nur Mädchen spielen mit Puppen." Kinder sollten die Freiheit haben, sich auszuprobieren, denn nur so können sie selbst herausfinden, was für sie das Richtige ist. 

 

"Iss nicht so viel Süßes, sonst wirst du zu dick!" 

Süßigkeiten sind für Kinder das allergrößte! Völlig logisch, dass sie sich bei jeder Gelegenheit darauf stürzen. Und Süßigkeiten allein machen nicht dick, sondern eine grundsätzlich falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Es ist also die Aufgabe der Eltern, Kindern eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu bieten. Zwischendurch mal etwas Süßes, sollte dann aber auch erlaubt sein.

Ein Kind beim Essen zu maßregeln und ihm gar das Gefühl zu geben, es sei zu dick, ist ein fataler Fehler. Dem Kind wird vermittelt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Neigt ein Kind zu Übergewicht, sollte dieses Problem natürlich angegangen werden, aber auf liebevolle Art und Weise und mit viel Verständnis. 

 

"Das interessiert mich nicht!" 

Desinteresse kommt Liebesentzug gleich. Egal wie gestresst oder genervt man manchmal als Elternteil ist, man sollte seinem Kind immer zuhören. Egal ob es sich um eine Entschuldigung handelt oder ob es darum geht, was das Kind am Tag erlebt hat. Zuhören ist genauso wichtig, wie miteinander zu reden. Wenn Kinder permanent das Gefühl haben, dass sich eh niemand für sie und ihre Sichtweise interessiert, wird es irgendwann nichts mehr erzählen. Und schließlich möchten doch alle Eltern wissen, was in seinem Kind vor sich geht. Um das zu wissen, muss man zuhören, und wenn es gerade mal nicht passt, kann man das offen kommunizieren und sich später zu einer Art Erzählstunde treffen. 

Grundsätzlich gilt es, Wörter wie "immer" und "nie" aus dem Wortschatz im Umgang mit dem Kind zu verbannen. "Immer kommst du zu spät!" und "Nie räumst du dein Zimmer auf!" bekommen durch zwei kleine Wörter eine viel größere Intensität. Macht euch bewusst, wie ihr mit euren Kindern sprecht. Spreche ich so auch mit meinen Kollegen? Nein? Dann sind die Formulierungen zu hart. 

Kommt euch einer dieser Sätze im Affekt doch mal über die Lippen, entschuldigt euch bei euren Kindern und erklärt es ihnen mit Sätzen wie: "Ich habe überreagiert." oder "Es tut mir leid!" Kinder brauchen echte und emotionale Menschen um sich, die auch mal einen Fehler machen, sich diesen eingestehen und sich dann auch verzeihen können. 

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