Erziehung

9 Arten, wie Eltern die Psyche ihres Kindes zerstören

Unsere Erziehung prägt unsere Kinder. Aber mit diesen 9 Arten, können Eltern die Psyche ihrer Kinder schädigen.

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Eltern haben mit der Erziehung einen großen Einfluss auf die sich entwickelnde Psyche ihrer Kinder. Doch leider können sie auch eine Menge falsch machen. Auf diese 9 Arten können Eltern die Psyche ihrer Kinder nachhaltig schädigen.

1. Eltern schreien ihre Kinder an

Schreien Eltern ihr Kind an, beleidigen es oder fluchen häufig in seiner Anwesenheit, wirkt sich das negativ auf die Psyche des Kindes aus, wie eine Studie der Universität Pittsburgh bewies.

Demnach können Kinder dadurch Verhaltensstörungen und sogar Depressionen entwickeln - die gleichen Folgen, wie physische Strafen. "Diese Art von Bestrafung fördert wiederum nur das störende Verhalten der Kinder“, sagte der Autor der Studie, Ming-Te Wang. 

Besser als Anschreien funktioniert das: Verbale Tricks: So bringst du dein Kind dazu, auf dich zu hören

2. Sie verhalten sich wie Helikopter-Eltern

Der Gegentrend zur anti-autoritären Erziehung sind die Helikopter-Eltern. Sie kreisen ständig um ihr Kind herum, kontrollieren und überwachen jeden Schritt, lassen keine Fehler zu, aber eben auch keine eigenständige Entwicklung.

Im schlimmsten Fall kann das Verhalten von Helikopter-Eltern bei den Kindern zu Angststörungen führen, schlimmstenfalls zu Depressionen. Zudem haben Kinder von Helikopter-Eltern häufig Probleme, sich zu entspannen, und greifen im späteren Leben häufiger zu Beruhigungstabletten. „Studenten, die erzählen, dass ihre Eltern sie übermäßig kontrolliert hätten, weisen auch in ihrem späteren Leben häufiger eine Depression auf und sind weniger zufrieden“, heißt es in einer Studie, die im Journal of Child and Family Studies veröffentlicht wurde.

Leuchtturm-Eltern dagegen erziehen starke und selbstbewusste Kinder. Hier erfährst du mehr über den Erziehungsstil.

3. Eltern überlassen ihrem Kind keine Verantwortung

Wer seinen Kindern keine Verantwortung überträgt, riskiert, dass die Kinder im späteren Leben nicht nur unselbstständig(er) sind, sondern auch ein geringes Selbstvertrauen haben. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Vanderbilt Universität schon im Jahr 1997. Menschen mit geringem Selbstvertrauen sind anfälliger für Depressionen.

Experten empfehlen, den Kindern von klein auf Verantwortung zu überlassen (in kleinen Häppchen und ihrem Alter angemessen). Demnach können Kinder, die zum Verantwortungsbewusstsein erzogen werden, besser Gruppenzwängen widerstehen und sind in der Lage, tiefe Beziehungen einzugehen. Im späteren Leben fällt es ihnen leichter, Verantwortung für sich, ihr Leben und ihren Nachwuchs zu übernehmen.

Experten empfehlen, den Kindern von klein auf Verantwortung zu überlassen (in kleinen Häppchen und ihrem Alter angemessen). Demnach können Kinder, die zum Verantwortungsbewusstsein erzogen werden, besser Gruppenzwängen widerstehen und sind in der Lage, tiefe Beziehungen einzugehen. Im späteren Leben fällt es ihnen leichter, Verantwortung für sich, ihr Leben und ihren Nachwuchs zu übernehmen.

4. Eltern bestimmen nicht, wann das Kind schlafen geht

Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass unregelmäßige Schlafenszeiten bei Kindern zu Hyperaktivität führen kann. Ebenso kann es zu sozialen und emotionalen Schwierigkeiten bei Kindern kommen, die keine festen Schlafenszeiten haben.

Auch für die Gesundheit und die Entwicklung des Gehirns sind unregelmäßige Schlafenszeiten schädlich: „Wir wissen, dass die Entwicklung eines Kindes in jungen Jahren große Auswirkungen auf das Wohlergehen und die Gesundheit in seinem späteren Leben hat. Gerade Unregelmäßigkeiten im Schlafverhalten, vor allem wenn diese in wichtigen Entwicklungsphasen stattfinden, sind besonders schwerwiegend“, erklärt Yvonne Kelly, Autorin der britischen Studie.

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5. Übertriebener und nicht altersgerechter Medienkonsum

Schauen Kinder noch vor ihrem zweiten Lebensjahr viel fern, werden sie in ihrer Sprachentwicklung beeinträchtigt, wie eine Studie bewies. Zudem wird zu viel fernsehen mit Aufmerksamkeitsstörungen und mangelnden Lese- und Rechenfähigkeiten in Verbindung gebracht.

Erst für Kinder zwischen 2,5 Jahren und 5 Jahren kann moderater Fernsehkonsum förderlich sein - vorausgesetzt, es handelt sich um Kinder-Bildungsfernsehen, wie z.B. die "Sesamstraße", "Löwenzahn" oder "Die Sendung mit der Maus".

6. Eltern nutzen ständig das Handy - auch wenn die Kinder anwesend sind

Wer in Anwesenheit seines Kindes dem Handy viel Aufmerksamkeit schenkt, gefährdet sein Kind vehement. Zum einen können durch die Ablenkung der Eltern mehr Unfälle zustande kommen.
Zum anderen fühlt sich das Kind unbeachtet und unwichtig. Das kann zu einem mangelnden Selbstbewusstsein des Kindes führen.

7. Eltern erziehen ihre Kinder autoritär

Die Psychologin Diana Baumrind untersuchte 3 Erziehungsstile: den autoritären (= Erziehung durch Bestrafungen, viele Regeln, hohe Erwartungen, wenig emotionale Unterstützung, ohne offene Diskussionen und Erklärungen bei Problemen),  den autoritativen (= Kindern sichere Basis geben, Werte vermitteln, Kindern Raum geben, Dinge kritisch zu hinterfragen, ohne Bestrafungen) und den permissiven (ähnlich wie anti-autoritäre Erziehung: Kind muss selbst Initiativen ergreifen, aktiv werden, seine Bedürfnisse äußern etc.).

Das Ergebnis von Dr. Baumrind: Der autoritäre Erziehungsstil ist der schlechteste von allen. Kinder, die autoritär erzogen wurden, schnitten schlechter in der Schule ab und wurden zu unreflektiertem Gehorsam erzogen. Den Grund dafür sehen Experten in dem mangelnden Verständnis des Kindes. Denn: Begründen Eltern ihre "Befehle" nicht, können Kinder sie auch nicht nachvollziehen und sind unmotiviert, sie (freiwillig) zu befolgen.

8. Eltern sind ihren Kindern gegenüber distanziert

Je weniger Zuneigung ein Kind von seinen Eltern bekommt, desto schwieriger gestaltet sich seine Zukunft, wie Studien mehrfach bewiesen haben. Kinder von distanzierten Eltern sind später unsicherer und haben häufig emotionale Schwierigkeiten, wie z.B. Bindungsängste. Das kann dazu führen, dass sie sich sozial abkapseln, Angststörungen entwickeln und isoliert leben.

9. Eltern wenden bei Kindern die Prügelstrafe an

Gewalt ist niemals eine Lösung! Wer seinen Kindern physisches Leid zufügt, schädigt ihre Psyche enorm. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass geschlagene Kinder häufig aggressiv und/ oder hyperaktiv werden, in der Schule stören und in Zukunft oft selbst ihre Kinder schlagen.

Zum Weiterlesen: Erziehungsratgeber für Eltern

Du möchtest dich gerne umfassend in das Thema Erziehung einlesen? Dann haben wir für dich einige empfehlenswerte Ratgeber herausgesucht:

Wie du mit Klarheit, Humor und Empathie anstatt mit Lautstärke Konflikte löst, zeigt Bestseller-Autorin Nicola Schmidt in ihrem Ratgeber 'Erziehen ohne Schimpfen'. Als Klassiker seines Genres gilt der Titel 'Babyjahre' des renommierten Kinderarztes und Autors Remo H. Largo. Darin erklärt er die frühkindliche Entwicklung der ersten vier Lebensjahre und schildert die Vielfalt kindlichen Verhaltens. In ihrem Bestseller 'Das Buch, von dem du dir wünscht, deine Eltern hätten es gelesen', zeigt die erfahrene Psychotherapeutin Philippa Perry, worauf es wirklich in einer gelungenen Eltern-Kind-Beziehung ankommt.

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