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Babynamen aus Studio Ghibli-Filmen: Die schönsten Vornamen von Chihiro bis Totoro

Studio Ghibli-Filme bieten eine Inspirationsquelle für Babynamen – und wir zeigen dir die schönsten Vornamen.

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Mutig, herzzerreißend, fröhlich und verdammt kreativ: Hayao Miyazaki, der Mitbegründer des japanischen Zeichentrickfilmstudios, wird nicht ohne Grund „der Disney Japans“ genannt. Seine Filme berühren Herz und Hirn und die von zumeist Hand gezeichneten Animationen mit ihrem Detailreichtum sind Kunstwerke. Mehr Vielschichtigkeit ist in diesem Genre kaum in anderen Filmen zu finden. Nicht zuletzt deshalb bieten die Studio Ghibli-Filme eine wunderbare Inspirationsquelle für Babynamen.

Egal, ob du bereits Fan von Studio Ghibli bist oder, ob du nach einem außergewöhnlichen Babynamen suchst: Von „Chihiros Reise ins Zauberland“ bis hin zu „Kikis kleiner Lieferservice“ – wir zeigen die schönsten Vornamen für Mädchen und Jungen aus Studio Ghibli-Filmen und erklären ihre Bedeutung.

Babynamen aus Studio Ghibli-Filmen: Die schönsten Vornamen für Mädchen

Du suchst einen starken, aussagekräftigen Vornamen für deine Tochter? Dann bist du bei Studio Ghibli genau richtig, denn der Mitbegründer und Regisseur Hayao Miyazaki erklärte 2013 in einem Interview mit „The Guardian“ den Hintergrund seiner weiblichen Figuren wie folgt:

„Viele meiner Filme haben starke weibliche Hauptfiguren – mutige, selbstständige Mädchen, die, ohne zu zögern, mit ganzem Herzen für ihre Überzeugungen kämpfen. Sie brauchen eine Freundin oder eine Unterstützerin, aber niemals einen Retter. Jede Frau ist genauso fähig, eine Heldin zu sein wie jeder Mann.“

Und hier kommen die schönsten und stärksten Babynamen für Mädchen aus Studio Ghibli-Filmen:

Lin aus „Chihiros Reise ins Zauberland“

Die erfolgreiche und bekannteste Geschichte aus dem Hause Studio Ghibli erhielt 2003 einen Oscar als bester animinierter Zeichentrickfilm. In „Chihiros Reise ins Zauberland“ geht es um die 10-jährige Chihiro, die mit ihren Eltern in eine neue Stadt zieht und auf dem Weg dorthin einen verlassenen Vergnügungspark entdeckt. Der Film behandelt Themen wie das Erwachsenwerden, Freundschaft, die Kritik an Materialismus und Gier sowie den Umweltschutz. Zu letzterem passt auch die Bedeutung des Vornamens Lin: „Wald“.

Mei aus „Mein Nachbar Totoro“

Hierzulande einer der bekanntesten Filme aus dem Hause Ghibli. In „Mein Nachbar Totoro“ treffen die Schwestern Mei und Satsuki auf den Waldgeist, einem Fabelwesen, namens Totoro und erleben mit ihm allerlei Abenteuer. Allerdings müssen sie auch ihre Sorgen um ihre kranke Mutter verarbeiten, was dem sonst eher leichteren Film einen traurigen Tiefgang verpasst. Mei bedeutet aus dem Japanischen übersetzt u.a. „Knospe“ oder „Spross“.

Kaya aus „Prinzessin Mononoke“

Mit „Prinzessin Mononoke“ (1997) über eine Wolfsprinzessin und einen verfluchten jungen Mann gelang Regisseur Hayao Miyazaki international der Durchbruch. Kaya ist eine Nebenfigur, die mutig versucht ihre Freunde vor dem Dämon Nago zu beschützen. Im Japanischen wird der Vorname Kaya - je Kanji-Schreibweise - mit „die Helferin“ übersetzt – passender gehts nicht.

Sheeta aus „Das Schloss im Himmel“

„Das Schloss im Himmel“ (1986) ist der erste Studio Ghibli-Film und handelt von zwei Kindern, die sich auf die Suche nach einem sagenumwobenen Schloss machen. Die Botschaft dahinter ist eine Mahnung an die Verantwortung des Menschen zur bewussten Nutzung des technischen Fortschritts. Der Name Sheeta, die Hauptfigur in dem Film, wird aus dem Sanskrit und Hindi abgeleitet. Er vermittelt die Eigenschaften einer Heldin, die sich schnell an neue Situationen anpassen kann und dabei körperlich flink und wendig agiert.

Kiki aus „Kikis kleiner Lieferservice“

Kiki ist einer Teeanger-Hexe, die ihre Familie verlässt, um traditionsgemäß in einer anderen Stadt neue Hexkraft zu sammeln und diese zu vervollständigen. „Kikis kleiner Lieferservice“ (1989) war einer der erfolgreichsten Filme aus dem Ghibli-Universum. Die Coming-of-Age-Geschichte behandelt Themen wie Identitätsfindung, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Der Name Kiki kann u.a. mit „Prinzessin“ oder Freude“ übersetzt werden.

Sophie aus „Das wandelnde Schloss“

Der weibliche Vorname Sophie ist in Deutschland ein beliebter zweiter Mädchenname und geht auf den altgriechischen Namen Sophia (ein Trend-Babyname 2026) zurück, was übersetzt „die Weisheit“ bedeutet. In „Das wandelnde Schloss“ (2004) wird die junge Hutmacherin Sophie von einem jungen Mann vor zwei aufdringlichen Soldaten gerettet. Doch die Hexe aus dem Niemandsland hat Interesse an Sophies Retter – und belegt das Mädchen aus Eifersucht mit einem Fluch, woraufhin sich Sophie in eine 90 Jahre alte Frau verwandelt. Sie begibt sich auf die Reise in Niemandsland, um die Hexe zu finden und den Fluch zu brechen.

Schon gewusst?
  • Mit dem Namen „Studio Ghibli“ spielte Studio-Mitbegründer Hayao Miyazaki auf das italienische Wort für „heißer Wüstenwind“ (ghibli) an. Miyazaki wollte mit der Namensgebung auch andeuten, dass er mit der Gründung „neuen Wind“ in die Animationsindustrie bringe. Außerdem wurde der Name für das italienische Flugzeug Caproni zirka 309 Ghibli verwendet. Miyazaki ist seit seiner Kindheit fasziniert von der Luftfahrt, denn sein Vater war Direktor der Flugzeugteile-Firma seines Onkels. Gleichzeitig verurteilt der Studio Ghibli-Regisseur den japanischen Militarismus und deren Einsatz im Krieg. 

  • Japanische Namen haben keine einheitliche Bedeutung, da sie aus verschiedenen japanischen Schriftzeichen chinesischen Ursprungs, genannt „Kanji“, gebildet werden. Daher kann ein Vorname mehrere Bedeutungen haben – eben je nach Kanji. Für den japanischen Mädchennamen Kiki gibt es im Kanji z.B. über 70 verschiedenen Schreibweisen und somit auch unterschiedliche Bedeutungen.

  • Anders als im Deutschen, bildet der zweite japanische Name den Vornamen und der Erste den Nachnamen (z.B. würde ich somit Kruse Bonnie heißen).

  • Die japanische Kultur legt viel Wert auf die Bedeutung eines Namens. Oft verkörpern diese Tugenden, die Eltern ihrem Kind vermitteln möchten, wie etwa Mut und Freundlichkeit.

  • Der Doppelname als Nachname ist in Deutschland keine Seltenheit. In Japan ist das nicht möglich: Paare müssen sich für einen gemeinsamen Nachnamen entscheiden.

  • Seit 2025 lässt die japanische Regierung laut einem Bericht des „The Guardian“ nur noch offiziell anerkannte Lesarten der Kanji-Zeichen bei Vornamen zu. Der Grund: Der Trend zu Namen mit popkulturellen Referenzen (wie z.B. Pikachu (Pokémon) oder Kitty (nach „Hello Kitty“), sogenannte „Kira-Kira-Namen“, führte zu Verwirrungen und gar Mobbing. Eltern sind nun verpflichtet, die Behörden über die phonetische Aussprache des Namens zu informieren.

Babynamen aus Studio Ghibli-Filmen: Die schönsten Vornamen für Jungen

Zwar sind in den Studio Ghibli-Filmen überwiegend weibliche Hauptfiguren zu finden, doch ein paar männliche Helden haben in Miyazakis Animes ebenfalls ihren Platz. Oft werden die Charaktere als einfühlsam und loyal dargestellt, weshalb der Regisseur auf diese Weise mit „harte Kerle“-Klischees spielt.

Wenn du auf der Suche nach einem besonderen Jungennamen bist, kommen hier unsere Favoriten für männliche Babynamen aus Studio Ghibli-Filmen:

Haku aus „Chihiros Reise ins Zauberland“

Haku ist ein Flussgeist in „Chihiros Reise ins Zauberland“, der in Gestalt des weißen Drachens Ryuu auftritt. Er beschützt Chihiro vor Gefahren und hilft ihr bei wichtigen Entscheidungen. Laut Ancestry, einer Plattform für Ahnenforschung, stammt der Name Haku aus dem Hawaiinischen, wo er die Bedeutung von „Manager“ oder „Aufseher“ trägt.

Jirō aus „Wie der Wind sich hebt“

Der japanische Vorname Jirō (im Deutschen auch Jiro) bedeutet „zweiter Sohn“. Die gleichnamige Hauptfigur in Miyazakis letztem Film träumt während des Ersten Weltkriegs in seinem Elternhaus vom Fliegen. In "Wie der Wind sich hebt" (2014) stellt der Studio Ghibli-Gründer die kritische Frage nach der Mitschuld der Wissenschaft, wenn diese zu militärischen Zwecken missbraucht wird. Außerdem behandelt der Anime indirekt eine der größten Katastrophen in der japanischen Geschichte: Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Mahito aus „Der Junge und der Reiher“

Nach zehn Jahren im Ruhestand kehrte Hayao Miyazakis 2023 mit „Der Junge und der Reiher“ zurück – und bekommt einen Oscar für den besten Animationsfilm, in dem er autobiografische Erfahrungen einwebt. Dieser Studio Ghibli-Film ist im Zweiten Weltkrieg angesiedelt und handelt von dem 12-jährigen Mahito (japanisch für „wahrhaftiger, aufrichtiger Mensch/Mann“), der nach dem Tod seiner Mutter bei einem Luftangriff mit seinem Vater aufs Land zieht. Überfordert mit seiner Trauer, fügt er sich selbst eine Wunde zu. Ein sprechender Graureiher führt den Jungen schließlich in eine Fantasiewelt. Ob Mahito sein Trauma überwinden kann?

Seita aus „Die letzten Glühwürmchen“

Dieser Studio Ghibli-Film unter der Regie von Isao Takahata, bietet zwar eine tieftraurige Inspiration für einen männlichen Babynamen. Doch behandelt „Die letzten Glühwürmchen“ erneut ein so wichtiges und leider auch aktuelles Thema, das wir ihn hier unbedingt erwähnen möchten: Die Leiden der Menschen zu Kriegszeiten. In dem Film kämpft Seita gemeinsam mit seiner Schwester Setsuko ums Überleben und versucht alles, um dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht. Passenderweise heißt der Vorname Seita im Japanischen so viel wie "von wahrer Größe" oder "der Opferstein".

Paolo aus „Porco Rosso“

Der Anime "Porco Rosso" (1992) ist die Geschichte eines italienischen Piloten, der sich durch einen Fluch in ein halbes Schwein verwandelt und als Söldner gegen Piraten in der Adria kämpft. Paolo ist eine Nebenfigur, stets gastfreundlich und immer für einen Scherz zu haben. Er ist gläubig, weshalb der Name wunderbar passt: Paolo ist die italienische Form des lateinischen Namens Paulus, der durch den Apostel Paulus im Christentum verbreitet wurde und so viel wie „der Kleine“ oder „der Bescheidene“ bedeutet. Wenn du also einen männlichen Vornamen mit biblischer oder religiöser Bedeutung suchst, könnte dieser der passende sein.

Shun „Der Mohnblumenberg“

Im Vergleich zu anderen Studio Ghibli-Filmen, ist „Der Mohnblumenberg“ hierzulande nicht besonders bekannt. Dabei behandelt der Animationsfilm über die zwei Klassenkameraden Umi und Shun, die um den Erhalt eines alten Clubhauses kämpfen, wichtige Themen wie u.a. Teenager-Liebe oder den Wandel der japanischen Gesellschaft nach dem Krieg. Direkt übersetzt bedeutet der japanische Vorname Shun "der Kluge", "der Schnelle" oder "der Hohe".

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