Mobbing auf InstagramBeliebte Bachelor-Kandidatin macht mit dem Internet Schluss!

Mobbing auf Social Media wird immer salonfähiger. Nicht nur Normalos, sondern auch Promis, Social-Media-Sternchen und Influencer sind stark davon betroffen. Der Hass im Internet kann jeden treffen und fatale Folgen haben. Auch Bachelor-Kandidatin Svenja von Wrese litt sehr unter dem Mobbing auf Social Media und zog drastische Konsequenzen für sich.

Inhalt
  1. Svenja von Wrese: Depressionen statt Instagram
  2. „Du bist so hässlich“ - Svenja erzählt vom Mobbing auf Instagram 
  3. Nach Bachelor-Teilnahme: Selbstzweifel dank Instagram 

Svenja von Wrese ist keine Unbekannte für die Öffentlichkeit. Sie kam bei „Der Bachelor“ 2018 bis ins Finale, doch für die letzte Rose von Daniel Völs reichte es nicht. Anschließend versuchte sie ihr Glück bei „Bachelor in Paradise“, aber auch hier ging sie am Ende leer aus.

 

Svenja von Wrese: Depressionen statt Instagram

Eigentlich hatte Svenja nie ein Problem mit der Öffentlichkeit. 2015 zog sie sich sogar für den Playboy aus. Doch Social Media ist einfach eine andere Welt. Zu ihren Hochzeiten folgten der hübschen Blondine über 80.000 Follower auf Instagram und Svenja war auf dem besten Weg eine Influencerin zu werden. Doch dann war plötzlich Schluss. Im Oktober 2018 zog sich Svenja von Wrese aus den sozialen Medien zurück. Sie litt damals an Depressionen und kam mit dem Druck der Öffentlichkeit nicht mehr zurecht. Im funk-Format „Die Frage“ erzählt sie nun von ihren Gründen und Erfahrungen.

 

„Du bist so hässlich“ - Svenja erzählt vom Mobbing auf Instagram 

Im Gespräch macht Svenja von Wrese einen besonnen und reflektierten Eindruck. Sie erzählt von ihrer Zeit im Fernsehen; wie es ist, vor Millionen Menschen einen Korb zu bekommen; und von all dem, was man abseits der Kameras nicht sehen kann. Besonders auf ihrem Instagram-Profil ging es hoch her. „Es ist so peinlich, wie du dich benimmst“; „Bekommst du keinen ab im echten Leben?“ und „Du bist so hässlich“ sind nur einige Kommentare, die Svenja immer wieder lesen muss. Aber auch in den Medien kommt sie nicht immer gut weg. „Es ist ein beschissenes Gefühl, wenn man irgendwie nur dasitzt, ständig wird was veröffentlicht. Und da dachte ich bei manchen Sachen: ‚Wow, das ist schon nicht so nett.‘“

Mit einer steigenden Followerzahl finden eben auch immer Menschen zu dir, die dir nichts Gutes wollen. Das musste auch Svenja mit der Zeit lernen. Manchmal habe sie wegen der Kommentar auch geweint, gesteht sie im Interview. „Einfach weil mir das so nah gegangen ist und weil ich dann irgendwann selber angefangen habe an mir zu zweifeln und irgendwie dachte: Wirke ich wirklich so? Ich weiß nicht, ich habe da einfach so extreme Selbstzweifel in der Zeit bekommen“, reflektiert sie heute ihre Zeit auf Instagram.

 

Nach Bachelor-Teilnahme: Selbstzweifel dank Instagram 

Mit den Monaten wurden die Selbstzweifel immer stärker und arteten in eine Depression aus. Irgendwann war für Svenja der Moment gekommen, in dem sie sich von Instagram verabschiedete. Der Auslöser war, wie sollte es anders sein, ein negativer Kommentar. „Da habe ich mir schon irgendwie gesagt: Ne das kannst du dir nicht mehr geben, auch weil es so auf die Psyche geht und so. Social Media ist erstmal nichts mehr für dich.

Doch auch ohne Instagram kam Svenja nicht mehr aus ihrem Loch. „Ich habe einfach immer so in den Tag reingelebt“, erinnert sie sich. „Ich war wirklich den Tag über einfach froh, wenn ich abends ins Bett konnte und wieder schlafen konnte.“ Sich einzugestehen, dass es ihr nicht gut geht und sie Hilfe braucht, war nicht leicht. Schließlich entscheidet sie sich aber doch für einen Psychotherapeuten und etwas später sogar für eine stationäre Therapie in einer Klinik.

Seitdem hat Svenja ihr Lachen wiedergefunden. Trotz dieser Erfahrungen geht sie nun erneut an die Öffentlichkeit – aber dieses Mal um aufzuklären. „Ich wollte auch einfach meinen Followern zeigen, oder generell den Leuten da draußen, dass hinter Personen des öffentlichen Lebens Probleme stecken können“, erklärt Svenja stolz.

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