Beziehungskiller Streit: Was dir jetzt helfen kann

Du hast das Gefühl, du streitest dich zu viel mit deinen Mitmenschen und findest im Streit nicht die richtigen Worte? Wir geben dir hier einen Leitfaden, wenn sich der Streit mal wieder nicht verhindern lässt.

Streitendes Ehepaar
Oft geraten Streits aus dem Ruder und man schreit sich nur noch an Foto: iStock/ South_agency

Streit gehört zum Leben dazu. Streit ist auch wichtig und gut, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. In jeder engeren Beziehung, sei es zu deinen Freundinnen und Freunden, Kindern, Kolleginnen und Kollegen oder in einer Partnerschaft, entstehen früher oder später einfach mal Meinungsverschiedenheiten.

Streit entsteht, sobald die Beziehung fester wird

Je näher sich zwei Personen stehen und je fester deren Beziehung zueinander ist und wird, desto mehr eckt man plötzlich an. In einer Partnerschaft können es kleine Angewohnheiten der:s  andere:n sein, die plötzlich stören. Wäsche, die der Partner überall liegen lässt, ungewaschenes Geschirr, das seit Tagen schon in der Spüle steht. Auch unpünktlich zum vereinbarten Treffen erscheinen oder versetzt werden können Dinge sein, die einen Streit entfachen. Doch wie streitet können gesund streiten, also so, dass Konflikte geklärt werden, ohne der Beziehung zu schaden? Wir haben für dich einige wertvolle Strategien gesammelt.

Bewusst Abstand nehmen

 

Du spürst, wie es innerlich schon in dir brodelt? Lasse deinen Gefühlen Raum und gehe erstmal auf Abstand. Denn Wut verführt dazu, sich in negative Gefühle hineinzusteigern. Unter diesen Umständen kommt ihr wahrscheinlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Nehme dir also erst Zeit für dich, ziehe dich zurück und schreibe auf, was sie gerade wütend oder traurig macht.

Auf Vorwürfe im Streit verzichten

Kontraproduktiv ist es, im Streit dem anderen Vorwürfe zu machen. Versuche, Aussagen wie „Es nervt mich echt, dass ich dir immer hinterher räumen muss“ zu vermeiden. Denn das treibst du dein Gegenüber wahrscheinlich eher auf die Palme und in Defensivstellung. In Streitgesprächen ist es besser, sachlich und neutral miteinander zu sprechen.  

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In dein Gegenüber hineinversetzen und Verständnis zeigen

Warum hat mein Partner gerade so gehandelt und was fühlt er gerade? Versuche, deinen Gegenüber besser zu verstehen. Daraufhin folgt dann auch meist Verständnis, dem oder der anderen gegenüber: Im Gespräch solltest du stets versuchen, mit positiven Botschaften deine Wünsche oder auch Kritik zu äußern, „Ich weiß, dass du aktuell ziemlich viel Stress hast“.

Das eigene Empfinden erklären

Warum fühltest du dich angegriffen, wütend oder verletzt und hast den Streit ausgelöst? Dein Partner, deine beste Freundin oder deine Kinder kennen dich zwar ziemlich gut, können aber nicht in deinen Kopf schauen und deine Gedanken lesen bzw. dein inneres Befinden erkennen. Versuche also, deine aktuellen Gefühle deutlich zu machen wie „Ich habe zurzeit das Gefühl, dass ich die meiste Hausarbeit alleine trage und würde mir mehr Unterstützung wünschen.“ Das kann dein Gegenüber natürlich auch falsch verstehen – also gib auch der anderen Person Zeit und Abstand und führe gegebenenfalls das Gespräch später fort.

Wieder lernen, „bitte“ und „danke“ zu sagen

Zuletzt zählt das, was wir alle schon als Kinder gelernt haben. Es sind zwei ganz einfache Worte, die aber schon viel bewirken können: bitte und danke. So simpel und doch so effizient. Denn sie drücken unsere Wertschätzung. Oftmals genügt schon ein kleines „Dankeschön“, und unser Gegenüber weiß, dass er/ sie für seine/ihre Arbeit geschätzt wird. So kann ein „Bitte kannst du den Müll rausbringen“ und „Danke fürs Spülen“ schon oftmals einen drohenden Streit verhindern.

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