Prozess um Entführung

Christina Block: GNTM-Kandidat legt Geständnis in Entführungsfall ab

Beim Prozess gegen Unternehmerin Christina Block gibt es immer wieder Überraschungen. Jetzt kam eine dazu: Auch ein Ex-GNTM-Kandidat legte ein Geständnis ab.

Christina Block und ihr Verteidiger Ingo Bott.
Christina Block (52) und ihr Verteidiger Ingo Bott. Im Hintergrund ist Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling (66) zu sehen. Auch der Moderator ist angeklagt. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD
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Der Vorwurf ist hart: Christina Block (52), Tochter des „Block House“-Gründers Eugen Block (85), ist in Hamburg angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben. 41 Prozesstage gab es bereits – und immer wieder neue Wendungen. Denn: Während das Verfahren bereits lief, meldeten sich die Entführer aus Israel. Und einer von ihnen sagte mittlerweile auch schon aus.

„Sicheres Geleit“? Die Staatsanwaltschaft sagt nein

Doch ein Mann blieb bislang verschwunden: der ehemalige GNTM-Kandidat Jonathan C. (35). Der gebürtige Israeli soll erst kurz vor der Entführung zum Team gekommen sein. Und er soll dabei gewesen sein, als die Kinder Klara und Theo gewaltsam aus Dänemark entführt wurden. Laut dem mitangeklagten Israeli Tal S. war er der Mann, der Stephan Hensel, den Vater der Kinder, bei der Entführung schlug.

Nach der Entführung tauchte auch Jonathan C. unter. Doch jetzt meldete er sich bei der Hamburger Staatsanwaltschaft, berichtet Bild. Dabei hoffte er wohl auf „sicheres Geleit“, wie es auch schon David B. (68), der mutmaßliche Kopf der Entführer-Gruppe, bekam. Das heißt: Sein Haftbefehl wurde außer Kraft gesetzt, damit er nach Hamburg kommen und aussagen kann.

Kindesretter – weniger ein Entführer

Doch diesen Deal wollte die Staatsanwaltschaft diesmal nicht eingehen, heißt es. Die Folge: Jonathan C. bleibt in Israel. „Mein Mandant würde sich ja auch dem Verfahren stellen“, so sein Strafverteidiger Christian Hermanussen zu Bild. „Aber wenn die Staatsanwaltschaft sagt, dann wandert er in die Untersuchungshaft … Ich glaube, jeder kann nachvollziehen, dass er deswegen in Israel bleibt.“

Seine Rolle bei der Entführung soll Jonathan C. klein geredet haben. Er sei erst wenige Tage vor der Entführung dazu gekommen. Und er sei nur angefragt worden, weil er Deutsch spricht. Entsprechend sei Kommunikation seine eigentliche Aufgabe gewesen. „In der Vorstellung meines Mandanten hätte sich die Gruppe eher als Kindesretter bezeichnet, weniger als Entführer“, so sein Anwalt.

Quellen