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Christina Block: Auftrags-Entführer getäuscht? Das wirft er ihr jetzt vor

Neue Wendung im Prozess um Christina Block: Wurde ein mutmaßlicher Entführer getäuscht? Vor Gericht fallen harte Vorwürfe – alle Infos hier.

Christina Block mit ihren Verteidiger Ingo Bott
Christina Block und ihr Verteidiger Ingo Bott. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD
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Im Prozess um Unternehmerin Christina Block spitzen sich die Ereignisse weiter zu. Vor dem Landgericht Hamburg stehen sich die Parteien erneut mit scharfen Worten gegenüber und eine zentrale Frage rückt immer stärker in den Fokus: Gab es kurz vor der umstrittenen Rückholung ihrer Kinder ein geheimes Treffen mit den mutmaßlichen Entführern?

Streit um geheimes Treffen im Hotel

Im Mittelpunkt steht ein mögliches Treffen am 28. Dezember 2023 im Hamburger Hotel Grand Elysée. Der Verteidiger eines angeklagten Israelis erklärte vor Gericht, dass sich mehrere Beteiligte dort versammelt hätten. Ziel sei gewesen, zu überprüfen, ob der Auftrag tatsächlich von der Mutter der Kinder, Christina Block, stamme.

Sein Mandant sei überzeugt gewesen, Teil einer „Rettungsmission“ zu sein. Auch die Maskierung der Männer habe laut Verteidigung einem „professionellen Auftreten“ dienen sollen.

Doch genau diese Darstellung wird von Blocks Anwalt entschieden zurückgewiesen.

„Wunschdenken“ oder entscheidender Beweis?

Blocks Verteidiger Ingo Bott widerspricht der Darstellung deutlich. Ein solches Treffen habe es nie gegeben. Die Vorwürfe bezeichnete er als „Wunschdenken“.

Zudem stellte er die Glaubwürdigkeit der Aussagen infrage: Es sei unlogisch, dass ein angeblich maskiertes Team gleichzeitig offen im Hotel unterwegs gewesen sein soll.

Auch die späte Erwähnung des Treffens sorgt für Zweifel. Laut Verteidigung habe der Angeklagte diesen Punkt erst sehr spät ins Spiel gebracht – möglicherweise, um sich selbst zu entlasten.

Harte Worte im Gerichtssaal

Der Ton im Gericht wird derweil immer schärfer. Der Anwalt von Blocks Ex-Mann Stephan Hensel bezeichnete die Ausführungen der Verteidigung als „allgemeine Schwafelei“. Diese würden lediglich Zeit kosten. Blocks Anwalt konterte umgehend und warf der Gegenseite vor, gezielt Aussagen zu tätigen, um medienwirksame Schlagzeilen zu produzieren.

Worum geht es im Fall Christina Block?

Die Hamburger Unternehmerin, Tochter des „Block House“-Gründers Eugen Block, ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in Auftrag gegeben zu haben.

Hintergrund ist ein langjähriger Sorgerechtsstreit: Der Vater der Kinder hatte sie 2021 nach einem Aufenthalt in Dänemark nicht zurückgebracht.

In der Silvesternacht 2023/24 wurden die Kinder schließlich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Deutschland gebracht. Laut Anklage steckte dahinter ein Team um ein israelisches Sicherheitsunternehmen.

Christina Block bestreitet die Vorwürfe.

Belastende Aussagen – aber viele offene Fragen

Ein mutmaßlicher Drahtzieher hatte bereits ausgesagt, Block habe von der geplanten Aktion gewusst und sich sogar bei dem Team bedankt. Gleichzeitig bleibt unklar, wie viel sie tatsächlich wusste und ob sie aktiv beteiligt war.

Der aktuell angeklagte 36-Jährige ist bislang der einzige aus dem mutmaßlichen Team, der festgenommen wurde. Weitere Beteiligte könnten ebenfalls noch angeklagt werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Prozess läuft bereits seit vielen Verhandlungstagen und dürfte sich noch weiter hinziehen. Als Nächstes steht die Befragung eines Kriminalbeamten an.

Mit insgesamt sieben Angeklagten – darunter auch Blocks Lebensgefährte, Ex-Sportmoderator Gerhard Delling – bleibt der Fall komplex und vielschichtig.

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