„Jedes Kind liebt seine Mama“: Christina Block veröffentlicht herzzerreißenden Brief
Kurz vor Weihnachten meldet sich Christina Block mit sehr persönlichen Worten zu Wort. In einem Brief, der nun öffentlich wurde, beschreibt die Unternehmerin ihre Sehnsucht nach ihren Kindern und das Gefühl tiefer Ohnmacht.
Während für viele Familien Kerzen brennen, Geschenke verpackt werden und Vorfreude in der Luft liegt, erlebt Christina Block die Adventszeit unter völlig anderen Vorzeichen. Die Unternehmerin verbringt diese Wochen nicht nur mit der Sorge um ihre Kinder, sondern auch im Schatten eines laufenden Gerichtsverfahrens. Jetzt werden Zeilen bekannt, die zeigen, wie sehr sie diese Situation emotional belastet.
Die beiden Briefe, um die es geht, liegen der „BILD“ vor. Christina Block erklärte sich damit einverstanden, dass ihr Schreiben, obwohl ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, veröffentlicht wird.
„Jedes Kind liebt und sehnt sich nach seiner Mama.“
Der Brief entstand als Antwort auf eine Nachricht einer Frau, die Christina Block Mut zusprechen wollte. Sie selbst hatte erlebt, wie ihr Ex-Partner ihr den Kontakt zum eigenen Kind zeitweise unmöglich machte. Aus diesem persönlichen Schicksal heraus schrieb sie an Block und traf offenbar einen wunden Punkt.
Christina Block reagierte mit einem sehr offenen Schreiben. Darin heißt es gleich zu Beginn: „Ihre Zeilen haben mich sehr berührt und ich hoffe sehr, dass Sie recht haben, dass niemand Kindern ihre Mama ‚ausradieren‘ kann.“
In dem Brief wird deutlich, wie intensiv Christina Block über ihre Kinder nachdenkt. Sie schreibt über eine Verbindung, die ihrer Überzeugung nach stärker ist als jede äußere Trennung. „Eigentlich weiß ich es auch, das geht einfach nicht, es ist ein Naturgesetz: Jedes Kind liebt und sehnt sich nach seiner Mama.“
Ein weiteres Weihnachten ohne alle Kinder
Besonders schwer scheint für Christina Block die Weihnachtszeit zu sein. Sie schreibt, dass sie auch dieses Jahr „erneut nur mit einem meiner vier Kinder feiern“ werde.
Weihnachten, so schildert sie es, sei für viele Menschen die Zeit von Nähe und Geborgenheit. Für andere werde es jedoch zu einer Phase schmerzhafter Abwesenheit. Sie verweist auf zahlreiche Eltern, die ihre Kinder nicht sehen dürfen – nicht aus Desinteresse, sondern weil der Kontakt durch den anderen Elternteil abgebrochen wurde, selbst trotz gerichtlicher Anordnungen und jahrelanger Bemühungen.
Wenn Eltern außen vor bleiben
In ihrem Schreiben spricht Christina Block ein Thema an, das gesellschaftlich oft im Verborgenen bleibt: Kindesentfremdung. Sie betont, dass dieses Problem deutlich häufiger vorkomme, als viele annehmen. Jedes Jahr seien in Deutschland Zehntausende Eltern betroffen.
Block beschreibt das Gefühl, nicht erklären, nicht trösten und nicht begleiten zu können, während Kinder älter werden. Gefühle, die sie nach eigenen Worten sehr gut kenne. „Ich kenne dieses Gefühl. Ich kenne die Ohnmacht.“
Rückhalt aus unerwarteter Richtung
In den vergangenen Monaten hat Christina Block zahlreiche Zuschriften erhalten. Diese Rückmeldungen hätten ihr Kraft gegeben und ihr gezeigt, dass sie mit diesem Schicksal nicht allein sei.
Gleichzeitig macht sie deutlich, dass über sie und ihre Kinder viel berichtet werde. Zwar würden sie öffentlich wahrgenommen, doch häufig auf eine Weise, die sie als falsch empfinde. Dennoch wolle sie diese Aufmerksamkeit nutzen, um anderen Betroffenen Mut zu machen – besonders jenen, die zweifeln und sich fragen, ob sie für ihre Kinder noch gesehen werden.
Am Ende ihres Briefes schlägt Christina Block einen ruhigen, fast versöhnlichen Ton an. Sie schreibt über Geduld, Durchhaltevermögen und Solidarität unter Eltern, die Ähnliches erleben. Ihre zentrale Erkenntnis: Liebe hört nicht auf, auch dann nicht, wenn äußere Umstände Wege blockieren.
Parallel ein Prozess mit schweren Vorwürfen
Während diese sehr persönlichen Worte öffentlich werden, läuft vor dem Landgericht Hamburg ein aufsehenerregender Prozess. Christina Block, Erbin der Steakhauskette „Block House“, ist angeklagt, in der Silvesternacht 2023/24 die Entführung zweier ihrer beim Vater lebenden Kinder aus Dänemark nach Deutschland veranlasst haben zu lassen.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem schwere Entziehung Minderjähriger, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Misshandlung Schutzbefohlener vor. Der Prozess läuft seit Mitte 2025. Christina Block weist die Vorwürfe zurück. Sie erklärt, sie habe eine Sicherheitsfirma lediglich für andere Zwecke beauftragt; deren Mitarbeiter hätten eigenmächtig gehandelt.







