Heftige Wendung im Fall Christina Block: GNTM-Model soll Kinder entführt haben

Eine spektakuläre neue Spur im Block-Prozess: Ein ehemaliges GNTM-Model gerät unter schweren Verdacht und könnte eine zentrale Rolle bei der Entführung der Block-Kinder gespielt haben.

Christina Block Unternehmerin mit ihren Verteidiger Ingo Bott
Foto: IMAGO / BREUEL-BILD
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Der Entführungsfall rund um die Kinder von Christina Block bekommt eine erschütternde neue Dimension. Während der Prozess gegen die „Block House“-Erbin pausiert, rückt plötzlich ein Mann in den Fokus, den viele TV-Fans von „Germany’s Next Topmodel“ kennen. Zeugen sprechen seit Monaten von einem mysteriösen „deutschen Riesen“, der in der Silvesternacht 2023/24 gemeinsam mit israelischen Kidnappern die Kinder Klara und Theodor auf brutale Weise verschleppt haben soll. Nun verdichten sich Hinweise, dass es sich dabei um einen Hamburger Gesundheitstrainer handelt.

Ein Model zwischen Glamour und schwerem Verdacht

Die Ermittlungen richten sich gegen Jonathan C. (34), der 2021 als Model bei GNTM für Aufsehen sorgte, als die Kandidatinnen halbnackt mit ihm posierten. Im selben Jahr trat er zudem in der schwedischen Ausgabe der „Bachelorette“ auf. Der Mann ist 1,89 Meter groß, international aufgewachsen, seine Mutter stammt aus Israel und laut mehreren Zeugen spricht er fließend Hebräisch, Deutsch, Englisch und Schwedisch.

Er gilt seit Jahren als gefragtes Model, tauchte bei Events und in Werbekampagnen auf.

Neue Überwachungsvideos belasten das Model schwer

Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen Bild-Recherchen, die angeblich zeigen, dass C. mehrfach auf Videoaufnahmen aus dem Hamburger Luxushotel „Grand Elysée“ zu sehen ist – Schulter an Schulter mit den israelischen Verdächtigen, die die Entführung geplant haben sollen. Auf anderen Sequenzen soll er eine Flasche Champagner tragen, entspannt in der Lobby schlendern und vertraut mit dem mutmaßlichen Entführer-Netzwerk wirken.

Laut Aussagen des Kidnappers Tal S., der bereits gestanden hat, sei C. bei zentralen Besprechungen im Hotel dabei gewesen. „Wir hatten eine Sitzung im Elysée-Hotel gemacht, da war er dabei. Er war sehr nett und freundlich, sprach fließend Hebräisch, aber sollte auf Deutsch mit den Kindern sprechen.“

Doch die Aussagen werden noch drastischer. Tal S. berichtete weiter im Gerichtssaal: „Ich habe mich damals schon gewundert, warum er Herrn Hensel so hart geschlagen hat und dann auf ihm drauflag.“

Brutale Szenen in Dänemark – war C. direkt beteiligt?

Der Vater der Kinder, Stephan Hensel, wurde während der Entführung auf der Terrasse eines Lokals niedergeschlagen und festgehalten, während die Kinder über die dänische Grenze verschleppt wurden. Tal S. behauptet, dass C. den Vater besonders heftig attackiert haben soll.

Nach weiteren Medienberichten sollen die Kinder anschließend in einer Hütte an der deutsch-dänischen Grenze versteckt worden sein, bevor das Entführerteam sie in ein Wohnmobil brachte. Tage später tauchten Klara und Theodor schließlich bei ihrer Mutter in Hamburg wieder auf.

Verbindung zum mutmaßlichen Entführerboss

Brisant ist auch, dass der mutmaßliche Kopf der Gruppe, David Barkay, den Hamburger in seinen stundenlangen Aussagen bei der Hamburger Staatsanwaltschaft schwer belastet haben soll. C. soll direkt von ihm in das Team geholt worden sein – wohl auch wegen seiner Sprachkenntnisse und seines unauffälligen Auftretens.

Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens kommentierte die Hinweise laut BILD nicht.

Nach Konfrontation: Social-Media-Kanäle verschwinden

Als die BILD-Zeitung C. telefonisch mit den Vorwürfen konfrontierte, soll er behauptet haben, jemand anderes zu sein und kein Deutsch zu sprechen. Eine schriftliche Anfrage blieb unbeantwortet. Kurz darauf begann er laut Bericht, seine Social-Media-Profile zu löschen oder auf privat zu schalten.

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