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Neue Details

Christina Block: Der letzte Versuch, den Streit mit Stephan Hensel zu beenden

Vor der Eskalation gab es offenbar einen Versöhnungsversuch: Im Block-Prozess wird ein geheimer Plan mit brisantem Detail öffentlich – was wirklich dahintersteckt, erfährst du hier!

Christina Block Unternehmerin mit ihren Verteidiger Ingo Bott der Verteidiger und die Angeklagten kommen auch bei Eis und Schnee wie immer zu Fuss zum 29.Verhandlungstag Auf Pinterest merken
Foto: IMAGO / BREUEL-BILD

Im aufsehenerregenden Prozess um Christina Block und ihren Ex-Mann Stephan Hensel kommt nun ans Licht, dass es vor der gewaltsamen Rückholung der Kinder aus Dänemark einen konkreten Einigungsversuch gegeben haben soll. Ein mutmaßlicher Drahtzieher der Entführung spricht vor Gericht erstmals offen über einen Elf-Punkte-Plan, der genau das verhindern sollte.

Ein Plan für Frieden statt Eskalation?

Im seit Monaten intensiv verfolgten Prozess um den Sorgerechtsstreit zwischen Christina Block und Stephan Hensel rücken neue Details in den Fokus. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, sagte der mutmaßliche Chef der Entführergruppe, David B., vor dem Landgericht Hamburg aus, er habe vor der Entführung der Kinder einen Versuch unternommen, den jahrelangen Konflikt außergerichtlich zu lösen.

Kern dieses Versuchs sei ein sogenannter Elf-Punkte-Plan gewesen – ein schriftlich ausgearbeitetes Konzept, das eine gütliche Einigung zwischen den zerstrittenen Elternteilen ermöglichen sollte. Ziel: eine Lösung ohne weitere Eskalation, ohne Gewalt und ohne erneute Gerichtsverfahren.

„Sie wollte die Kinder sofort zurückhaben“

Doch laut Aussage des Zeugen sei dieser Plan gescheitert. Christina Block habe den Vorschlag zunächst abgelehnt. Der israelische Kronzeuge wird von lto.de mit den Worten zitiert: „Sie wollte die Kinder sofort zurückhaben und keinen Kompromiss.“

Der Plan sei als Kompromissangebot gedacht gewesen und nicht als Druckmittel. Dennoch habe es keine Einigung gegeben. Zu diesem Zeitpunkt habe der Streit um das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder bereits seit Jahren angedauert.

100.000 Dollar sollen Teil des Angebots gewesen sein

Besonders brisant: Ein finanzieller Ausgleich spielte offenbar eine zentrale Rolle. David B. erklärte vor Gericht: „Ich habe angeboten, Herrn Hensel für die Zeit zu bezahlen, die die Kinder bei ihm waren – und zwar rückwirkend.“ In seinen persönlichen Notizen sei dabei der Betrag „100.000 Dollar“ vermerkt gewesen.

Dieses Angebot sollte laut Aussage signalisieren, dass eine Einigung ohne weitere juristische oder drastische Schritte möglich sei.

Was der Elf-Punkte-Plan konkret vorsah

Nach Angaben des Zeugen beinhaltete der Plan mehrere konkrete Schritte:

  • Der Sohn sollte umgehend nach Hamburg zurückkehren.

  • Die Tochter K. sollte spätestens Ende 2023 wieder bei der Mutter leben.

  • Falls sie lieber in Dänemark bleiben wollte, sei zumindest ein regelmäßiger Kontakt zur Mutter vorgesehen gewesen.

  • Auch Stephan Hensel sollte weiterhin regelmäßigen Umgang mit beiden Kindern haben.

Der Plan sei über den mitangeklagten Familienanwalt der Blocks an Stephan Hensel herangetragen worden – doch auch dieser letzte Vermittlungsversuch habe keinen Erfolg gehabt.

„Viele Spannungen und persönliche Emotionen“

Vor Gericht schilderte der Zeuge die Situation als hoch emotional. Es habe „viele Spannungen und Emotionen zwischen den Parteien“ gegeben – insbesondere „persönliche Emotionen“ zwischen Eugen Block, dem Familienanwalt und Stephan Hensel.

Kurz nach dem Scheitern dieses Einigungsversuchs kam es schließlich zur gewaltsamen Rückholung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24, bei der die Kinder aus Dänemark nach Deutschland gebracht wurden.

Christina Block bestreitet jede Beteiligung

Christina Block weist die Vorwürfe weiterhin entschieden zurück. Sie bestreitet, die Entführung beauftragt oder geplant zu haben. Ihr Ex-Mann Stephan Hensel hatte die Kinder bereits im August 2021 nach einem Wochenendbesuch in Dänemark nicht zurückgebracht, was den jahrelangen Sorgerechtsstreit auslöste.

Der Chef des israelischen Sicherheitsunternehmens, der laut Anklage die Entführung organisiert haben soll, war zeitweise per Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage vor Gericht wurde ihm sicheres Geleit zugesichert. Er gehört nicht zu den sieben Angeklagten im aktuellen Verfahren.

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