„Ruhig atmen“: Christina Block bricht wegen herzzerreißender Audios vor Gericht in Tränen aus
Dramatische Wendung im Entführungs-Prozess um Christina Blocks Kinder. Diese Woche steuert die Verhandlung um die Block-Erbin auf den emotionalen Höhepunkt zu.
Im Strafprozess gegen Christina Block, die Erbin der Steakhaus-Kette Block House, spitzt sich die Lage weiter zu. Am 21. Verhandlungstag, der am Dienstag, 11. November 2025 abgehalten wurde, kam es im Hamburger Landgericht zu einer dramatischen Szene. Die vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt drohte der Angeklagten offen mit Haft, sollte der Verdacht bestehen, dass Zeugen unter Druck gesetzt werden.
Grund für die Ansage: Christina Block soll Kontakt zu einem Zeugen aufgenommen haben. Blocks Verteidiger Ingo Bott wies die Vorwürfe entschieden zurück. Seine Mandantin habe lediglich einem älteren Zeugen gute Besserung gewünscht, nachdem das Gericht seine Erkrankung bekanntgegeben hatte. „‚Gute Besserung‘ ist keine Verdunkelung“, betonte Bott.
Audioaufnahmen im Christina Block Prozess
Am 22. Prozesstag wurden zudem erschütternde Audioaufnahmen der Entführung des Sohnes Theodor vorgespielt. Ursprünglich hätte seine Schwester Klara aussagen sollen, die Vernehmung wurde jedoch auf Dezember verschoben. Die Aufnahmen zeigen die Silvesternacht 2023/24, aufgenommen vom Notrufknopf des Jungen: Rauschen, Schritte, Stöhn-Geräusche, undeutliche Stimmen – immer wieder fragt Theodor verzweifelt: „What happened to my father?“ („Was ist mit meinem Vater passiert?“). Die Entführer antworten beruhigend, aber kontrollierend: „Just breathe“ („Ruhig atmen“) oder „You can't speak now“ („Du kannst jetzt nicht reden“). Schließlich sagt eine Stimme: „You are going home to mamma“ („Du gehst nach Hause zu Mama“) – woraufhin das Kind laut und verzweifelt „Nooo!“ schreit. Das berichtete Focus Online live aus dem Gerichtssaal.
Während die Aufnahmen liefen, brach Christina Block mehrfach in Tränen aus und vergrub ihr Gesicht in den Händen. Die Richterin unterbrach die Verhandlung für eine kurze Pause, damit sich die Angeklagte sammeln konnte.
Vorwürfe: Einflussnahme auf Zeugen in Israel durch Christina Block
Die Richterin wies zudem auf Hinweise hin, dass Block auch Zeugen in Israel beeinflusst haben soll, um deren Aussagen in Hamburg zu verhindern. Ein in Israel inhaftierter Mitangeklagter berichtete von Telefonaten mit seinem Vater und einem Freund, in denen das Thema aufgekommen sei. Ob diese Informationen aus der Presse oder aus Gerüchten stammten, blieb unklar.
Die Hinweise wurden von einer Dolmetscherin geliefert, die die Kommunikation des Angeklagten überwachte. Sie informierte eine Kriminalbeamtin, woraufhin Blocks Verteidigung die Überwachung stoppen lassen wollte. Parallel ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen sechs weitere Beschuldigte in Israel. In einem Fall habe sich bereits ein Anwalt gemeldet und Kooperationsbereitschaft signalisiert. Weitere Details gab es nicht.







