Im Freibad & am Strand

Diese 7 Schwimmregeln für Kinder können überlebenswichtig sein

Die Freibadsaison ist eröffnet und der Sommerurlaub steht vor der Tür. Damit vor allem kleine Kinder diese unbeschwerte Zeit unbeschadet überstehen, gilt es ein paar Schwimmregeln zu beachten. 

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Video: Glutamat

Sobald es Sommer ist wollen Kinder an den Strand oder ins Freibad. Doch das birgt leider auch viele Gefahren. Damit der Ausflug ans Wasser auch wirklich ein unbeschwerter Badespaß für die ganze Familie wird, sollten Eltern und Kinder diese Schwimmregeln im Kopf haben. 

Schwimmregel Nr. 1: Die Ohren nach dem Schwimmen trocknen

Nach dem Baden oder Duschen trocknen die meisten Eltern ihren Kindern die Ohren, doch viele vergessen, dies auch am Strand oder im Freibad zu machen. Gerade nach dem Schwimmen oder Tauchen kann schnell eine Gehörgangsentzündung, auch Badeotitis oder Taucherohr genannt, auftreten. Merkt das Kind, dass es Wasser im Gehörgang hat, einfach den Kopf schief liegen und ein wenig schütteln, bis sich die Wasserblase gelöst hat. Dann die Ohren mit einem Handtuch trocken wischen. 

Schwimmregel Nr. 2: Die Taucherbrille nicht mit anderen Kindern teilen

Klingt auf den ersten Blick nicht besonders gefährlich, ist es aber. Denn durch das Teilen einer Taucherbrille kann zum Beispiel das Molluscum-contagiosum-Virus, auch Dellwarzen genannt, übertragen werden. Kinder unter vier Jahren sind besonders häufig betroffen. Symptome sind einzeln stehende, glänzende, weiß-rötliche Knötchen mit teigigem Inhalt. Besonders häufig grassieren die Viren in Schwimmbändern. An sich sind Dellwarzen harmlos und bilden sich meistens auch ohne Behandlung wieder zurück. Die Ansteckungsgefahr ist allerdings sehr groß. Das Gleiche gilt übrigens auch für eine Bindehautentzündung. Gerade Kleinkinder sind oft betroffen und die Krankheit ist extrem ansteckend. 

Schwimmregel Nr. 3: Nicht in den Whirlpool gehen

Zum einem droht im Whirlpool gerade für Kinder schnell die Überhitzung, zum anderen kann es durch den warmen Dampf zu einer Infektion der Atemwege kommen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Legionellose, einer Infektionskrankheit kommen, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Es gibt mehrere Formen der Legionellose. Die sogenannte Legionärskrankheit, die durch eine von einer Tröpfcheninfektion hervorgerufene Lungenentzündung (Pneumonie) gekennzeichnet ist sowie das seltenere, ohne Lungenentzündung und meist mild verlaufende Pontiac-Fieber. Alle Krankheit können, wenn sie früh erkannt werden, problemlos mit Antibiotika behandelt werden. 

Schwimmregel Nr. 4: Wasserschlucken vermeiden

Wenn Kinder zu viel Wasser schlucken, gerade im Freibad oder im Hotelpool, nehmen sie dadurch nicht nur jede Menge Bakterien zu sich, es kann auch zum trocknen oder sekundären Ertrinken führen. Beim trockenen Ertrinken erreicht das Wasser zwar nicht die Lunge, sondern nur Wassertropfen, die wiederum führen zu einer Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur, sodass sich die Atemwege verschließen. Gelangt das Wasser direkt in die Lunge, handelt es sich um sekundäres Ertrinken. Entzündungen, Schwellungen oder Lungenschäden können entstehen. Beim trockenen Ertrinken treten die Symptome meist direkt auf, während es beim sekundären Ertrinken bis zu 24 Stunden dauern kann. Beide führen zu Atemnot und im schlimmsten Fall zum Tod.

Schwimmregel Nr. 5: Nicht in der Nähe der Filteranlage schwimmen

Normalerweise geht von Filteranlagen in Freibädern keine unmittelbare Gefahr aus. Doch Unfälle können passieren. Ein Kind verheddert sich beim Tauchen mit den Haaren in dem Filter, bekommt Panik, wird nicht gleich entdeckt und bleibt minutenlang unter Wasser. Das ist leider kein Einzelfall und genauso schon ein paar Mal passiert. Also lieber Vorsicht, als Nachsicht. Sensibilisiert eure Kinder für die Gefahr und bringt ihnen bei, nicht in der Nähe der Filteranlagen zu schwimmen. 

Schwimmregel Nr. 6: Sonnenschutz auftragen, auch im Wasser

Eincremen nicht vergessen und das am besten noch bevor man am Strand oder im Freibad ankommt. Kinder sollten immer Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 oder höher tragen. Kleine Kinder sollten zusätzlich UV-Schutzkleidung und eine Kopfbedeckung tragen. Obwohl auf vielen Sonnencremes draufsteht, dass sie wasserfest sind, sollten gerade Kinder nach dem Schwimmen erneut eingecremt werden. 

Schwimmregel Nr. 7: Riechtest bei Wasserspielzeug

Gerade im Familienurlaub schleppen wir nicht Berge von Spielzeug mit, sondern kaufen oft Luftmatratzen, Schwimmringe und Sandförmchen vor Ort. Nicht selten sind diese mit potenziell schädlichen Chemikalien belastet und können krebserregend sein. Am besten macht ihr im Laden einen kurzen Riechtest. Wenn das Spielzeug extrem nach Plastik, Gummi oder Klebstoff riecht, lasst lieber die Finger davon. 

Außerdem sollten Kinder im Wasser nie unbeaufsichtigt mit einer Luftmatratze spielen. Auch Schwimmflügel schützen Kinder nicht vorm Ertrinken. Sie dienen lediglich als Schwimmunterstützung. Außerdem können Kind die Schwimmflügel ganz einfach von den Armen streifen. Die oberste Schwimmregel lautet also immer: Niemals sein Kind aus den Augen lassen! 

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