Prickelndes Verlangen

Erotische Geschichte: Eine lustvolle Begegnung

Kathi liebt es, Zeit in der Sauna zu verbringen. Auch wenn die Hitze sie auf Gedanken bringt, die nicht gerade jugendfrei sind…

Erotische Geschichte: Eine lustvolle Begegnung
Foto: Hans Neleman/gettyimages

Ein Blick aus dem Fenster verrät, dass wieder ein verregneter Sonntag auf mich wartet. Egal. Ich lasse mir die Laune nicht vermiesen und packe eine Tasche mit Badehandtüchern, Shampoo und Flip-Flops – dann fahre ich eben in die Sauna. Das ist mein Mini-Urlaub vom Alltag.

Tatsächlich ist auch heute nicht viel los im Sauna-Bereich des Schwimmbads. Ich wähle zum Einstieg die sanftere Bio-Sauna und breite mich auf meinem Handtuch aus. Es duftet nach Zirbenholz und Orangen-Minz-Aufguss. Es dauert nicht lange, dann bin ich tiefenentspannt.

Prickelnde Lust

Die Hitze bewirkt aber auch, dass sich ein unterschwelliges, nagendes Gefühl bemerkbar macht. Eine leichte Spannung, die sich wie eine unsichtbare Schnur von einem Hüftknochen zum anderen spannt und leise prickelnde Schauer in meine Lenden rieseln lässt. Langsam krabbeln sie durch meinen Unterbauch und verebben, ehe sie zwischen meinen Schenkeln ankommen.

Trotz der Wärme breitet sich eine Gänsehaut über meinem Dekolleté aus. Ehe die kribbelnde Nervosität bei meinen Brüsten ankommt und meine Brustwarzen sich allzu offensichtlich zusammenziehen, verändere ich meine Position und verschränke meine Arme vor meinem Körper. Ich atme tief durch und versuche, an etwas anders zu denken. An den spannenden Krimi, den ich gestern im Fernsehen gesehen habe, und an die Party meiner Freundin Marie am Freitag.

Aber es nützt nichts. Die Hitze lässt meine Erregung immer weiter hochköcheln, und schließlich ich gebe ihr nach. Ganz langsam fährt meine Hand zwischen meine Schenkel und beginnt, sich rhythmisch zu bewegen. Die andere Hand streichelt über die Brüste. Mein Herzschlag beschleunigt sich, das Blut rauscht in meinen Ohren, und ich seufze leise. Oh jaaa…!

Geheime Fantasien

Doch da öffnet sich die Tür, Licht fällt in die Sauna, und ein Mann nimmt gegenüber von mir Platz. Meine Finger ziehen sich schnell zurück. Eigentlich sollte ich zur Abkühlung mal ins Tauchbecken springen, denke ich. Doch da bleibt mein Blick an dem Fremden hängen. Himmel, sieht der gut aus! Er ist keiner von diesen Pumpern, die im Fitness-Club Eisen stemmen, das erkenne ich sofort. Trotzdem ist er ein sehniger Typ mit definierten Muskeln, seine Haut schimmert wie poliertes Holz, feine Schweißperlen rinnen über seine Brust und sammeln sich in dem Handtuch, mit dem er seinen Schoß bedeckt hat. Angespannt fahre ich mit der Zunge über meine Lippen.

So lässig, wie mein Gegenüber da auf der Bank lümmelt, erinnert er mich an jemanden, der gerade eine körperliche Anstrengung mit extremer Muskelarbeit hinter sich hat. Genau, er sieht aus, als hätte er gerade Sex gehabt. Bei diesem Gedanken beginne ich innerlich zu vibrieren. Ich stelle mir vor, wie der Typ jetzt aufsteht, zu mir herüberkommt und mich leidenschaftlich nimmt. Ohne viele Worte, einfach so.

Erotische Geschichte: "Ich glühe vor Hitze und Lust"

Ich würde innerhalb von Sekunden explodieren. Heimlich lasse ich meinen Blick weiter an ihm hinuntergleiten, um einen flüchtigen Blick auf sein bestes Stück zu werfen. Kann sich bestimmt ebenfalls sehen lassen, denke ich. „Ähm.“ Ein kurzes Hüsteln stoppt mich, und ich zucke ertappt zusammen. Erwischt. Seine Augen leuchten im Dunkeln, als sich unsere Blicke treffen. Ich erkenne, dass ihm anscheinend ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen. Ich glühe vor Hitze und Lust und auch vor Scham. Kann er sehen, dass ich so erregt bin? Zeit für eine kalte Dusche.

So würdevoll wie möglich wickele ich mich in mein Handtuch und fliehe aus der Sauna ins Freie. „Warte doch, wo willst du hin?“ Seine tiefe Stimme fängt mich ein wie ein Lasso, und ich stoppe abrupt. Kalte Luft legt sich um meinen überhitzten Körper und wirkt auf mein Verlangen wie ein Brandbeschleuniger.

„Nach Hause – kommst du mit?“, antworte ich und drehe mich zu ihm herum. Ich lockere das Handtuch, sodass er meine steifen Brustwarzen und das verräterische Glitzern zwischen meinen Schenkeln sehen kann.

Mir ist klar, dass ich Matthias nicht zweimal fragen muss, und setze meinen Weg fort. Denn mein Mann liebt es genau wie ich, sich vor dem Sex ordentlich „einheizen“ zu lassen. Und ich weiß, dass wir heute sicherlich noch mindestens zweimal zusammen richtig ins Schwitzen kommen werden …

Autor*in: Jane Gertig

Artikelbild und Social Media: Hans Neleman/gettyimages

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