"Bohemian Rhapsody"

Freddie Mercury starb in seinen Armen - Das wurde aus seinem Freund Jim Hutton!

Sieben Jahre lang war Jim Hutton der feste Freund von Freddie Mercury. Er pflegte den an Aids erkrankten Queen-Frontmann bis zu dessen Tod 1991. Lies hier, was danach aus Jim Hutton wurde.  

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Video: Glutamat

Das Biopic "Bohemian Rhapsody" versucht, jedes Detail aus Freddie Mercurys Leben zu beleuchten. Dazu gehört selbstverständlich auch der Mann, der sieben Jahre lang an der Seite des Queen-Sängers lebte und ihm beim Sterben die Hand hielt: Jim Hutton, ein Frisör aus County Carlow, Irland. Im wahren Leben wie im Film ist Jim das Pendant zu Paul Prenter, Freddie Ex-Freund und Manager, der den Star fies betrog.

Jim Hutton: Der beste Freund, den Freddie Mercury sich hätte wünschen können

Die beiden Männer lernten sich laut "Irishcentral.com" 1985 im Londoner Schwulenclub Heaven kennen. Freddie sprach Jim an, wollte ihn auf einen Drink einladen. Doch weil Jim zu diesem Zeitpunkt vergeben war und zudem nicht wusste (!), wer da vor ihm stand, lehnte er das Flirtangebot ab. 18 Monate später liefen sich die Männer erneut über den Weg. Dieses Mal beide Single, ließen sie sich aufeinander ein und verliebten sich Hals über Kopf. Weniger als ein Jahr später zog Jim in Freddies luxuriöses Anwesen in London und lebten wie in einer gewöhnlichen Ehe zusammen – nur, dass einer der beiden Partner zufällig ein Megastar war und der andere eben nicht. Abheben wollte Jim, der Frisör aus Irland sowieso nie: Er behielt seinen Job und damit seine Bodenhaftung

Freddie Mercury starb in Jims Armen – zumindest sinnbildlich

Jim Hutton war es, der den Mitte der 80er an HIV erkrankten Freddie Mercury bis zum Schluss pflegte. Der Legende nach soll der Queen-Frontmann (†45) in den Armen seines Liebsten gestorben sein, doch das ist nicht ganz richtig. In einem TV-Interview, das Jim 1994 gab, sagte er:
"Er starb nicht wirklich in meinen Armen – aber ich war bei ihm, als er starb."
Die letzten Stunden des Sängers seien "herzzerreissend" gewesen, berichtete Jim Hutton in "The Big Breakfast" weiter. Vor allem, weil er selbst den Gedanken an Freddies Tod so weit von sich geschoben hatte: "Ich hatte bis ungefähr zwei Wochen vor seinem Tod noch nicht begriffen, dass er wirklich im Begriff war, zu sterben. Ich arbeitete normal weiter, nur um mich beschäftigt zu halten."

Was wurde aus Jim Hutton?

Schon während ihrer sieben, gemeinsamen Jahre hatte sich Jim Hutton nie ins Rampenlicht gedrängt und auch nach Freddies Tod änderte sich das nicht. Der Irländer verschwand zunächst in der Versenkung und tauchte erst wieder auf, als er 1994 seine Biografie "Mercury and Me" auf den Markt brachte. Natürlich warfen ihm böse Zungen vor, er wolle sich am Andenken seines Ex' bereichern, doch Jim betonte stets, er habe das Buch geschrieben, um "die Schmerzen zu mildern", die seit dem Tod seines Liebsten in ihm loderten. 
Am Neujahrstag 2010 starb Jim Hutton. Zwar war er wie Freddie Mercury an HIV erkrankt, doch anders als bei seinem Freund kostete ihn das nicht das Leben. Dafür erwischte ihn eine andere heimtückische Krankheit: Jim Hutton starb drei Tage vor seinem 60. Geburtstag an Lungenkrebs. Damit verlor die Popwelt einen wichtigen Zeitzeugen aus dem Leben des großen Freddie Mercury. Dessen Schwester Kashmira ist indes inzwischen zu einer wunderschönen älteren Dame geworden und besuchte die Weltpremiere von "Bohemian Rhapsody" in London mit einem strahlenden Lächeln. Und auch Freddies Ex-Verlobte Mary Austin, die heute 67 Jahre alt ist, spricht immer mal wieder über ihren früheren Weggefährten. Sie lebt immer noch in der Londoner Villa, die Freddie ihr nach seinem Tod vererbt hat. 
In "Bohemian Rhapsody" wird der sanftmütige Jim Hutton übrigens von dem irischen "Shameless"-Star Aaron McCusker (39) dargestellt. Der Film verbiegt zugunsten der Dramatik die Realität allerdings ein wenig.  

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