Garmin Venu 4 im Test: Was die Smartwatch kann und für wen sie geeignet ist
Wir haben die Garmin Venu 4 getestet. Welche Funktionen sie bietet und für wen die Smartwatch passend ist, liest du hier.
Die Garmin Venu 4 verspricht viel: Premium-Design, Gesundheitsdaten auf medizinischem Niveau und ein Tracking, das bis in die kleinste Alltagsgewohnheit reicht. Doch wie schlägt sich die Smartwatch im echten Leben – und für wen ist so viel Funktionsumfang überhaupt sinnvoll? Hier kommt mein Fazit.
Die Garmin Venu 4 im Überblick
Normalpreis: 499 Euro, auf amazon.de aktuell ab ca. 418 Euro erhältlich
Bis zu 10 Tage Akkulaufzeit im Smartwatchmodus, 12 Tage beim größeren Modell
Erhältliche Farben fürs Gehäuse: Schiefergrau/Edelstahl, Lunargold Edelstahl, Silber Edelstahl plus 15 Armbandvarianten
Größe des Gehäuses: 41mm oder 45 mm
33 g (46 g mit mitgeliefertem Armband) bei 41mm und 38 g (56 g mit mitgeliefertem Armband) bei 45 mm
Wasserdicht bis zu 5 ATM
AMOLED-Display
Integrierte LED-Taschenlampe
Funktionen, auf die unter anderem zugegriffen werden kann: HFV-Status, Garmin EKG-App, intelligenter Weckalarm (auf Schlafrhythmus abgestimmt), Morgen- und Abendbericht, Body Battery, Zyklusdatenerfassung, Schwangerschaftsdatenerfassung, Meditationsübungen, Jetlag-Ratgeber, Erstellung von Trainings, animierte Trainings auf dem Display, Bezahlfunktion mit Garmin Pay, Zugriff auf Whatsapp, Musik direkt am Handgelenk, Smart Notifications
Schnell gemacht: Set-up und Einstellungen
Grundsätzlich ist die Garmin Venu 4 schnell und easy eingerichtet. Die Smartwatch verfügt über zwei Knöpfe, über die navigiert werden kann, und einen Touchscreen.
Das Set-up ist ziemlich selbsterklärend und mit nur wenigen Handgriffen kann man die Smartwatch auch schon für die Basics benutzen, wenn auch nicht jeder Weg durch das Menü immer ganz intuitiv ist. Wer alle Funktionen, wie zum Beispiel Whatsapp und die Bezahlfunktion, nutzen möchte, braucht vielleicht einen Moment länger, um alles einzurichten.
Es gibt allerdings eine Sache, die mich wirklich etwas mehr Zeit gekostet hat. Es mag daran liegen, dass ich kein Smartwatch-Profi bin, aber ich habe wirklich eine Weile gebraucht, bis ich herausgefunden habe, wie man die Töne ausschalten kann, die die Garmin Venu 4 von sich gibt, wenn eine Aktivität gestartet wird. Wenn man in einem Sportkurs mit mehreren Teilnehmenden um sich herum ist, möchte man das ja vielleicht vermeiden.
Für alle, denen es beim Einstellen ihrer Smartwatch ähnlich geht, kommt hier einmal die Anleitung:
Auf dem Ziffernblatt der Uhr nach links wischen oder die Taste oben rechts drücken, um ins Menü zu gelangen. Hier zu den Einstellungen gehen.
In den Einstellungen zuerst „Fokusmodi“ und dann „Aktivität“ auswählen.
In dem Bereich „Töne und Vibration“ zu „Warntöne“ gehen und diese ausschalten.
Jetzt kannst du deine Aktivitäten loggen, ohne dass du von jemandem schief angeguckt wirst.
Guter Tragekomfort nach einer kurzen Eingewöhnungszeit
Ich gebe es zu, dass ich mich erst einmal an das Tragen der Smartwatch gewöhnen musste. Insbesondere beim Schlafen hat es ein paar Tage gedauert, bis ich es nicht mehr wirklich gemerkt habe. Lege ich doch sonst jeglichen Schmuck ab, bevor ich ins Bett gehe. Außerdem ist das Gehäuse im Gegensatz zu anderen Smartwatches auf dem Markt (z.B. von Apple) höher. Auch das erfordert ein bisschen Eingewöhnungszeit.
Letztendlich war die Venu 4 dann aber sehr angenehm zu tragen, sowohl im Alltag, beim Workout und auch nachts, um meinen Schlaf aufzeichnen zu können. Auch ist das Display übersichtlich, sieht schick aus und ist auch bei direktem Sonnenlicht gut zu erkennen.
Die Garmin Venu 4 gibt es in zwei unterschiedlichen Größen, 41 und 45 mm. Für mich war das Gehäuse mit einem Durchmesser von 41mm auf jeden Fall die richtige Wahl. Die Alternative wäre mir sicherlich zu groß für mein eher schmaleres Handgelenk gewesen.
Meine Favoriten: Sleep Tracking und Lifestyle Logging
Mit der Garmin Venu 4 lassen sich viele unterschiedliche Werte messen und erfassen. Ich persönlich habe mich vor allem über das umfassende Sleep Tracking gefreut und war gespannt auf meinen Sleep Score (der ehrlicherweise besser sein könnte, wie ich jetzt weiß). Mithilfe der Venu 4 lässt sich herausfinden, ob man im Einklang mit seinem persönlichen Biorhythmus ist, und man kann seine Gewohnheiten anpassen, um das Beste aus seinem Schlaf herauszuholen. Für alle, die wie ich chronisch zu wenig schlafen, definitiv spannend.
Besonders umfassend ist auch das sogenannte Lifestyle Logging, das es ermöglicht, mehr als 40 verschiedene Gewohnheiten zu tracken. Koffein- und Alkoholkonsum, Meditation, Journaling und Mahlzeiten sind nur einige Beispiele. Interessant wird es dann, wenn diese Aufzeichnungen wiederum mit den Daten zu Schlaf und Training in Verbindung gebracht werden. So lässt sich zum Beispiel genau verfolgen, wozu zu wenig Schlaf gegebenenfalls führen kann oder auch wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf das Training auswirken können. Auch die Auswirkungen von Stress lassen sich, je nachdem, wie genau man trackt, ziemlich gut beobachten.
Mein Fazit zur Garmin Venu 4
Das Funktionsangebot der Garmin Venu 4 ist groß und bietet viele tolle Anwendungsmöglichkeiten. Ich persönlich finde super, dass man aus so vielen unterschiedlichen Sportarten wählen, seinen Schlaf tracken und seinen Alltag detailliert festhalten kann. Wer seine Gewohnheiten und Fitness genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann viele spannende Erkenntnisse gewinnen. Doch: Bei all dem, was die Venu 4 kann, ist es für einige vielleicht schon zu viel. Wer bloß seine Schritte und einige Workouts tracken möchte, kommt wohl auch mit einem Smartwatchmodell aus, das weniger Funktionen bietet und dadurch auch deutlich günstiger ist.
Für alle, die an umfangreichen und detaillierten Daten interessiert sind, die das eigene Training optimal unterstützen können, ist die Garmin Venu 4 meiner Meinung nach aber eine gute Wahl.
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