Familie

Generelles Handyverbot an Schulen: Das fordern Eltern jetzt

Derzeit hat sich die Thüringer Landeselternvertretung gegen ein pauschales Handyverbot an Schulen ausgesprochen.

Mädchen legt ihr Smartphone in eine Box. Schule, die sicherstellt, dass Schulkinder während des Unterrichts keine Telefone benutzen.
Immer häufiger steht ein generelles Smartphone-Verbot an Schulen im Raum. Foto: Dobrila Vignjevic/iStock
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Seit Australien im Dezember 2025 als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt hat, gewinnt auch in Deutschland die Diskussion über entsprechende Verbote und Einschränkungen zunehmend an Fahrt. Auf ihrem Bundesparteitag im Februar 2026 sprach sich die CDU dafür aus, zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ein Mindestalter von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Medien wie TikTok und Instagram einzuführen, so berichtet unter anderem „MDR AKTUELL“.

Genauso steht immer häufiger auch ein generelles Verbot für Smartphones an Schulen im Raum. Und damit die Frage, ob ein solches Handynutzungs-Verbot an Schulen wirklich sinnvoll ist. Aktuell hat sich die Thüringer Landeselternvertretung gegen ein generelles Handyverbot an Schulen ausgesprochen. Das teilten die Teilnehmenden im Rahmen einer Regionalkonferenz mit Schulelternsprechern aus Mittel- und Ostthüringen in Jena mit.

Eltern wollen klare Regeln statt pauschaler Verbote

Die Landeselternvertretung spricht sich gegen ein pauschales Handyverbot im Unterricht aus. In Grundschulen sollten zwar eindeutige Vorgaben für die Nutzung von Smartphones gelten. An weiterführenden Schulen könnten sie hingegen eine sinnvolle Ergänzung darstellen, etwa bei der gemeinsamen Internetrecherche.

Auch einem Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche erteilten die Teilnehmenden eine Absage. Hier sieht die Landesvertretung sowohl die Eltern als auch die Tech Konzerne in der Pflicht. In erster Linie seien die Eltern gefragt, ihren Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Smartphone zu vermitteln. Zudem müssten auch die Tech-Unternehmen ihren Beitrag leisten und suchtfördernde Algorithmen deaktivieren, betonten die Elternvertreter.

Handyverbote in Thüringen: So ist es aktuell

Seit dem Beginn des neuen Schuljahres 2025 in Thüringen ist die private Nutzung von Handys, Smartwatches und Tablets an Grundschulen sowie an Gemeinschafts- und Förderschulen mit Klassenstufen eins bis vier untersagt. Sowohl im Unterricht als auch in den Pausen und im Hort müssen die Geräte ausgeschaltet bleiben. Wie das Verbot konkret umgesetzt wird, können die Grundschulen selbst festlegen.

An weiterführenden Schulen soll geprüft werden, in welchem Umfang eine private Nutzung der Geräte erlaubt sein kann, teilte das Bildungsministerium zum Start des Schuljahres mit.