Ehe für alleGleichgeschlechtliche Ehe: Studie belegt, dass Kindern nichts fehlt

Eine neue Studie beweist: Kinder, die gleichgeschlechtliche Eltern haben, entwickeln ihre Genderidentität nicht anders, als Kinder heterosexueller Eltern.

 

Wissenschaftler der University of Kentucky wollten wissen: Wie "genderkonform" verhalten sich Kinder, dessen Eltern homosexuell sind? Lassen sie sich von der Sexualität der Eltern beeinflussen oder entwickeln sie sich "anders"?

Gleichgeschlechtliche Ehe: Studie belegt, dass Kindern nichts fehlt
Homosexuelle Eltern stehen heterosexuellen Eltern in nichts nach
Foto: iStock

Um das heraus zu finden, untersuchten sie in ihrer Studie 106 Familien, die mindestens ein Kind adoptiert haben. Von den Paaren waren 29 schwul, 27 lesbisch und 50 heterosexuell. Die Forscher sahen sich genau an, mit welchen Spielsachen die Kinder am liebsten spielen und wie "genderkonform" sich ihr Verhalten im Laufe von fünf Jahren entwickelt.

Das Ergebnis lässt alle Vorurteile gegen homosexuelle Eltern verblassen! "Die sexuelle Orientierung der Eltern und der Familientyp hatten keinen signifikanten Einfluss darauf", schreibt die Psychologin Rachel H. Farr. Die Auswertung zeigte eindeutig, dass es in allen Familienformen ähnlich viele Kinder gab, die sich entweder genderkonform oder eben nonkonform verhielten. Farr erklärt: "Es scheint, dass ein männliches und ein weibliches Rollenvorbild zu Hause nicht notwendig sind, um eine typische Genderentwicklung bei Adoptivkindern zu unterstützen."

 

Kinder homosexueller Paare weisen Vorteile auf

Zuvor zog schon eine Studie ("Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften") der Universität Bamberg ein ähnliches Fazit. Hier bewiesen die Wissenschaftler, dass sich Kinder homosexueller Paare von Kindern heterosexueller Paare in der "psychischen Anpassung" nicht unterscheiden. Mehr noch: "Die vorhandenen Unterschiede weisen sogar auf Vorteile von Kindern und Jugendlichen aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften hin", sagte etwa Fabienne Hornfeck vom Deutschen Jugendinstitut (DJI). Dazu gehört ein höheres Selbstwertgefühl der Kinder sowie mehr Autonomie gegenüber ihrer Eltern.

Das DJI stellt heraus: "Die Familienform ist weniger entscheidend als die Art und Weise, wie Familie gelebt wird."

Mit der beschlossenen "Ehe für alle" dürfen gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft gemeinsam Kinder adoptieren. Kritiker bemängelten das fehlende weibliche bzw. männliche Rollenvorbild für die Kinder. Dieser unberechtigte Einwand ist mit den Studien nun aus der Welt geschafft.

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(ww7)

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